| COURAGE
bittet zur Informationsveranstaltung: Eingetragene Partnerschaft für Lesben und Schwule |
Alle sprechen darüber, viel wird diskutiert: Mit 1. Januar
2010 ist die neue Eingetragene Partnerschaft für gleichgeschlechtlich
L(i)ebende in Kraft getreten.
Der Bedarf an kompetenter Information und Beratung hat sich seither deutlich erhöht. Aber welche Rechte und Pflichten sieht das neue Gesetz nun tatsächlich vor? Bekommt meine ausländische Partnerin Aufenthaltsrecht und Arbeitserlaubnis? Muss ich im Falle einer Trennung Unterhalt zahlen? Wie schaut es mit Erb- und Sozialrecht aus? Ist im Falle einer Erkrankung ein Pflegeurlaub möglich? Bekomme ich eine Witwenpension, wenn mein/e PartnerIn stirbt? Was passiert mit den leiblichen Kindern meiner Partnerin, wenn ihr etwas zustößt? Wo und mit welchen Unterlagen muss die Eingetragene Partnerschaft angemeldet werden? Wo und wie können Lesben und Schwule heiraten"? Auch viele BeraterInnen in professionellen Beratungsstellen sind noch nicht genügend über diese neue Lebensrealität von gleichgeschlechtlichen PartnerInnen informiert. Ziel ist eine ausführliche Rechtsinformation für KollegInnen der vielfältigen Beratungsstellen, für gleichgeschlechtliche Paare sowie für alle Interessierten.
Donnerstag, 08. April 2010, 19.30
21.30 Uhr
Bezirksvorstehung Mariahilf, 1060 Wien, Amerlingstraße 11, Festsaal
Die Detaileinladung finden Sie hier.
| COURAGE bittet zum PRESSE-GESPRÄCH |
Was Sie schon immer über SCHWULE und LESBEN wissen wollten, und
warum gerade jetzt
so wichtig ist...
ExpertInnen aus Politik und Beratung stehen Rede und Antwort
Mittwoch, 17. Februar 2010, 10.00 Uhr
Steirischer Presseclub, Bürgergasse 2, Graz
Mit Maga. Daniela GRABE, Drin. Elke LUJANSKY-LAMMER, DSAin Jette MUSGER, Univ.-Lekt. Mag. Johannes WAHALA, Mag. Kurt ZERNIG
Die Detaileinladung finden Sie hier.
Österreichs Lesben- und Schwulenorganisationen kämpfen seit Jahrzehnten für die Gleichberechtigung und rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare, die in unserer Gesellschaft ebenso klar Verantwortung miteinander und füreinander übernehmen wie heterosexuelle Paare. Genau deshalb müssen lesbische und schwule ÖsterreicherInnen für ihre Partnerschaften die gleichen Rechte und Pflichten erhalten wie ihre heterosexuellen MitbürgerInnen, und das natürlich auch am Standesamt! Das haben sowohl die SPÖ (durch Parteitagsbeschlüsse) als auch die ÖVP (vgl. Perspektivengruppe) bereits anerkannt! Lesen Sie hier die gesamte Erklärung und Forderungen der parteiunabhängigen Homosexuellenorganisationen Österreichs zum Partnerschaftsgesetz vom 13. November 2009! |
|||
| . | |
| Gleich
und doch anders Beratung und Psychotherapie von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und
ihren Angehörigen Weiterbildungsseminar, Fr. 6. bis So. 8. November 2009 |
Lesben,
Schwule, Bisexuelle und ihre Angehörigen brauchen gut informierte und vorurteilsfreie
BeraterInnen/PsychotherapeutInnen, die mit gleichgeschlechtlichen Lebensstilen vertraut
sind und die gängigen Beratungs-/Therapiekonzepte daran anpassen können.
Erfahrungsmangel und Unsicherheiten werden von homosexuell orientierten Menschen schnell wahrgenommen und haben bei zu wenig Kenntnis der Lebensrealitäten, sowie der fehlenden Auseinandersetzung homoerotischer Anteile professioneller HelferInnen einen blockierenden Einfluss auf die Beratung.
Im Seminar geht es um eine Auseinandersetzung mit den Lebensbedingungen und den daraus resultierenden Lebensentwürfen gleichgeschlechtlich empfindender und l(i)ebender Menschen, sowie um Grundlagen einer fachlich fundierten Beratung/Therapie homosexueller Menschen und Paare in deren familiären und sozialen Bezugssystemen.
Das Seminar ist konzipiert als Weiterbildung für BeraterInnen und PsychotherapeutInnen. Detailinformationen finden Sie unter Seminare.
| SAPPHO Psychotherapeutische Gruppe für lesbische und bisexuelle Frauen! |
Das Erleben von
Zufriedenheit und Lebensfreude ist auch für viele lesbische/bisexuelle Frauen ein
erstrebenswerter Zustand.
Auswirkungen gesellschaftlich geprägter homophober Erlebnisse und Bilder können sich im Abschneiden von Gefühlen und Bedürfnissen, im Rückzug, in der inneren Antreiberin - Perfektionismus genannt -, im Stolz oder in einem starren Autonomieentwurf des eigenen Ichs ausdrücken. Ebenso wirken Verstrickungen, unbewusste Zusammenhänge, Aufträge und Botschaften der Herkunftsfamilie auf das gegenwärtige Leben.
Nähere Informationen finden Sie unter dem Menüpunkt Gruppen
| Grundlagen
der Systemischen Sexualberatung/-therapie Weiterbildungsseminar, Freitag, 2. bis Sonntag, 4. Oktober 2009 |
Das Thema Sexualität wird auch in professionellen
Beratungen bzw. Psychotherapien nicht selten ausgespart bzw. tabuisiert. Von vielen
KlientInnen wird es äußerst vage, nur andeutungsweise oder gar verdeckt angesprochen,
was oft dazu führt, dass es von den BeraterInnen/TherapeutInnen nicht erkannt und
aufgegriffen wird.
Sexualität ist eine Energie, die den ganzen Menschen betrifft und die in vielen seiner Wünsche, Sehnsüchte, Gedanken, Entscheidungen und Handlungen mit hineinspielt. Daher sind sexuelle Unsicherheiten, Störungen, Probleme für KlientInnen oft enorm belastend und führen nicht selten zu starken seelischen Verstimmungen, depressiven Episoden, Angstzuständen, Panikattacken
Das Seminar ist konzipiert als Weiterbildung für BeraterInnen und PsychotherapeutInnen. Detailinformationen finden Sie hier.
| 120.000
x |
Am Samstag, 4. Juli 2009 zog die 14. Regenbogenparade über den Wiener
Ring wie immer andersrum!
Über 120.000 Menschen tummelten sich wieder am Wiener Ring und gaben eine lautes und fröhliches Statement ab: Für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung und Ausgrenzung von gleichgeschlechtlich liebenden und lebenden Menschen. Und natürlich war auch die Beratungsstelle mit dabei denn nur mit Courage kann was erreicht werden!
Unsere Fotos von der Parade finden Sie hier
| "Liebe verdient Respekt!": SzeneN-Präsentation in der Wiener Hauptbücherei |
Rund
80 Gäste füllten den Veranstaltungssaal der Wiener Hauptbibliothek am Mittwoch, den 17.
Juni, bei der SzeneN-Präsentation der Plakatkampagne "Liebe verdient Respekt!".
Zahlreiche MultiplikatorInnen aus den LGBT-Communitys, Sozial- und JugendarbeiterInnen, VertreterInnen von migrantischen Vereinen und viele Interessierte folgten der Einladung, um sich über die multikulturelle Kampagne zu informieren und über weitere gemeinsame Projekte gegen Homophobie und andere Diskriminierungen zu diskutieren.
Unter den Gästen auch die GR Tanja Wehsely (SPÖ) und GR Marco Schreuder (Die Grünen), Abgeordnete zum Nationalrat Alev Korun (Die Grünen), Ursula Struppe, die Leiterin der MA 17 und Vertreterinnen der SOHO Wien. Auch Stadträtin Sandra Frauenberger schaute vorbei, um mit den Gästen zu diskutieren.
Fotos von der Veranstaltung finden Sie hier. Einen Videobeitrag von der Veranstaltung finden Sie hier. Folgende Reden können Sie ebenfalls als Videos abrufen: Mag. Johannes Wahala; GR Tanja Wehsely; GR Marco Schreuder.
| Beratungsstelle
|
Lesen Sie hier die |
![]() |
Wahala: Das ist eine Treibjagd, die menschenverachtend ist. Homosexualität
ist nicht heilbar! Ich kenne keine wirklich geheilten Homosexuellen."
Scharf kritisiert der katholische Theologe, Psychotherapeut und Sexualforscher Johannes Wahala die Aussagen des designierten Linzer Weihbischofs Gerhard Maria Wagner über Homosexualität in der jüngsten Ausgabe von Profil. Diese Aussagen sind humanwissenschaftlich falsch. Sie zeugen von massiver verbaler, psychischer und religiöser antihomosexueller Gewalt.
Wagner schürt damit die Homophobie und vor allem den Schwulenhass rechtsradikaler Kreise. Zusammen mit den Aussagen der Bischöfe Fischer und Laun kann man derzeit von einer Treibjagd gegen gleichge-schlechtlich empfindende und l(i)ebende Menschen in der katholischen Kirche reden, da keiner der österreichischen Bischöfe solchen menschenverachtenden Aussagen Einhalt gebietet und somit Homosexuelle scheinbar in der katholischen Kirche zum Freiwild geworden sind."
| Mag. Johannes Wahala zu Gast bei "Talk of Town" auf PULS 4 |
Mag. Johannes Wahala, Leiter der Beratungsstelle
, war am Donnerstag, 19. März 2008, zu Gast bei Manuela Raidl zum
Thema Kondome in Afrika: Torpediert der Pontifex die Aids-Aufklärung?
Der Mitschnitt ist in vier Teile geteilt, hier finden sie Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4 sowie den Teaser.
| Einladung zur Community-Präsentation der multikulturellen Plakatkampagne LIEBE VERDIENT RESPEKT! |
Am Mittwoch, 17. Juni, 19
Uhr, laden
, Verein Wiener
Jugendzentren und wienXtra mit Unterstützung von Die Grünen Andersrum und SOHO zur
SzeneN-Präsentation der multikulturellen Plakatkampagne LIEBE VERDIENT RESPEKT!
in die Hauptbücherei Wien.
Herzlich willkommen sind Interessierte und MultiplikatorInnen aus den Bereichen Jugend, Bildung, Integration/Migration, Beratungsstellen und den LGBT-Communitys, Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur. Nach der Präsentation der Kampagne und Grußbotschaften wird in geselliger Atmosphäre Raum und Zeit zum Austausch geboten, um bei persönlichen Gesprächen gemeinsame Strategien gegen Homophobie und Intoleranz zu diskutieren und neue Allianzen gegen Diskriminierungen und Ausgrenzungen zu bilden. U.a. stehen folgende PolitikerInnen für Gespräche zur Verfügung: GR Tanja Wehsely (SPÖ), GR Marco Schreuder (Die Grünen), GR Sirvan Ekici (ÖVP), etc.
Die Einladung zum Audrucken finden Sie hier. Alle Informationen zur Kampagne finden Sie hier.
| Aus |
Am 21. November luden Mag. Johannes Wahala und die
Beratungsstelle
zu einem Fest der
besonderen Art: Gefeiert wurde die Idee der Gründung der Beratungsstelle
.
Geburtshelfer war Kardinal Schönborn, der im November 1997 das couragierte Engagement von Mag. Johannes Wahala für gleichgeschlechtlich empfindende und l(i)ebende Menschen unterbinden wollte und per Dekret verkündete: Ich untersage Ihnen öffentliche Stellungnahmen zum Thema Homosexualität! Nach einem Jahr erfolgloser Gespräche löste er im November 1998 dann sein Dienstverhältnis als Priester in der Erzdiözese Wien auf.
Zeitgleich wurde die Idee der Gründung der professionellen
Beratungsstelle
geboren. Um diesen
Moment der Empfängnis gebührend zu feiernd folgten trotz Sturm
über 150 Gäste der Einladung ins Wiener ega. U.a. auch die GemeinderätInnen Kurt
Stürzenbecher, Nurten Yilmaz und Marco Schreuder, Nationalratsabgeordnete Ulrike Lunacek
und ÖAGG Sektionsleiter Norbert Neuretter und Gemeindearzt Dr. Resch. Bis tief in die
Nacht wurde ausgelassen gefeiert. Aber nicht nur: Wieder sollen viele neue Projektideen
das Licht der Welt erblickt haben, wie man/frau aus gut informierten Quellen erfahren
konnte. Man/Frau darf also gespannt sein! In die Grußbotschaften und die Begrüßungsrede
von Mag. Johannes Wahala, dem Leiter der Beratungsstelle
, können Sie auf unserem neuen
Channel sehen/hören!
| Unterstützungskomitee |
Wir freuen uns, dass weitere
Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus Kunst und Kultur, Politik etc. dem
Unterstützungskomitee
beigetreten sind. Wir
danken folgenden Personen sehr herzlich, dass sie das Anliegen der Gleichstellung
gleichgeschlechtlicher Lebensweisen der Beratungsstelle
ideell
unterstützen. Alle Mitglieder des Unterstützungskomitees
finden Sie hier.
Dr. Peter Huemer, Journalist und Historiker GR Marco Schreuder, Die Grünen, Karl Merkatz, Schauspieler, Dr. Eva Mückstein, Präsidentin des Österreichischen Bundesverbandes für Psychotherapie, Dr. Elizabeth T. Spira, Dokumentarfilmerin, Univ. Prof. Dr. Alexander Van der Bellen, Bundessprecher und Klubobmann der Grünen, Timna Brauer, Schauspielerin und Sängerin, Marika Lichter, Schauspielerin und Sängerin, Gerold Rudle, Schauspieler
| Wechsel
im |

Acht Jahre hat Elisabeth Cinatl als Koordinatorin
der Beratungsstelle mit großem Einsatz und Engagement die Geschicke der
mitgestaltet. Nun hat sie ihre Agenden an Hikmet Kayahan
übergeben.
Elisabeth Cinatl war und ist eine wertvolle
Bereicherung für die
. Ihr Idealismus, ihre
unermüdliche Energie haben die
massgeblich zu dem gemacht,
was sie heute ist, nämlich eine professionelle Beratungsstelle mit einem kompetenten
Team. Wir gratulieren ihr vom Herzen, dass sie nun Psychotherapeutin in Ausbildung unter
Supervision ist, also kurz vor dem Abschluss ihrer psychotherapeutischen Ausbildung
steht., so Mag. Johannes Wahala, Leiter der Beratungsstelle. Auch wenn Elisabeth
Cinatl nicht mehr als Koordinatorin tätig sein wird, bleibt sie der
als Beraterin erhalten: Jetzt habe ich endlich mehr Zeit für
die KlientInnen, um die es ja geht, für die wir die
ja
aufgebaut haben. Also ist es nicht wirklich ein Abschied.
Als neuer Koordinator hat nun Hikmet Kayahan die Agenden übernommen. Ich freue mich über die neue Herausforderung und bin stolz, Teil eines so tollen Teams zu sein, erklärte er bei seinem Dienstantritt.
Das Team der
sagt
Hikmet Herzlich Willkommen! und wünscht beiden viel Erfolg in ihren neuen
Arbeitsbereichen!
![]() . |
Das Studiogespräch über die Beratungsstelle |
| Regenbogenparade
mit |

Am Samstag, 12. Juli 2008 zog die 13. Regenbogenparade über den Wiener Ring wie immer andersrum!
120.000 Menschen tummelten sich wieder am Wiener Ring und
gaben eine lautes und fröhliches Statement ab: Für Gleichberechtigung und gegen
Diskriminierung und Ausgrenzung von gleichgeschlechtlich liebenden und lebenden Menschen.
Und natürlich war auch dieses Jahr wieder die Beratungsstelle
mit dabei denn nur mit Courage kann was erreicht werden!
| Fest
für die |

Ich untersage Ihnen öffentliche Stellungnahmen zum Thema Homosexualität!
Mit diesem Dekret wollte Kardinal Schönborn im November 1997 das couragierte Engagement von Mag. Johannes Wahala für gleichgeschlechtlich empfindende und l(i)ebende Menschen unterbinden. Nach einem Jahr erfolgloser Gespräche löste er im November 1998 sein Dienstverhältnis als Priester in der Erzdiözese Wien auf.
Zeitgleich wurde die Idee der Gründung der professionellen
Beratungsstelle
für gleichgeschlechtliche
und transGender Lebensweisen geboren. Diesen Moment der Empfängnis wollen wir
nun im November 2008 10 Jahre nach dem Versuch Courage &
Engagement zum Schweigen zu bringen feiern, und laden deshalb zum etwas anderen
Jubiläum:
Fest für die
Freitag, 21. November 2008, 19 Uhr
ega, Windmühlgasse 26, 1060 Wien
Programm: Begrüßung & Grußbotschaften, Live-Musik-Acts, DJ-Line-Up mit DJ Tazza (Chill & Lounge) & DJ Saint-Ex (70er, 80er & 90er), Buffet.
Um Anmeldung unter info@courage-beratung.at oder (01) 585 69 66 wird gebeten.
| Berger-Entwurf
für ein Lebenspartnerschaftsgesetz: Das schlechteste Partnerschaftsgesetz der Welt? |
Anlässlich der Pressekonferenz unter dem Titel Das schlechteste Partnerschaftgesetz der Welt? am 13. Juni 2008 im Presseclub Concordia zum Entwurf von Justizministerin Berger für ein Lebenspartnerschaftsgesetz, meldeten sich zahlreiche NGOs zu Wort. Auch die Beratungsstelle COURAGE legt ihre Sichtweise in einer Stellungnahme dar:
Statement der Beratungsstelle
zum aktuellen Berger-Enwurf für ein
Lebenspartnerschaftsgesetz
Die heutigen Humanwissenschaften lassen eindeutig erkennen, dass
Heterosexualität und Homosexualität verschiedene Ausprägungen der einen vielgestaltigen
menschlichen Sexualität sind. Homosexualität ist also nicht krankhaft, abnorm oder gar
pervers, sondern eine Entwicklungsvariante und so auch eine Ausdrucksform menschlichen
Lebens. Den humanwissenschaftlichen Kenntnissen Rechnung tragend hat die WHO 1991 in der
internationalen Klassifikation psychischer Störungen (ICD-10) Homosexualität als
Diagnose einer psychischen Störung ersatzlos gestrichen. Homosexuell empfindende Menschen
sind in unserer Gesellschaft nach wie vor Vorurteilen und Zerrbildern ausgesetzt, die
nichts mit ihrer Lebensrealität zu tun haben und vielfach noch zu Diskriminierungen bis
hin zu antihomosexueller Gewalt führen. Es gilt, die nach wie vor bestehenden Vorurteile
und vielfachen Formen anti-homosexueller Gewalt gegenüber Lesben und Schwule abzubauen
und damit die psychischen und sozialen Belastungen, denen sie ausgesetzt sind, zu
reduzieren. Da die über gleichgeschlechtlich Empfindende bestehenden Fremdbilder einen
wesentlichen Einfluss auf ihr Selbstbild und ihr Selbstwertgefühl ausüben, ist der Abbau
von Vorurteilen wichtig für die psychische Gesundheit und ihre Lebensqualität.
Es ist ein Fakt, dass in Österreich die Selbstmordversuchsrate bei Homosexuellen siebenmal so hoch ist als bei Heterosexuellen. Hauptursache ist die mangelnde soziale Unterstützung! Über 90% aller Selbstmordversuche von gleichgeschlechtlich empfindenden Menschen geschehen im Alter zwischen 15 und 27 Jahren, also während des oft sehr schmerzhaft erlebten Coming-out-Prozesses. Veränderung ist nur möglich durch die rechtliche Gleichstellung und die Garantie sozialer Gleichwertigkeit, die sich in gleichen Rechten aber auch gleichen Pflichten für Lebenspartnerschaften zeigt - seien sie gleich- oder verschiedengeschlechtlich. Voraussetzung dafür ist, dass sich die österreichische Bundesregierung den heutigen Humanwissenschaften und somit den Grund- und Menschenrechten verpflichtet weiß. Der österreichische Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick sagt, das Sprache Wirklichkeit schafft. Gesetze sind niedergeschriebene Sprache. Das neue Lebenspartnerschaftsgesetz muss für gleichgeschlechtlich empfindende Menschen zu einer Wirklichkeit der Entpathologisierung und Normalisierung und somit zu einer Wirklichkeit der Würde und Gleichwertigkeit führen. Ansonsten ist es sinnlos, weil es nicht nur Vorurteile nicht abbaut, sondern erneut benachteiligt und diskriminiert und somit die vielfach schmerzvoll erlebten Lebensgeschichten von Homosexuellen in Österreich weiter schreibt. In diesem Sinn ist der Gesetzesentwurf zu überarbeiten und eine Generalklausel einzuarbeiten, die gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften der staatlichen Ehe rechtlich gleichstellen.
Univ.-Lekt. Mag. Johannes Wahala
Leiter der Beratungsstelle
Präsident der Österreichischen
Gesellschaft für Sexualforschung
| Fort- und Weiterbildungsangebote an der Beratungsstelle |
Die PartnerInnen-, Familien- und Sexualberatungsstelle
Einführung in die Systemische Sexualberatung/-therapie II Paartherapie bei
sexuellen Störungen, 10.12.10.2008
Nähere Informationen zu den Seminaren finden Sie unter dem Menüpunkt
Bildung/Seminare| Pressekonferenz
STOPPT HOMOPHOBIE! am 5.12.2007 |

Am 5. Dezember 2007 lud die
Beratungsstelle
anlässlich der 16 Tage
gegen Gewalt zur Pressekonferenz der neuen Internetkampagne STOPPT
HOMOPHOBIE! ins Cafe Prückel ein. Der Einladung
aufs Podium folgten: der Kinder- und Jugendpsychiater Univ.-Prof. Dr. Ernst Berger,
Nationalratsabgeordnete Maga. Ulrike Lunacek, der Leiter des Ludwig Boltzmann
Instituts für Menschenrechte Univ.-Prof. Dr. Manfred Nowak und die Leiterin des Instituts
für eine offene Gesellschaft Drin. Heide Schmidt.
Mag. Johannes Wahala (Leiter der
Beratungsstelle
) und Dipl. Pädin.
Christine Swarowsky berichteten eingangs über ihre Beratungserfahrungen mit von
Homophobie und antihomosexueller Gewalt Betroffenen und wiesen auf die Wichtigkeit hin,
Homophobie aufzuzeigen und die Gesellschaft daraufhin zu sensibilisieren.
Denn, so Wahala Homophobie hat viele Gesichter! Sie zeigt sich in
entwertenden Lesben-/Schwulen-Witzen, in unhaltbaren Vorurteilen und
Zerrbildern, die oft nichts mit der Lebensrealität von Lesben und Schwulen zu tun haben,
in verbalen Beschimpfungen, in offenen Ausgrenzungen so gibt es in Österreich für
Homosexuelle noch immer kein Partnerschaftsgesetz , in Mobbing am Arbeitsplatz bis
hin zu Drohungen und offener körperlicher Gewalt.
Derartige Diskriminierungen
hinterlassen bei gleichgeschlechtlich empfindenden Menschen nicht selten Gefühle der
Schuld und Scham. Aufgrund der immer noch fehlenden sozialen Unterstützung und
gesellschaftlichen Anerkennung fühlen sich viele mit ihren Erfahrungen alleine gelassen-
Das führt oft zu massiven Selbstwertkrisen, Einsamkeit und Isolation., so die
Pädagogin Christine Swarowsky. Das ist der Hauptgrund, warum die
Selbstmordversuchsrate bei Homosexuellen in Österreich etwa siebenmal höher ist als bei
Heterosexuellen., ergänzt Wahala. Die Internetkampagne STOPPT
HOMOPHOBIE! baut auf drei Schwerpunkten auf:
Aufklärung und Information über antihomosexuelle Gewalt,
Dokumentationsmöglichkeit mittels anonymen Fragebogen, dessen Daten gesammelt und
ausgewertet werden, und somit erstmalig ein Bild über homophobe Übergriffe in
Österreich vermittelt,
Hilfe bei der Verarbeitung homophober Gewalterlebnisse mithilfe
qualifizierter Beratungsangebote in ganz Österreich.
Wie Wahala ist auch Berger der Ansicht, dass derartige Gewalterlebnisse zu massiven psychischen und psychosomatischen Auswirkungen, bis hin zu einem erhöhten Suizidverhalten bei Jugendlichen führen. Als Kinder- und Jugendpsychiater sieht er sich als Anwalt von Jugendlichen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung anders sind, und sieht seine Aufgabe in einem Land des Ausgrenzens im Schutz der betroffenen Jugendlichen. Nowak fügt ergänzend hinzu, dass in Österreich das gleiche Recht nicht für alle gleich ist und vor allem die Rechte von behinderten, älteren und gleichgeschlechtlich empfindenden Menschen in Österreich den internationalen Menschenrechten nicht entsprechen. In diesem Sinne fordert Lunacek ein umfassendes Antidiskriminierungs- und Lebenspartnerschaftsgesetz zum Schutz von gleichgeschlechtlich empfindenden Menschen. Dieser Schutz würde eine größere öffentliche Sichtbarkeit von Lesben und Schwulen ermöglichen, und somit Ängste, Vorurteile und Zerrbilder abbauen. Sie appelliert an die Gesellschaft, sich mit gleichgeschlechtlichen Lebensweisen auseinander zu setzen, denn Normalität schließt Anderssein mit ein. Lunacek begrüßt die Kampagne, da sie Betroffenen darin unterstützt, ihr Leben angstfrei zu leben.


Fassungslos sei sie selbst, so Schmidt, über die inakzeptable Haltung eines Großteils der Gesellschaft Lesben und Schwulen gegenüber und darüber, dass Homophobie und antihomosexuelle Gewalt aktueller ist denn je. Gesellschaftspolitische Strategien gegen Homophobie und antihomosexuelle Gewalt wären , laut Schmidt, u.a. die Reformierung des Eherechts ohne Sonderregelung im Sinne einer absoluten Gleichstellung. Denn Anderssein ist ein Zeichen von Individualität und darf kein Maßstab für unterschiedliches Recht sein. Abschließend stellten Wahala und Swarowsky das unterstützende Personenkomitee der Kampagne STOPPT HOMOPHOBIE! vor, dem Männerminister Erwin Buchinger, Frauenministerin Doris Bures, die Wiener Stadträtin für Frauen und Integration Sandra Frauenberger, Schauspieler Karl Merkatz, die Wiener Kinder- und Jugendanwältin Monika Pinterits, Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, die Sexualtherapeutin Gerti Senger sowie Angela Schwarz und Mag. Wolfgang Wilhelm von der Wiener Antidiskriminierungsstelle angehören.
| Das war das |
Das
-Team lud am Mittwoch, den 20.06.07
zum OPEN HOUSE alle Interessierten ein, um von der Beratungsstelle und ihre Angeboten
einen Eindruck zu gewinnen, sich mit anderen Menschen auszutauschen und das neue Projekt STOPPT
HOMOPHOBIE! eine Kampagne gegen Homophobie und antihomosexuelle Gewalt
kennen zu lernen. Genauere Informationen zu dieser Kampagne finden Sie auf www.homophobie.at.
5
Jahre
Am 10. Dezember 2005 fand im Palais Eschenbach im Rahmen der 5 Jahres Feier der Beratungsstelle Courage der Festakt Freigeboren statt. Die Tagungsmappe der Veranstaltung können sie hier oder unter Downloads herunterladen. Hier nun einige Impressionen des Abends:















Fotos: Michael Hierner mehr Bilder auf www.xtra-news.at
Dr.
Alfred Gusenbauer besucht die Beratungsstelle
und tritt dem Unterstützungskomitee
bei
Am Di., 03.05.05, besuchte Dr. Alfred Gusenbauer,
Bundesparteivorsitzender der SPÖ, zusammen mit der Bezirksvorsteherin von Mariahilf,
Renate Kaufmann, und dem Landtagsabgeordneten Godwin Schuster die Beratungsstelle
.
Dr. Gusenbauer zeigte sich an den Tätigkeiten und Anliegen
von
äußerst interessiert und trat dem Unterstützungskomitee
, in dem namhafte Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Kunst
& Kultur sowie den religiösen Glaubensgemeinschaften die Anliegen, Ziele und
Tätigkeiten der Beratungsstelle COURAGE unterstützen, bei. Diesem ist 2004 auch
Bundespräsident Dr. Heinz Fischer beigetreten. Weitere Mitglieder des
Unterstützungskomitees
finden Sie hier.
Damit setzt sich Dr. Gusenbauer für die Akzeptanz von gleichgeschlechtlichen und transGender Lebensweisen ein und unterstützt die Gleichstellung der unterschiedlichen Lebens- und Partnerschaftsformen in Österreich.




bei Bundespräsident Dr. Heinz Fischer
Bundespräsident sagt
Unterstützung zu
Bundespräsident Heinz Fischer hat am 15.
Februar 2005 VertreterInnen der Beratungsstelle
, des
Rechtskomitees Lambda, der sozialdemokratisch Homo-sexuellenorganisation SoHo und der
Homosexuellen Initiative Wien zu einem langen Gespräch empfangen. Dei gesamte
Presseaussendung finden Sie hier.






| Dr.
Heinz Fischer unterstützt |
Das Unterstützungskomitee
wurde für anerkannte
Persönlichkeiten des Öffentlichen Lebens eingerichtet, die durch ihre Teilnahme ihre
Unterstützung für die gesellschaftliche Akzeptanz und Gleichstellung
gleichgeschlechtlich l(i)ebender Jugendlicher, Frauen und Männer sowie ihren Familien
dokumentieren.
Das prominent besetzte Unterstützungskomitee von
finden sie hier. Persönliches Statement von Dr. Heinz
Fischer zu seinem Beitritt in das Unterstützungskomitee
:
Die von Bund und Stadt Wien anerkannte Beratungsstelle
,
die gleich-geschlechtlich lebenden Frauen und Männern in schwierigen Lebens-umständen
beratend und helfend zur Seite steht, verdient Dank, Anerkennung und Unterstützung.
Auch ich möchte diese Unterstützung zum Ausdruck bringen, weil ich überzeugt bin, dass die in den europäischen Grundrechtsdokumenten verankerte Ablehnung jeder Diskriminierung ernst genommen werden muss. Dies gilt auch für die Ablehnung jeder Diskriminierung von gleich-geschlechtlich orientierten Menschen. Ich wünsche mir, dass wir auch in Österreich sowie in anderen europäischen Staaten Wege finden, um das dauerhafte Zusammenleben von gleichgeschlechtlich orientierten Männern und Frauen zu ermöglichen und durch das Institut einer eingetragenen Partnerschaft die Lebenssituation dieser Menschen zu erleichtern bzw. ihr Ziel einer auf Dauer eingerichteten Partnerschaft zu unterstützen.
auf der Regenbogenparade 2004
Auch dieses Jahr war
wieder auf der Regenbogenparade vertreten. Hier ein paar
Impressionen:





| Wider die Vernunft
und Menschlichkeit: Johannes Wahala zum neuen Vatikandokument über Homosexualität |
Mag. Johannes Wahala, Vorsitzender der
Österreichischen Gesellschaft für Sexualforschung und Leiter der Beratungsstelle
für gleichgeschlechtliche und
transgender Lebensweisen zum neuen Vatikandokument über Homosexualität. Mehr dazu hier (PDF). Hier der Link zum Vatikandokument.
Das
Neujahrstreffen
Um die Möglichkeit der professionellen
psychosozialen, medizinischen und juridischen Beratung möglichst allen Lesben, Schwule,
Bisexuelle, TransGenderPersonen und ihren Angehörigen und FreundInnen bekannt und somit
zugänglich zu machen, lud das
-Team alle am 23.
Jänner ab 18 Uhr zu einem gemütlichen Neujahrstreffen ein.
Damit wollte
einen Ein-Blick in ihre Tätigkeiten und
Räumlichkeiten, einen kurzen Rück-Blick auf ihre Beratungstätigkeit im
Jahr 2003 und einen Vor-Blick auf ihre neuen Beratungs- und
Gruppenangebote, Projekte, Seminare etc. geben.
PROFESSIONELL: ... ein
Ein-Blick:
und das Team stellen sich vor
FRIENDLY: Sektempfang, Büffet, Begegnung, DJ-Line
ENGAGIERT 2003: ... ein Rück-Blick, Jahresbericht, Erfolge, Erfahrungen
COURAGIERT 2004 ... ein Vor-Blick, neue Gruppen, Projekt, Seminare,
Studien
3
Jahre
- Tag der offenen Türe
Anlässlich seines 3-jährigen Bestehens
öffnete die Beratungsstelle
am 16. Mai 2003 von 15-19h ihre Türen für alle
KollegInnen und AusbildungskandidatInnen der psychosozialen Einrichtungen und des
Gesundheitswesen sowie die Schwu/Les/Bi/schen Community und alle Interessierten! Um 15.30
Uhr eröffnete Stadträtin Mag. Renate Brauner und Bezirksvorsteherin von
Mariahilf Renate Kaufmann den Tag der offenen Tür. Ein türkisches Büffet -
gesponsert von der Wr. Stadträtin Mag. Maria Vassilakou - Getränken und
Mehlspeisen standen für unsere Gäste bereit. Für die musikalische Untermalung sorgte
ein Streichertrio, welches Stücke von Joseph Haydn spielte.



















Fotos:
Michael Hierner,
fotografiert mit Palm Zire 71.
| Vortrag von Mag.
Johannes Wahala: "Homoerotik Homosexualität Homophobie" |
Vortrag von Mag. Johannes Wahala am 3.
Weltkongress für Psychotherapie vom 14.-18.7.2002 in Wien. Eine kritische Konfrontation
mit "krankmachenden" Doktrinen, herrschenden Gesellschaftsstrukturen und
Vorurteilen. Mehr dazu unter "Seminare".
Foto rechts: Mag. Johannes Wahala beim 3. Weltkongress für Psychotherapie. Klicken Sie auf das Foto um es zu vergrössern!
| Udo Rauchfleisch,
Jacqueline Frossard, Gottfried Waser, Kurt Wiesendanger, Wolfgang Roth: "Gleich und doch anders" |
Lesben, Schwule und
Bisexuelle brauchen gut informierte und vorurteilsfreie Psychotherapeuten und Berater, die
mit ihren spezifischen Lebensstilen vertraut sind und die gängigen Behandlungskonzepte
daran anpassen können. Das Buch ist das erste im deutschsprachigen Raum, das sich in
derart umfassender Weise den Fragen der Beratung und der Psychotherapie dieser
Klientengruppe widmet; es ist daher für Ärzte, Psychotherapeuten, Paar- und
Familientherapeuten und in sozialen und beratenden Berufen Tätige von Bedeutung.
Wichtiger Hinweis Aufgrund der aktuellen Rechtssprechung bezüglich Links zu anderen Homepages ist es notwendig, folgende Feststellung zu treffen: Auf Inhalte, die außerhalb unserer Site liegen können wir keinen Einfluss nehmen. Um für den Fall der Rechtswidrigkeit solcher Inhalte nicht mitverantwortlich für deren Verbreitung zu sein, distanzieren wir uns ausdrücklich davon.