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Tel 5856966 (Mo-Do 9-15 h)

Tipp-Archiv
 

CHECK IT OUT!

Wissensbörse für Jugendliche zum Thema Homo- & Bisexualität, Trans*Identitäten und Intergeschlechtlichkeit

CHECK IT OUT Kostenloses Angebot! Jetzt auch in Tirol!!!

Die Beratungsstellen COURAGE engagieren sich aktiv für mehr Akzeptanz und Respekt für Vielfalt und treten nun, nach einem erfolgreichen Start in Wien, mit ihrem Projekt CHECK IT OUT! auch in Tirol in Aktion.

„Schwuchtel!“, „Homo!“, „Lesbe!“ – diese Schimpfwörter kennen die meisten Jugendlichen aus der Schule oder dem Jugendzentrum. Viele wissen aber wenig über das wahre Leben und Lieben von Schwulen, Lesben, Menschen mit Trans*Gender-Themen und Inter*sexualität. Über alternative Lebensentwürfe und Modelle von Sexualität und Partnerschaft wird häufig geschwiegen – meist aus Angst selbst diskriminiert zu werden.

Sex und Liebe sind bunt und vielfältig - und jeder Mensch hat das Recht auf Respekt für seinen eigenen individuellen Weg.

Erfahrene Referent*innen (je eine Frau und ein Mann) der Beratungsstelle informieren in 2stündigen Workshops professionell über Homo- und Bisexualität, Trans*Gender, Trans*Identitäten, Inter*Geschlechtlichkeiten, Queerness, Partner*innenschaften, Regenbogenfamilien u.v.m., und sprechen über die häufig damit verbundene Homo-, Bi-, Trans- und Interphobie und Diskriminierung.

Die Referent*innen holen die Jugendlichen in ihren Lebenswelten ab. Interaktiv werden die vielen Vorurteile und Zerrbilder in Hinblick auf Schwule, Lesben, Bisexuelle und Trans*- und intergeschlechtliche Personen auf ihre Wirklichkeit überprüft. Schwerpunkt ist die Sensibilisierung der Jugendlichen, welche erst ein selbstbewusstes Auftreten gegen Homo-, Bi-, Trans- und Interphobie, sowie den Einsatz für Respekt und das Leben von Vielfalt ermöglicht.

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In Memoriam Bundesministerin Dr.in SABINE OBERHAUSER

1963 – 2017

Sabine Oberhauser Tief betroffen über den Tod von Bundesministerin Dr.in Sabine Oberhauser bedankt sich das Team der Beratungsstellen COURAGE für Ihre unermüdlich couragierte Unterstützung.

Die Mitarbeiter*innen der Beratungsstellen COURAGE in Wien, Graz, Salzburg und Innsbruck sind überaus betroffen und traurig, dass unsere Frauen- und Gesundheitsministerin Dr.in Sabine Oberhauser ihren unerschrockenen Kampf gegen den Krebs verloren hat. Wir sind dankbar, dass wir Sabine Oberhauser begegnen und erleben durften. Wir haben sie als eine Frau mit viel Kraft, Energie und Leidenschaft für eine humane Politik erlebt. Eine Frau, die sich für Frauenrechte, Menschenrechte sowie die Vielfalt von L(i)ebensformen und LGBTIQ-Rechten vorbildhaft eingesetzt hat.

Unser Mitgefühl und unsere ganze Anteilnahme sind in den schweren Stunden des Verlustes und der Trauer bei ihrer Familie.

Mit Sabine Oberhauser verlieren wir eine humanistische und weltoffene Politikerin und eine ehrliche Verbündete im couragierten Engagement für den Respekt vor der Vielfalt der sexuellen Orientierungen, geschlechtlichen Identitäten sowie der Vielfalt menschlicher Lebensweisen, Partner*innenschaften und Familienformen!

Danke Sabine! Wir sind unglaublich betroffen über Dein frühes Von-uns-Gehen. Wir trauen ehrlichen Herzens um Dich und wir vermissen Dich jetzt schon!

Mag. Johannes Wahala
Leiter der Beratungsstellen COURAGE Wien, Graz, Salzburg und Innsbruck

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Neue Möglichkeiten und Grenzen der geschlechtsangleichenden Operationen

Informationsveranstaltung im Rahmen des Fortbildungscurriculums TRANS*GENDER

Symbolfoto TransGender

In der plastischen und ästhetischen Chirurgie gibt es in Bezug auf die geschlechtsangleichenden Operationen bei transident empfindenden Menschen neue Entwicklungen, die das Leben dieser Menschen im Wunschgeschlecht deutlich erleichtern und Ihnen mehr Lebensqualität, so z.B. im Körperwahrnehmungserleben, im Gefühlserleben, in Partnerschaft und Sexualität etc., geben.

Ziel der Informationsveranstaltung ist es, einen Einblick in die neuen Methoden bei geschlechtsangleichenden Operationen zu bekommen. Dr. Jürgen Schaff ist ein renommierter Experte auf dem Gebiet der plastischen und ästhetischen Chirurgie, der jahrzehntelange Erfahrungen mit geschlechtsangleichenden Operationen bei transident empfindenden Menschen - sowohl Frau zu Mann als auch Mann zu Frau - hat.

Zielgruppen dieser Veranstaltung sind Expert*innen, transident empfindende Menschen und deren Angehörige sowie alle Interessierte.

Referent: Dr. Jürgen SCHAFF, München
Arzt, Allgemeiner Chirurg, Plastischer und Ästhetischer Chirurg

Moderation: DSAin Elisabeth VLASICH und Mag. Johannes WAHALA

Termin: Samstag, 18. März 2017, 10.00-18.30 Uhr (8 Arbeitseinheiten)

Ort: ega-Zentrum, 1060 Wien, Windmühlgasse 26

Zeiten:
10.00 - 13.30 Uhr
13.30 - 15.00 Uhr (Mittagspause)
15.00 - 18.30 Uhr

Kosten:
Regulär - EUR 100,00 (Cis); EUR 50,00 (Trans*)
Studierend/Arbeitslos - EUR 50,00 (Cis); EUR 25,00 (Trans*)

Anmeldungen per Anmeldeformular bis 13. März 2017

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen ÖGS Sexualakademie, ÖBVP und den Beratungsstellen COURAGE.


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Fest zum 15jährigen Jubiläum Verein COURAGE

...ein großes Dankeschön an alle Beteiligten!

(v.l.n.r.) Mag. Johannes Wahala, Godwin Schuster, Markus Rumelhart, Jennifer Kickert

Anlässlich unseres 15-jährigen Bestehens öffnete die Beratungsstelle COURAGE Wien am 10. Dezember 2016, dem internationalen Tag der Menschenrechte, ab 17.00 Uhr ihre Tore für Klient*innen, Kolleg*innen, die LGBTIQ-Community und Interessierte!

Mag. Johannes Wahala, Leiter der Beratungsstellen, präsentierte die Entwicklung und die Notwendigkeit von COURAGE: In 15 Jahren wurden über 15.000 Menschen psychosozial und rechtlich begleitet! Im Anschluss wurde das Jubiläums-Video „15 Jahre COURAGE“ erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Als Festredner*innen durften wir Jennifer Kickert von den GRÜNEN Wien, sowie Godwin Schuster und Markus Rummelhart von der SPÖ Wien begrüßen. Mag.a Ulrike Lunacek (Die GRÜNEN) übermittelte eine äußerst inspirierende Videobotschaft.

Ein Buffet mit zahlreichen Köstlichkeiten – gesponsert von Tommi Hirsch Catering und dem Team der COURAGE – stand für die Gäst*innen bereit.

Die Fotos wurden von der talentierten Fotografin Marlene Fröhlich (Lux&Lumen Photography) gemacht.

Wir möchten uns bei all unseren Gäst*innen ganz herzlich dafür bedanken, dass sie mit uns dieses Jubiläum gefeiert und unser Fest zu einem besonders schönen Abend gemacht haben!

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HO HO HO - Born naked, the rest ist DRAG! Happy Holidays!

COURAGE macht Winterpause vom 23.12.2016 bis 08.01.2017

HO HO HO

Die Beratungsstellen COURAGE verabschieden sich in eine kleine Winterpause. Unsere Beratungsstellen in Wien, Graz, Salzburg und Innsbruck stehen Ihnen ab 9.Januar zu den gewohnten Öffnungszeiten wieder zu Verfügung.

In Krisensituationen wenden Sie sich bitte in Wien an das Kriseninterventionszentrum unter 01/406 95 95 oder an den Sozialpsychiatrischen Notdienst unter 01/31 330.

Österreichweit können sich Kinder & Jugendliche an Rat auf Draht unter 147, Erwachsene an die Telefonseelsorge unter 142 wenden

Das Team der Beratungsstellen COURAGE wünscht Ihnen mit diesem Sujet von Pabuku erholsame Feiertage und einen guten Rutsch ins Jahr 2017.

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VIELFALT LEBEN – VIELFALT FEIERN

15 Jahre COURAGE – 15.000 Lebensgeschichten!

15 Jahre COURAGE Wir möchten uns bei allen ganz herzlich bedanken, die am 10. Dezember 2016, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, mit uns gefeiert und dieses Fest möglich gemacht haben!

Anlässlich ihres 15-jährigen Bestehens öffnete die Beratungsstelle COURAGE Wien am 10. Dezember 2016, dem internationalen Tag der Menschenrechte, ab 17.00 Uhr ihre Tore für Klient*innen, Kolleg*innen, die LGBTIQ-Community und Interessierte!

Mag. Johannes Wahala, Leiter der Beratungsstellen, präsentierte die Entwicklung und die Notwendigkeit von COURAGE: In 15 Jahren wurden über 15.000 Menschen psychosozial und rechtlich begleitet! Im Anschluss wurde das Jubiläums-Video „15 Jahre COURAGE“ erstmals der Öffentlichkeit präsentiert (www.courage-beratung.at).

Ein Buffet mit zahlreichen Köstlichkeiten – gesponsert von Tommi Hirsch Catering und dem Team der COURAGE – stand für die Gäst*innen bereit.

Hier einige Impressionen vom gelungenen Fest:

(siehe Fotos im Mailanhang)

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Stellenausschreibung COURAGE WIEN

Die Beratungsstelle COURAGE Wien sucht:

Administrator*in

  • Ausmaß 20-25 Wochenstunden
  • Gehalt ab € 1.746,20 brutto (Basis Vollzeit) je nach Qualifikation und Erfahrung laut SWÖ Kollektivvertrag, Verwendungsgruppe 4-5
  • Dienstort: 1060 Wien, Windmühlgasse 15/1/7
Der Verein COURAGE administriert vier Beratungsstellen in Wien, Graz, Salzburg und Innsbruck. Die Beratungsstellen COURAGE sind vom Bund nach dem Familienberatungsförderungsgesetzt anerkannte und geförderte Beratungsstellen für gleichgeschlechtliche Lebensweisen sowie für Trans*Gender und Intersex* Personen. Weitere Schwerpunkte sind: Sexualitäten & Beziehungen sowie Gewalt und sexuelle Übergriffe.

AUFGABENBEREICHE
· Büromanagement und Sekretariatsarbeiten
· Termin- und Emailverwaltung
· Vernetzungs- und Öffentlichkeitsarbeit
· Mitarbeit bei Projekten und Veranstaltungen
· Buchhaltung
· Mitarbeit bei Budgeterstellung und Rechnungsabschlüssen
· Mitarbeit bei Förderungseinreichungen
· Sponsoring

FÄHIGKEITEN / KENNTNISSE
· Gute PC Kenntnisse: MS-Office, MS-PowerPoint, Internet
· Einfache Buchhaltung
· Gutes Ausdrucksvermögen in Wort und Schrift
· Englischkenntnisse
· Selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten
· Zuverlässigkeit, rasche Auffassungsgabe
· Teamfähigkeit
· Flexibilität
· Organisationsfähigkeit
· Strukturierte Arbeitsweise
· Diskretion im Umgang mit vertraulichen Informationen und Daten
· Soziales Engagement
· Identifikation mit den Anliegen und Zielen von COURAGE

Schriftliche Bewerbungen samt Lebenslauf und Motivationsschreiben
bis 14. Dezember 2016 per Email an:

Mag. Johannes Wahala, Leiter der Beratungsstellen COURAGE
info@courage-beratung.at

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VIELFALT LEBEN – VIELFALT FEIERN

15 Jahre COURAGE – 15.000 Lebensgeschichten

Geburtstagsfest In 15 Jahren COURAGE wurden über 15.000 Menschen professionell beraten. Über 15.000 Lebenswege und Lebensgeschichten haben unsere Berater*innen begleitet – niemand wurde mit seinen Fragen, Problemen und Ängsten alleine gelassen.

COURAGE Wien, die erste vom Bundesministerium für Familien & Jugend anerkannte professionelle Beratungsstelle für LGBTIQ Personen, ihre Familien, Angehörigen und Freund*innen, nahm im Jahr 2000 ihren Betrieb auf. 2010 wurden COURAGE Beratungsstellen in Graz und Innsbruck eröffnet; 2015 in Salzburg. Damit erfüllt sich unsere Forderung, professionelle Beratungsstellen bezüglich sexueller Orientierungen und geschlechtlichen Identitäten in ganz Österreich zu gewährleisten, mehr und mehr. Das wollen wir feiern!

COURAGE hatte bereits 2015 ihr 15jähriges Jubiläum. Das geplante Geburtstagsfest mussten wir wegen der Umsetzung der Barrierefreiheit jedoch verschieben. Seit 1.1.2016 sind alle unsere Beratungsstellen barrierefrei und somit für alle Menschen zugänglich und erreichbar! Auch das soll gebührend gefeiert werden.

Nun ist es soweit: COURAGE feiert ihren 15. Geburtstag – und ihren ersten barrierefreien Geburtstag!

All diese Erfolge bewegen uns, Sie/Euch am 10. Dezember 2016, dem internationalen Tag der Menschenrechte, zu einem feierlichen Geburtstagsfest zu uns in die Beratungsstelle COURAGE in Wien – wo im Jahr 2000 die COURAGE Erfolgsgeschichte begonnen hat – einzuladen. Im Zuge dessen wird auch das anlässlich des 15-Jahre-Jubiläums produzierte COURAGE-Video erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden.

WANN: Samstag, 10. Dezember 2016 ab 17 Uhr
WO: Beratungsstelle COURAGE Wien, Windmühlgasse 15/1/7, 1060 Wien.

Eintritt frei! Alle sind herzlich eingeladen!
Um Voranmeldung unter info@courage-beratung.at wird gebeten.

Wir freuen uns auf eine persönliche Begegnung!

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Jetzt für das Jugendprojekt CHECK IT OUT spenden!

Crowdfunding-Kampagne läuft noch bis zum 31.10.2016!

Check it out! Wir sind auf eure Unterstützung angewiesen, um das Projekt finanzieren und umsetzen zu können!

Unser Projekt CHECK IT OUT!, die Workshop-Offensive für Jugendliche, wurde für den Respekt.net Community-Award nominiert! Diese Nominierung hat uns sehr gefreut und bestärkt!

Das Voting ist vorbei! Mehr als 3.000 Votes wurden abgegeben! Leider haben wir es nicht unter die ersten drei geschafft. Die Nominierung als einziges Projekt aus dem LGBTIQ-Bereich freut und ehrt uns aber sehr! Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Unterstützer*innen bedanken! Vielen lieben Dank fürs Voten, Teilen und Liken! Außerdem gratulieren wir allen Gewinnerprojekten sehr herzlich und wünschen viel Erfolg bei der weiteren Umsetzung der tollen Projekte!

Unser Ziel ist aber noch nicht erreicht! Bis 31.12.2016 läuft noch unsere Crowdfunding-Kampagne auf Respekt.net.
Auch hier sind wir nach wie vor auf eure Unterstützung angewiesen, um das Projekt finanzieren und umsetzen zu können!

Wir freuen uns sehr, wenn ihr unser Projekt unterstützt! Im Optimalfall wäre das: LIKEN-SPENDEN-TEILEN!!

Hier gehts zu unserer Facebookseite!

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11. Oktober: Internationaler Coming Out Day

COMING OUT – ein lebenslanger Prozess

Flagge Viele Menschen leiden darunter, dass sie ihre sexuellen Wünsche, Vorlieben und Sehnsüchte nicht aussprechen, geschweige denn leben können. Vor allem gleichgeschlechtlich empfindende Menschen und transidente Personen stehen unter einem hohen (psychischen) Druck. Trotz einer immer toleranter werdenden Gesellschaft, wird gleichgeschlechtliche Liebe nach wie vor nicht als gleichberechtigt oder als Selbstverständlichkeit akzeptiert.

Heterosexuell empfindende Menschen müssen sich in der Regel nicht vor/bei ihren Mitmenschen, ihren ArbeitskollegInnen, im FreundInnenkreis als „heterosexuell“ outen, zu ihrer sexuellen Orientierung oder Identität Rede und Antwort stehen, da viele Menschen Heterosexualität als gegeben („normal“, „gottgewollt“, „natürlich“) voraussetzen. Für gleichgeschlechtlich empfindende Menschen und transidente Personen ist es daher umso schwerer, in ihrem Bekannten- und Freund*innenkreis, ihrem sozialen Umfeld über ihre Sexualität, ihre Empfindungen und Gefühle zu sprechen.

Viele gleichgeschlechtlich empfindende Menschen und transidente Personen nehmen zum ersten Mal während ihrer Pubertät bewusst wahr, dass sie „anders“ sind. Das ist der Beginn eines Prozesses, den die meisten Menschen unter der Bezeichnung „Coming out“ kennen. Für viele gleichgeschlechtlich empfindende Menschen und transidente Personen ist der Prozess des Coming-Outs eine wichtige Entwicklung in ihrem Leben. Den Mut zu finden, mit seinen nächsten Mitmenschen, Freund*innen offen darüber zu sprechen, wie man sich selbst definiert, welche Vorlieben man hat und welchen Lebensstil man bevorzugt, ist kein einfaches Unterfangen.

In einer Gesellschaft, in der zwar Nacktheit und Pornographie im Überfluss vorhanden ist, aber Sexualität nach wie vor eines der größten Tabuthemen darstellt, sind eben auch Eltern, Angehörige und der Freund*innenkreis mit solchen Prozessen der identitätsstiftenden Selbstfindung häufig überfordert, können oft nicht damit umgehen, wenn ihre Kinder, ihre Angehörgien, ihre Freund*innen nicht der gesellschaftlich geprägten Norm entsprechen und darunter leiden, dass sie sich „anders“ fühlen. „Kinder und Jugendliche haben oft Angst, von ihren Eltern abgelehnt oder verstoßen zu werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Eltern ihren Kindern sagen, dass sie immer zu ihnen stehen werden und sie ihr Sohn bzw. ihre Tochter bleiben.“, rät Mag. Wahala.

Die Beratungsstelle COURAGE bietet sowohl Unterstützung für gleichgeschlechtlich empfindende Menschen und transidente Personen als auch für deren Eltern, Angehörige, Lehrer*innen, Freund*innen, Arbeitskolleg*innen. Jeder Mensch, der sich eingesteht, professionelle Unterstützung in diesem Lebensbereich zu brauchen, wird vom multiprofessionellen Team der Beratungsstelle COURAGE willkommen geheißen. Die Beratungsstelle COURAGE unterstützt und begleitet kostenlos Menschen, die sich ihres „Anderssein“ bewusst sind. Sie bietet konkrete Hilfe für all jene, die sich über ihre Sexualität, ihre sexuelle Orientierung und Identität im Unklaren sind, an sich und ihrer „gesellschaftlichen Normalität“ zweifeln. Die Berater*innen der COURAGE begleiten Menschen auf deren Weg des Coming-out-Prozesses, bei deren Entwicklung eines gesunden Verhältnisses zur eigenen Person, der eigenen Sexualität und Identität. Das ermöglicht den Menschen, sich angstfrei zu entwickeln und sich verstanden, nicht mehr alleine zu fühlen.

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Jetzt für das Jugendprojekt CHECK IT OUT voten!

Orte des Respekts Award 2016

Projektsujet CHECK IT OUT!, die Workshop-Offensive für Jugendliche, die mehr Respekt für die Vielfalt der verschiedenen gleichwertigen sexuellen Orientierungen und geschlechtlichen Identitäten vermitteln soll und sich aktiv gegen Homo-, Trans- & Interphobie einsetzt, wurde für den Respekt.net Community-Award nominiert!

Als einziges nominierte Projekt aus dem LGBTIQ-Bereich brauchen wir eure Unterstützung! Bitte votet für CHECK IT OUT!, damit wir vielleicht einen der Preise gewinnen und so die Finanzierung der Schul- & Jugendworkshops sicher stellen können.

In den Workshops werden Jugendliche ab 14 Jahren über die Themen Homo- und Bisexualität, Trans*Gender, Trans*Identitäten und Inter*, sowie über alles was mit diesen Themenkreisen verbunden ist, wie etwa Queerness, Partnerschaften und Sexualität, sowie Regenbogenfamilien, informiert. Die professionellen Referent*innen holen die Jugendlichen in ihren Lebenswelten ab. Interaktiv werden die vielen Vorurteile und Zerrbilder in Hinsicht auf Schwule, Lesben, Bisexuelle, Trans*- und Inter*-Personen auf ihre Wirklichkeit überprüft. Schwerpunkt ist die Sensibilisierung der Jugendlichen, die erst ein selbstbewusstes Auftreten gegen Homo- & Transphobie, sowie den Einsatz für Respekt und das Leben von Vielfalt ermöglicht. Zielsetzung des Jugendprojekts CHECK IT OUT! ist es, die leider noch immer weit verbreiteten homo-, trans- & interphoben Einstellungen und die daraus resultierenden Diskriminierungen, sowie Gewalt gegen Homosexuelle, Trans*- & Inter*-Personen zu mindern.

Eure Stimme hilft uns das Bildungsprojekt CHECK IT OUT! in Wien, Graz und Innsbruck umzusetzen. Denn jeder Mensch hat das Recht auf Respekt und auf ein diskriminierungsfreies und erfülltes Leben. Deine Stimme macht es möglich! In nur 2 Minuten ohne viel Aufwand ermöglicht deine Stimme durch jugendgerechte Aufklärung gewaltfreie Räume zu schaffen!

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Happy Bi Visibility Day!

Der internationale Tag der Bisexualität wird jährlich am 23. September gefeiert.

Bi-Flagge „Bisexualität verdoppelt die Chancen auf ein Rendezvous am Samstag-Abend“, sagt Woody Allen. Doppelte Lust attestiert ihnen die Sensationspresse. Von doppeltem Frust berichten viele Bisexuelle. Diese halben Wahrheiten ergeben ein zerrissenes Bild.

Zwischen allen Stühlen, Gefühlen und Betten finden sich Frauen und Männer wieder, die beide Geschlechter lieben. Tatsächlich gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten, so zu leben. Wer für beide Geschlechter gleich empfindet, sieht sich im Spannungsfeld schwer vereinbarer Bedürfnisse. Dabei kann die sexuelle Vielfalt überaus bereichernd wirken. Über Wohl und Weh entscheidet nicht die sexuelle Orientierung, sondern wie man mit ihr lebt. Halbherzige Homosexuelle jedenfalls sind sie ganz und gar nicht. Sie fühlen sich weder als verklemmte Lesben und Homos, noch als zu allem bereite, experimentierfreundige Heteras und Heteros. Das unbekannte Terrain der gleichgeschlechtlichen Liebe löst Ängste aus, nicht nur bei den Partner*innen. Die Ungläubigkeit einer in hetero- und homosexuell geteilten Welt setzt den Bisexuellen mächtig zu. Verwirrung bleibt – wo immer jemand zwischen den Geschlechtern l(i)ebt.

Der Konflikt Bisexualität und gesellschaftliche Normen löst bei einigen Zweifel an der Fähigkeit aus, ihre Geschlechtsrolle zu erfüllen. Zweifellos kann das Etikett „bi“ für viele der erste Schritt ins schwule oder lesbische Leben sein. Das bisexuelle Verhalten aber macht notwendigerweise noch keine bisexuelle Identität aus. Es gibt eine Gruppe von Menschen, die auf beide Geschlechter festgelegt sind. Damit bleibt eine zahlenmäßig nicht erfasste Gruppe, die nicht nur gelegentlich zwischen Mann und Frau wählt. Wer keine dauerhafte Bindung anstrebt, kann durch die größere Auswahl bereichert werden – wenn er seine Neigung akzeptiert und durch Erziehung oder Umfeld nicht in Gewissensqualen getrieben wird. Wer hingegen die Nähe zu einem einzigen Menschen als Beziehungsideal empfindet, findet sich in der Zwickmühle: Das Ideal steht im Widerspruch zu den eigenen Bedürfnissen. Der Stellenwert bisexueller Liebe richtet sich daher nach den Wertvorstellungen der Beteiligten – und die sind ebenso unterschiedlich wie die Menschen.

Im Zeitalter von „Aids“ hat es so manche Medienkampagne nicht verabsäumt, bisexuelle Männer als „Aids-Bringer“ ins Gerede zu bringen. Es bedurfte mühevoller Aufklärungsarbeit, dass auch hier gilt: Nicht die sexuelle Orientierung, sondern die Sexualpraktik, sprich: das Verhalten, ist für Übertragungen verantwortlich. Nicht nur durch die unbegründete Aids-Panik sondern auch durch das fehlende Netz an Unterstützung (z.B. Selbsthilfegruppen) leiden Bisexuelle an derselben sozialen Unterdrückung wie Homosexuelle. Das Dasein als Stiefkind der starren sexuellen Kategorien muss daher zunehmend aufgegeben werden. Bisexuelle wollen ebenfalls nicht mehr länger im Windschatten der Homosexualität stehen.

Ähnlich wie zu Beginn der Frauen-, Schwulen- und Lesbenbewegung bildet sich allmählich ein bisexuelles Selbstverständnis heraus, dass sich im folgenden Motto zusammenfassen lässt: „Wir sind keine Weltenwanderer, sondern wir haben eine eigene!“ (TF)

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Bundeskanzler Mag. Christian Kern unterstützt die COURAGE!

Bundeskanzler Mag. Christian Kern Wir begrüßen den Bundeskanzler der Republik Österreich, Herrn Mag. Christian Kern, im COURAGE-Unterstützungskomitee!

Wir sind wieder zurück aus der Sommerpause und starten gleich mit sehr erfreulichen Neuigkeiten in den Herbst:

Wir begrüßen den Bundeskanzler der Republik Österreich, Herrn Mag. Christian Kern, im COURAGE-Unterstützungskomitee:

„Vielfalt, Offenheit und Toleranz – das ist das Leben im 21. Jahrhundert. Diskriminierung darf in unserer Gesellschaft keinen Platz mehr haben. Am stärksten ist unsere Gesellschaft, wenn alle gleich an Chancen und Rechten sind. Dazu gehört, dass alle leben und lieben können, wie sie wollen.“
- Mag. Christian Kern

Für viele Menschen ist Homosexualität noch immer ein tabuisiertes, mit Vorurteilen behaftetes und Angst besetztes Thema. COURAGE versteht daher seine Aufgaben neben der professionellen Beratungstätigkeit vor allem auch in der Aufklärungs- und Bildungsarbeit in Bezug auf gleichgeschlechtliche Lebensweisen sowie den Hintergründen der vielfältigen Formen von antihomosexueller Gewalt.

Um die Gleichwertigkeit und somit die Gleichstellung von homo- und heterosexuellen Lebensweisen und Lebensentwürfen zu fördern, ist es wichtig, dass auch anerkannte Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Kunst & Kultur sowie religiösen Glaubensgemeinschaften die Anliegen und Ziele von COURAGE unterstützen und mittragen. Um dies zu ermöglichen, gründete COURAGE im Jahr 2002 ein Unterstützungskomitee.

Wir freuen uns sehr, dass mittlerweile fast 80 Unterstützer*innen unserer Einladung gefolgt sind und sich für die Normalisierung gleichgeschlechtlicher und trangender Lebensweisen aussprechen und damit ein deutliches Zeichen setzen.

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COURAGE macht Sommerpause!

Sommer Die COURAGE macht ab 29. Juli Sommerpause. Unsere Beratungsstellen in Wien, Graz, Innsbruck und Salzburg bleiben den gesamten August über geschlossen.

Ab Montag, 4. September 2017 stehen wir Ihnen zu den gewohnten Öffnungszeiten wieder zur Verfügung.

In Krisensituationen wenden Sie sich bitte in Wien an das Kriseninterventionszentrum unter 01/406 95 95 oder an den Sozialpsychiatrischen Notdienst unter 01/31 330.

Österreichweit können sich Kinder & Jugendliche an Rat auf Draht unter 147, Erwachsene an die Telefonseelsorge unter 142 wenden.

Die Teams der Wien, Graz, Innsbruck & Salzburg wünschen einen schönen und erholsamen Sommer!

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Liebe in Zeiten von Neosexualitäten

Lockere Beziehungen, Cybersex, Fetischisierung und Love-Tags als Ausdruck begehrter Lebensentwürfe?

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Als anthropologische Konstante zählt die Sexualität in unserer Gesellschaft zu den elementaren Komponenten des sozialen Lebens. Sigusch (2005) beschreibt 1996 in den Sexualwissenschaften erstmals die Begriffe „Neosexuelle Revolution“ und „Neosexualitäten“, womit er aktuelle gesellschaftsrelevante Gegebenheiten westlicher Kulturen im Anschluss an die Sexuelle Revolution der 1960er-Jahre beschreibt.

Die heutige Gesellschaft der Neosexualitäten verortet sich inmitten eines weitmaschig bunten Geflechtes pluralisierter Sexual-, Liebes- und Lebensentwürfe, enger und lockerer zwischenmenschlicher Beziehungen, Geschlechtervariationen, sexueller Vorlieben und Neigungen, Cybersex sowie Pornografie. Gleichermaßen sind darin diskursfähige Aspekte der Neosexualitäten, die vorwiegend negativ erachtet werden, etwa sexuell übertragbare Krankheiten, sexualisierte Gewalt in ihren diversen Ausprägungen, beispielsweise sexuelle Übergriffe oder Missbrauch, sowie die neue mediale Landschaft hinsichtlich Sexting, Grooming, Cybermobbing und Cyberstalking inkludiert...

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Linz will COURAGE!

Der Linzer Gemeinderat will eine Zweigstelle von COURAGE in Linz haben.

COURAGE Bundesländer Die HOSI Linz gab am Freitag bekannt: "Nun ist es offiziell: Der Linzer Gemeinderat will eine Zweigstelle von COURAGE in Linz haben."

Die HOSI Linz gab am Freitag auf ihrer Homepage bekannt, dass Grüne, Neos und KPÖ mit ihrem Resolutionsantrag zur Einrichtung einer Zweigstelle von COURAGE die Sympathie und Unterstützung der Sozialdemokratie fanden. Die mehrheitlich beschlossene Resolution richtet sich ans Familienministerium, während die für einen Beratungs- und Therapiebetrieb nötigen Räumlichkeiten von der Stadt Linz zur Verfügung gestellt werden sollten.

„Wir freuen uns über den erklärten politischen Willen, den Vorbehalten und, ja, auch dem Hass, der Homo- und Transsexuellen immer noch entgegengebracht wird, mit einer professionellen Einrichtung in Linz entgegenzutreten. Wir von der HOSI Linz und unser Beratungsteam, wir arbeiten mit Betroffenenkompetenz, wir machen Peer-Beratung, und wir wünschen uns für ein abgerundetes Beratungsangebot die Kooperation mit COURAGE. In Wien, Graz, Innsbruck und Salzburg funktionieren die Gespanne aus Peer- und Profi-Beratung recht gut, und schon längst pflegen wir enge freundschaftliche Kontakte mit Johannes Wahala und seinem Team. Und unsere Räumlichkeiten sind für anspruchsvolle Arbeit, die wir ja auch leisten, kaum geeignet“, erklärt Stefan Thuma, Vereinssprecher der HOSI Linz.

„Die in Linz ansässigen Beratungseinrichtungen sind auf Trans- und Homosexualität leider nicht spezialisiert. Im Gegenteil, wir bekommen von ihnen Klientinnen und Klienten geschickt“, weiß Vereinssprecher Thuma.

Bis 2015 war das Beratungsangebot der COURAGE Wien, Graz und Innsbruck beschränkt. Seit Herbst 2015 ist die COURAGE auch in Salzburg vertreten und in Zukunft womöglich auch in Linz. „Aufgrund des Fehlens von spezifischen Beratungseinrichtungen in den Schwerpunktbereichen Sexualitäten/Beziehungen, gleichgeschlechtliche Lebensweisen, Trans*Gender/Trans*Identitäten, Inter*Sex, Regenbogenfamilien sowie Gewalt und sexuelle Übergriffe, müssen viele Menschen in den anderen Bundesländern oft lange Anfahrtszeiten in Kauf nehmen oder ganz auf Beratung verzichten.“, erläutert Mag. Wahala die Beweggründe, weitere COURAGE-Stellen zu eröffnen und zeigt sich sehr erfreut über den Wunsch bzw. die Forderung des Linzer Gemeinderates nach einer COURAGE-Beratungsstelle in Linz.

"Ziel muss es sein, ein bundesweit flächendeckendes Angebot für alle Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans*Gender- und Inter*Sex-Personen und ihre Angehörigen zu ermöglichen."

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In Gedanken bei den Opfern von Orlando und deren Angehörigen!

Symbolfoto Trauer Nicht nur zuletzt aufgrund diesen Anschlages auf die Vielfalt menschlichen Lebens und Liebens, bedarf es weiterhin und noch intensiverer Bemühungen für eine globale Zusammenarbeit und ein beherztes Engagement zum Schutz der Menschenrechte. Die Menschheit ist und bleibt vielfältig, bunt und kreativ.

Dieser Angriff soll uns eine Mahnung sein, Kategorisierungen und Ideologien zurückzustellen und uns auf das Verbindende zu konzentrieren: die Liebe zum Menschen und zum Leben! Lasst uns einander mit Respekt vor der Vielfalt menschlichen Seins begegnen.

#orlando

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IDAHOT, der internationale Tag gegen Homo- und Trans*phobie am 17.Mai!

„Es ist einiges geschafft, doch es liegt noch viel Arbeit vor uns!“

Rainbow Flag

Am 17. Mai 1990 strich die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität von ihrer Liste der psychischen Krankheiten. „Jedoch auch 26 Jahre später, sind Homo- und Trans*phobie noch traurige Realität im Alltag vieler Menschen, die in ihren Lebensentwürfen nicht den traditionellen Vorstellungen von Geschlecht und/oder sexueller Orientierung entsprechen“, so Johannes Wahala, Leiter der Beratungsstellen COURAGE.

Viele Vorurteile und Diskriminierungen halten sich hartnäckig: Oft im alltäglichen Zusammenleben, noch öfter in den Köpfen der Mitmenschen. Als offene physische und/oder psychische Gewalt, zum Teil subtil verpackt als „Witze“, oder institutionalisiert in Gesetzen.

War Homosexualität im Mittelalter noch „Sünde“ oder „wider der Natur“, so glauben heute noch immer viele Menschen, Homosexualität sei eine psychische Störung/Krankheit oder gar pervers und daher heilbar, wenn die derart „Betroffenen“ nur wollten. Auch vor dem Gesetz werden nach wie vor Unterschiede gemacht: So steht z.B. bei der Heirat nicht die Liebe und Verbundenheit von Menschen im Vordergrund, sondern die Frage, ob es sich um eine gleichgeschlechtliche oder gegengeschlechtliche Beziehung handelt, entscheidet, ob das Paar eine „Ehe“ oder eine eingetragene PartnerInnenschaft eingehen darf – mitsamt der 33 rechtlichen Unterschiede als Konsequenz.

Ebenso stoßen Menschen, deren Geschlechts*Empfinden nicht mit ihrem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht übereinstimmt, in unserer Gesellschaft häufig auf Unverständnis, Ablehnung und Hürden, institutionelle wie auch zwischenmenschliche, die es ihnen erschweren, so leben zu können, wie es ihrer persönlich empfundenen Körperwahrnehmung und ihrer individuellen Gender*Identität entspricht.

Dabei gibt sich die Gesellschaft offen und tolerant. Doch der Unterschied zwischen Toleranz und Akzeptanz steckt im Detail: Während die lediglich Tolerierten niemals als gleichwertige Menschen angesehen werden, sind die Akzeptierten Teil der Gesellschaft und gar nicht mehr aus dieser wegzudenken.

„Zu erkennen, dass menschliches Leben vielfältig, facettenreich – und jeder einzelne Mensch für sich wertvoll ist – sehe ich als Grundlage für eine offene Gesellschaft, in der wir ohne Angst verschieden sein können“, gibt sich Wahala überzeugt. „Es ist einiges geschafft, doch es liegt noch viel Arbeit vor uns! – Nicht nur am Internationalen Tag gegen Homo- und Trans*phobie“.

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Lebenswirklichkeiten von lesbischen, schwulen, bisexuellen und trans*- Jugendlichen in Österreich

Podiumsdiskussion am 10.05.2016

Podiumsdiskussion am 10.05.2016 Grüne fordern präventive Gesundheitsarbeit und Stärkung der psychischen Gesundheit von LGBTIQ*-Jugendlichen.

Am 10. Mai 2016 fand im Palais Epstein die Präsentation der Coming Out-Studie des deutschen Jugendinstituts mit anschließender Podiumsdiskussion zu Lebenswirklichkeiten von LGBTIQ*-Jugendlichen in Österreich statt.

„Die Diskussion zeigte eindeutig auf, dass es dringend notwendig ist, sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität im Bildungsbereich und in der Jugendarbeit und Jugendforschung zu thematisieren. LGBTIQ*-Jugendliche sind unsichtbar und leiden darunter. Der Prozess der Pubertät ist schon anstrengend genug und sich auch noch dauernd erklären zu müssen und Ablehnung innerhalb der Familie, des FreundInnenkreises und der Schule zu erfahren, ist sehr schmerzhaft“, berichtet Ewa Dziedzic, Bundesrätin und Grüne LGBTI-Sprecherin.

LGBTIQ* Jugendliche stehen vor den gleichen Aufgaben im Prozess des Erwachsenwerdens wie alle Jugendlichen. Als spezielle Herausforderung kommt allerdings noch dem Coming-out Prozess als Lesbe, Schwuler, Trans* oder die Entdeckung der eigenen Inter*geschlechtlichkeit hinzu. Junge LGBTIQ* Personen werden häufiger Opfer verbaler und körperlicher Aggression in der Schule und nur wenige können sich auf die Unterstützung ihrer Familie und Freund_innen verlassen. Viele Expert*innen, die mit jungen Menschen arbeiten, haben nur geringe, bis gar keine Kenntnisse über die Situation junger LGBTIQ* Personen und die Risikofaktoren, denen sie ausgesetzt sind, wenn sie sich „outen“. Besonders schwierig ist die Situation im ländlichen Raum.

Wie ist der Status Quo in Österreich, welche Strategien, Instrumente und Maßnahmen brauchen wir, um Vorurteile und Diskriminierungen abzubauen und LGBTIQ* Jugendliche auch in der Jugendarbeit, Politik und Bildungsarbeit mitzudenken und sie in ihren Lebensrealitäten abzuholen?

Am Podium diskutierten dazu:

  • Claudia Krell, Jugend-und Geschlechterforscherin, DJI München
  • Johannes Wahala, Beratungsstelle Courage Wien, Graz, Salzburg, Innsbruck
  • Nin Langer, Vorstandsmitglied queerconnexion, Schulprojekt der Hosi Wien
  • Lian Brugger, queer-feministische Initiativen & Kollektive, arbeitsmarktpolitisches Empowermentprojekt für junge Menschen
  • Ewa Dziedzic, Bundesrätin und Grüne Sprecherin für LGBTI Angelegenheiten

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Walk4IDAHOT unter dem Motto "Escape Queerphobia"

Salzburg am 21. Mai 2016

Walk4IDAHOT Am Samstag, dem 21. Mai 2016 geht der walk4IDAHOT in Salzburg bereits in die 4. Runde!

Veranstaltet wird die Demo wiederum von Bernhard Damoser (HOSI Salzburg), den Grünen andersrum, der ÖH Salzburg und der SOHO Salzburg.

Treffpunkt ist um 16 Uhr am Bahnhofsvorplatz, wo die Kundgebung unter dem Motto "Escape Queerphobia" eröffnet wird.

Hier geht’s zur Veranstaltung auf Facebook.

Aufgrund der aktuellen Flüchtlingssituation wird dieses Jahr auf die Situation von schwulen, lesbischen, bisexuellen, transidenten und intersexuellen Menschen hingewiesen, die in ihren Heimatländern verfolgt werden und diese verlassen mussten. Auch im vermeintlich sicheren Europa sind diese Personen nach ihrer Flucht oft mehrfachen Diskriminierungen bzw. Gewalt und Verfolgung ausgesetzt.

Die Route führt über die Arbeiterkammer zum Platzl/Linzergasse, retour zum Schloss Mirabell und über die Franz-Josef-Straße schließlich zur Glockengasse, wo die Abschlusskundgebung stattfinden wird.
Begleitet wird die Kundgebung wieder durch einen Soundwagen mit DJ ChrisAvid und tollen Drag Queens.

Ab ca. 18:30 findet im 3Stein die After-Party statt und alle teilnehmenden Menschen sind herzlich eingeladen, gemeinsam den IDAHOT zu feiern.

Die Veranstalter*innen freuen sich wieder auf zahlreiche Teilnehmer*innen, eine bunte und friedliche DEMO und bleiben ihrem Slogan treu: „Weil es wurst ist, ob DU schwul, lesbisch, hetero, bi, trans*, inter* oder sonst was bist. Weil du MENSCH bist!“

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Lebenswirklichkeiten von lesbischen, schwulen, bisexuellen und trans*- Jugendlichen in Österreich

Podiumsdiskussion

Symbolfoto 10. Mai, 18:00-20:00, Palais Epstein, Dr. Karl-Renner-Ring 3, 1010 Wien

LGBTIQ* Jugendliche stehen vor den gleichen Aufgaben im Prozess des Erwachsenwerdens wie alle Jugendlichen. Als spezielle Herausforderung kommt allerdings noch dem Coming-out Prozess als Lesbe, Schwuler, Trans* oder die Entdeckung der eigenen Inter*geschlechtlichkeit hinzu. Junge LGBTIQ* Personen werden häufiger Opfer verbaler und körperlicher Aggression in der Schule und nur wenige können sich auf die Unterstützung ihrer Familie und Freund_innen verlassen. Viele Expert_innen, die mit jungen Menschen arbeiten, haben nur geringe, bis gar keine Kenntnisse über die Situation junger LGBTIQ* Personen und die Risikofaktoren, denen sie ausgesetzt sind, wenn sie sich „outen“. Besonders schwierig ist die Situation im ländlichen Raum.

Wie ist der Status Quo in Österreich, welche Strategien, Instrumente und Maßnahmen brauchen wir, um Vorurteile und Diskriminierungen abzubauen und LGBTIQ* Jugendliche auch in der Jugendarbeit, Politik und Bildungsarbeit mitzudenken und sie in ihren Lebensrealitäten abzuholen?

Am Podium diskutieren dazu:

  • Claudia Krell, Jugend-und Geschlechterforscherin, DJI München
  • Johannes Wahala, Beratungsstelle Courage Wien, Graz, Salzburg, Innsbruck
  • Nin Langer, Vorstandsmitglied queerconnexion, Schulprojekt der Hosi Wien
  • Lian Brugger, queer-feministische Initiativen & Kollektive, arbeitsmarktpolitisches Empowermentprojekt für junge Menschen
  • Ewa Dziedzic, Bundesrätin und Grüne Sprecherin für LGBTI Angelegenheiten

Moderation: Meri Disoski

Achtung: Einladung gilt in Verbindung mit einem amtlichen Lichtbildausweis als Zutrittsberechtigung für das Palais Epstei.

Rückfragen & Kontakt:
Grüner Klub im Parlament, 01 40110-6697, presse@gruene.at

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WASt Fotowettbewerb "Wien, meine Regenbogenstadt" - mach mit!

WASt Fotowettbewerb

Wien ist Mitglied im internationalen Rainbow Cities Netzwerk (RCN) und die WASt plant das erstes gemeinsames Projekt: Eine internationale Fotoausstellung. In Wien macht die WASt dazu einen Fotowettbewerb: Schick Dein schönstes Foto zum Thema "Wien, meine Regenbogenstadt" an wast@gif.wien.gv.at

Das Gewinnerfoto wird als Bestandteil der internationalen Ausstellung "Rainbow Cities" im Wiener Rathaus, international und online ausgestellt.
Schick Dein Foto digital in druckfähiger Auflösung (300 dpi bei 30*40cm, 4.288 * 2.848 px), gib ihm einen Titel und vergiss nicht, Deinen Namen und eine Kontaktmöglichkeit anzugeben!

Einsendeschluss ist der 27. April 2016.


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Gender Salon: "Vom Kriminal in den Trauungssaal – und immer noch nicht gleichberechtigt"

Wien, 21.04.2016, 18.00–20.00 Uhr, FH Campus Wien, Festsaal, Vortrag von Dr. Helmut Graupner, Rechtsanwalt und Präsident Rechtskomitee Lambda

Gender Salon Die Rechtsentwicklung für LGBTs (Abkürzung für „Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender“, also lesbische, schwule, bisexuelle und Trans*-Personen) in Österreich


Helmut Graupner wirft einen Blick auf die österreichische Rechtslage für homosexuelle Menschen im Lauf der letzten Jahrzehnte. Aufgrund von Gesetzesänderungen in den 1970er-Jahren sind homosexuelle Kontakte generell nicht mehr strafbar, jedoch ist eine Gleichstellung aller Menschen - unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung - auch in Österreich noch immer keine Realität.

Gesetzesänderungen und neue Schutzbestimmungen (z. B. in der Arbeitswelt) werden im Vortrag ebenso Thema sein wie nach wie vor bestehende Problembereiche. Denn noch immer sind nicht alle österreichischen Staatsbürger_innen "vor dem Gesetz gleich".

Programm

18.00 Uhr: Vortrag Dr. Helmut Graupner
20.00 Uhr: Vernetzung bei Erfrischungen

17.30-21.00 Uhr: Büchertisch der Buchhandlung ChickLit

Anmeldung bis 13. April

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Jetzt auch in Salzburg: COURAGE – die Partner*innen-, Familien- & Sexualberatungsstelle

Für alle, die unsere Eröffnungsfeier am Freitag in Salzburg verpasst haben, hier zum Nachlesen...

Courage Salzburg Eröffnungsfeier

von Gabriele Rothuber

Am Freitag, den 15.4. lud das Team der COURAGE Salzburg unter der Leitung von Johannes Wahala zur Eröffnung der barrierefreien Räumlichkeiten in die Getreidegasse 21.

Das Leben von Menschen, deren sexuelle Orientierung[1] oder geschlechtliche Identität[2] oder auch deren Körper nicht den gängigen Normen und Vorstellungen entsprechen, sind auch heute noch vielfältigen Diskriminierungen in Österreich ausgesetzt: sei es im Alltag (etwa Mobbing an Schulen), im Recht (z.B. noch immer keine Gleichstellung der Ehe mit der eingetragenen Partner*innenschaft), in der Medizin (zB geschlechtsverändernde Eingriffe in die Körper neugeborener zwischengeschlechtlicher Kinder oder der Spießroutenlauf von transidenten Menschen, wenn sie ihren Körper dem Wunschgeschlecht anpassen möchten). Diese Personengruppen haben ein deutlich erhöhtes Selbstmordrisiko und benötigen oftmals psychosoziale Unterstützung.

Deshalb freuen wir uns, dass so viele Menschen dieser Einladung gefolgt sind und damit ein klares Zeichen der Wertschätzung unserer Arbeit geleistet haben. Vertreter*innen wichtiger Salzburger Einrichtungen, wie dem Kinderschutzzentrum, dem Gewaltschutzzentrum, der Sexualberatungsstelle, AVOS, dem Institut für Medienbildung, der Lebenshilfe, Menschen aus der Jugendarbeit, der Mädchenarbeit, der Sexualpädagogik und Missbrauchsprävention nutzten den Nachmittag zum kollegialen Austausch.

Eröffnet wurde durch Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer, die die Wichtigkeit einer professionellen Beratung für lesbische, schwule, bisexuelle, transidente und zwischengeschlechtliche Menschen in Salzburg – neben der Pink Bonsai Beratung der HOSI Salzburg – hervorhob und auch die Arbeit dieser beiden Institutionen im Bezug auf Asylsuchende betonte.

Barbara Sieberth, Landtagsabgeordnete der Grünen und Menschenrechtssprecherin im Grünen Landtagsclub ist die menschenrechtsbasierte Arbeit der Courage ein großes Anliegen: das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit etwa, die selbstverständlich auch für LGBTI-Personen gelten müssen.

Weiters waren von Seiten der Politik anwesend Ingrid Riezler-Kainzer als Vertreterin des SPÖ Landtagsclubs, Christine Brandstätter von den Grünen und Klaus Horvat-Unterdorfer von den Grünen Andersrum.

Die COURAGE Beratung gehört zu den 400 Familienberatungsstellen in Österreich. Sie ist eine Schwerpunktberatungsstelle für LGBTI*-Menschen, jedoch auch Anlaufstelle für ALLE Sexualitäten. Unsere Beratung umfasst u.a. Paarkonflikte, Familienplanung, Fragen zur weiblichen und männlichen Sexualität, zur psychosexuellen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, zu Sexualität und „Neue“ Medien, sexueller Gewalt etc.

Das gesamte Team und die Schwerpunkte der jeweiligen Berater*innen finden Sie hier:

COURAGE-TEAM

Beratungszeiten: Mo, Mi, Do 18-20 Uhr

Terminvereinbarung: Tel. 0699/166 166 65

auf dem Foto v.l.n.r.: Ingrid Riezler, Anja Hagenauer, Johannes Wahala, Bernhard Damoser, Gabriele Rothuber, Barbaa Sieberth, Christine Brandstätter

Die Beratungen sind grundsätzlich kostenlos gegen einen freiwilligen Unkostenbeitrag!

[1] d.h. sexuelles Begehren: „zu wem fühle ich mich hingezogen?“ – hetero/homo/bisexuell
[2] das Geschlecht, dem sich ein Mensch zugehörig fühlt – muss nicht mit dem Geburtsgeschlecht übereinstimmen

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COURAGE schenkt sich zum Weltfrauentag ein STERNCHEN*

Die COURAGE möchte den Weltfrauentag zum Anlass nehmen, um zur geänderten Schreibweise der COURAGE Stellung zu nehmen.

Bunte Sterne "Was in aller Welt ist mit euch los?", fragte Pippi gereizt. "Ich will euch nur sagen, dass es gefährlich ist, zu lange zu schweigen. Die Zunge verwelkt, wenn man sie nicht gebraucht."

Die Beratungsstellen der als Partner*innen, Familien- und Sexualberatungsstellen und Trans*Gender Kompetenzzentren möchten ALLE Frauen*, Männer* und alle Personen dazwischen gleichermaßen ansprechen. Deshalb hat sich die dazu entschieden, in Zukunft in sämtlichen Texten die Sternchen-Schreibweise zu verwenden. In der derzeitgen Situation empfinden wir, dass diese Schreibweise sich am ehesten eignet, die Binarität der Geschlechter aufzubrechen. Sämtliche Texte auf der Homepage, Facebook, auf Flyern usw. werden bereits seit einigen Wochen sukzessive angepasst und alle neuen Materialien entsprechend produziert.

Wir möchten damit ein klares Zeichen setzen! Viele Menschen können sich mit der Zweigeschlechterlogik nicht identifizieren und möchten sich weder dem einen noch dem anderen Geschlecht zuordnen. Wir wollen auch diese Personen ansprechen, die sich geschlechtlich nicht positionieren können oder wollen. Hier bietet sich die Schreibweise mit Sternchen an. Das Sternchen macht all jene gesellschaftlichen Positionierungen sichtbar, die jenseits von männlich und weiblich existieren.

Uns ist bewusst, dass diese Schreibweise nicht den geltenden Rechtschreibregeln entspricht. Das bereits vielfach verwendete Binnen-I sehen wir als einen Schritt in die richtige Richtung, denn es wirkt Sexismen, die sich in der Sprache ausdrücken, entgegen. Es orientiert sich allerdings am vorherrschenden binären Geschlechtersystem, das für viele Ausdrucksformen von Geschlechtern keinen Platz bietet. Hier soll das Sternchen aufmerksam machen und Platz für eben diese Ausdrucksformen schaffen. Diese Form bietet die Möglichkeit einer kritischen Bezugnahme auf sprachliche Zwei-Genderung (ohne diese grundsätzlich infrage zu stellen) und kann gleichzeitig eine Vielfalt von Positionierungen symbolisieren. In einigen akademischen Kontexten wird diese Variante bereits regelmäßig angewendet. Die neuen Formen irritieren und befördern somit ein Anhalten und Nachdenken über die Wörter und Sprachhandlungen.

In diesem Sinne noch einmal vor allem an alle Lesben, Bi-Frauen*, Women* of Colour, Frauen* mit Beeinträchtigungen, Trans*Frauen und all jene, die sich angesprochen fühlen:

Wir setzen uns besonders für jene Frauen* ein, die sich aus den verschiedensten Gründen außerhalb des immer noch weit verbreiteten „weiblichen Idealbildes“ einordnen oder eingeordnet werden.

Im Sinne von Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminza Ephraims Tochter Langstrumpf möchten wir alle Frauen* ermutigen, ihre Stimmen zu erheben und dabei auch die eigenen Sprachgewohnheiten zu beobachten und ggf. zu überdenken, denn Sprache schafft Wirklichkeit!

Mag. Johannes Wahala
Leiter der WIEN, GRAZ, SALZBURG, INNSBRUCK

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TRANS*GENDER-Fortbildungscurriculum

Neuer Lehrgang 2017

Trans-Lehrgang Die Sexualakademie der Österreichischen Gesellschaft für Sexualwissenschaften (ÖGS) veranstaltet in Kooperation mit den Beratungsstellen COURAGE und dem Österreichischen Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP) ein Fortbildungscurriculum TRANS*GENDER.

Zielgruppen dieser Fortbildung sind: Psychotherapeut*innen, Psycholog*innen, Psychiater*innen, Ärzt*innen, Sozialarbeiter*innen, Berater*innen.

Ziel ist ein adäquater, wissenschaftlich fundierter und ein differenzierender Umgang mit dem Thema Trans*Gender, vor allem mit Trans*Identitäten / Gender-Dysphorie sowie die Befähigung zur Begleitung genderdysphorisch empfindender Menschen im multiprofessionellen Gender*Team

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Menschenrechte sind (auch) LGBTIQ-Rechte!

COURAGE zeigen am Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember

Bild Menschenrechtserklärung „Wir sind leider noch immer nicht dort, wo wir eigentlich schon sein sollten“, kommt Mag. Johannes Wahala, Leiter der Beratungsstellen , anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte am 10. Dezember zu einem ernüchternden Ergebnis: „Aber es hat den Anschein, als ob wir unserem Ziel, nämlich der tatsächlichen Gleichberechtigung aller Geschlechter, Geschlechtsidentitäten und sexuellen Orientierungen, immer näher kommen“.

Die Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte dürften nicht darüber hinwegtäuschen, dass garantierte LGBTIQ-Rechte und die Alltagsrealität vieler LGBTIQs oft noch weit auseinanderklaffen. Das gelte insbesondere für trans*idente Menschen, die meist doppelt von diskriminierenden Ressentiments und Anfeindungen betroffen sind.

Wahala, selbst ein aktives Mitglied der Zivilgesellschaft, vor allem wenn es um die gesellschaftliche Anerkennung und rechtliche Gleichstellung von unterschiedlichen sexuellen Orientierungen und geschlechtlichen Identitäten geht, weiß um die alltäglichen Diskriminierungen und Ungerechtigkeiten (am Arbeitsplatz, bei der Entlohnung, der Bildung und vielen anderen Bereichen des Zusammenlebens). Aber „die Idee, dass alle Menschen, unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Geschlechtsidentität und ihrer sexuellen Orientierung, die gleichen Rechte genießen können sollen, lässt sich nicht mehr aus unseren Köpfen löschen“, ist Wahala überzeugt, dass sich solche positiven Entwicklungen in einer immer bunter werdenden Gesellschaft nicht aufhalten lassen.

In Anlehnung an ein Zitat von Olympe de Gouges, formuliert Wahala den Anspruch der künftigen Bestrebungen zur Verbesserung der Situation aller Menschen: „Wir müssen es nur wollen“. Damit Gleichberechtigung unabhängig von Geschlecht, Geschlechtsidentität und sexueller Orientierung in der Zukunft eine Selbstverständlichkeit ist und es einer solchen jährlichen Erinnerung nicht mehr bedarf.

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15 Jahre COURAGE – 15.000 Lebensgeschichten

Festakt am 10. Dezember 2015 verschoben!

Foto Baustelle , die erste vom Bundesministerium für Familien & Jugend anerkannte professionelle Beratungsstelle mit den Schwerpunkten gleichgeschlechtliche und trans*Gender Lebensweisen, nahm im Jahr 2000 den Betrieb in Wien auf. 2010 wurden GRAZ und INNSBRUCK eröffnet. Im Oktober 2015 kam auch SALZBURG dazu.

In 15 Jahren wurden über 15.000 Menschen beraten und betreut. 15.000 Lebenswege und -geschichten wurden begleitet, niemand wurde mit seinen Problemen und Ängsten allein gelassen.

All das muss natürlich auch gebührend gefeiert werden. Aus diesem Grund luden wir ursprünglich am 10. Dezember 2015 zu einem Geburtstagsfest ins Wiener ega-Zentrum. Leider müssen wir unser Geburtstagsfest nun auf 2016 verschieben. Zum einen weil sich die Bauarbeiten zur Erreichung der Barrierefreiheit der WIEN leider verzögern. Zum anderen weil durch Terminkollisionen aufgrund einer politisch sehr bewegten Zeit viele uns wichtige Gäste verhindert sind.

Wir bitten um Verständnis und Kenntnisnahme. Aber versprochen: 2016 werden wir gemeinsam 15 Jahre feiern!

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TRANS*SUPPORT

Eine Selbsthilfegruppe für Trans*Gender Personen ab 25

Symbolfoto WIEN startet neue Selbsthilfegruppe! Am 18. November geht es los!

Bei TRANS*SUPPORT bist Du willkommen, egal auf welchem Trans*Gender Weg Du bist und wie weit Du ihn gehen möchtest.

Im geschützten Raum der Gruppe können wir uns austauschen, einander zuhören, einander akzeptieren und respektieren, Gemeinsames teilen, voneinander lernen, für uns wichtige Themen diskutieren und auch einmal über seltsame Situationen entlang unseres Weges herzlich lachen. Es tut gut, zu erleben, dass Du nicht alleine bist! Und wenn es Dir einmal nicht so gut geht, dann kann die Gruppe Dir eine Stütze sein.

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BERATUNGSSTELLE COURAGE NUN AUCH IN SALZBURG!

Logo COURAGE SALZBURG Mit Oktober 2015 nimmt die Beratungsstelle SALZBURG in Kooperation mit der HOSI Salzburg ihren Betrieb in der Gabelsbergerstrasse 26 auf, um so auch für Österreich Nord ein professionelles Beratungsangebot vor allem für LGBTIQ Personen zu bieten.

Wir leben noch immer in einer Gesellschaft mit deutlichen Vorurteilen gegenüber Menschen, die nicht dem gängigen heterosexuellen Weltbild bzw. den tradierten Geschlechtsidentitäten samt ihren Rollen-bildern entsprechen. Diese Zerrbilder untergraben massiv das Selbstbild von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans*Gender- und Inter*Sex-Personen und wirken sich negativ auf die Gesundheit dieser Menschen und ihren Angehörigen aus.

Auch wenn die Akzeptanz in der Gesellschaft gewachsen ist, stoßen gleichgeschlechtlich l(i)ebende Menschen sowie Trans*Gender- und Inter*Sex-Personen noch häufig auf Ablehnung und Gewalt: Seien es Schwulen/Lesben-„Witze“, die permanente Konfrontation mit unhaltbaren Vorurteilen und Zerrbildern, Beschimpfungen, Mobbing am Arbeitsplatz bis hin zu Drohungen und körperlicher Gewalt. „Diese Lebensumstände können zu erheblichen psychischen und sozialen Belastungen führen“, so Mag. Johannes Wahala, Gründer und Leiter der Beratungsstellen . „Wir wissen seit längerem, dass die Suizidversuchsrate in Österreich bei Homosexuellen siebenmal so hoch ist als bei Heterosexuellen. Hauptursache ist die mangelnde familiäre, soziale und rechtliche Unterstützung! Über 90% aller Suizidversuche von gleichgeschlechtlich empfindenden Menschen geschehen im Alter zwischen 15 und 27 Jahren, also während des oft sehr schmerzhaft erlebten Coming-out-Prozesses.“

Seit nunmehr 15 Jahren bietet als erste vom Bund im Sinne des Familienberatungs-förderungsgesetz anerkannte und geförderte Schwerpunkt-Beratungsstelle für gleichgeschlechtlich l(i)ebenden Menschen und Trans*Gender- und Inter*Sex-Personen sowie ihren Angehörigen Beratung und Betreuung bei psychischen, sozialen, sexuellen und rechtlichen Problemen an. Im Mittelpunkt stehen die Würde des Menschen, die Wertschätzung jeder einzelnen Person und die Wahrung der Privat- und Intimsphäre – unabhängig von der sexuellen Orientierung bzw. der geschlechtlichen Identität. Selbstverständlich steht die als PartnerInnen-, Familien- und Sexualberatungs-stelle auch heterosexuell orientierten Menschen in den Themenbereichen Sexualitäten und Beziehungen sowie Gewalt und sexuelle Übergriffe zur Verfügung.

„Bisher war unser Angebot auf Wien, Graz und Innsbruck beschränkt. Aufgrund des Fehlens von spezifischen Beratungseinrichtungen in den Schwerpunktbereichen Sexualitäten/Beziehungen, gleichgeschlechtliche Lebensweisen, Trans*Gender/Trans*Identitäten, Inter*Sex, Regenbogenfamlien sowie Gewalt und sexuelle Übergriffe, mussten viele Menschen in den anderen Bundesländern oft lange Anfahrtszeiten in Kauf nehmen oder ganz auf Beratung verzichten.“, erläutert Mag. Wahala die Beweggründe, zu eröffnen. „Ziel muss es sein, ein bundesweit flächen-deckendes Angebot für alle Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*Gender- und Inter*Sex-Personen und ihre Angehörigen zu ermöglichen.“

Mit Oktober 2015 nimmt nun die Beratungsstelle SALZBURG in Kooperation mit der HOSI Salzburg ihren Betrieb in der Gabelsbergerstrasse 26 auf, um so auch für den Nord-Westen Österreichs ein professionelles Beratungsangebot zu bieten. Die BeraterInnen sind professionelle Fachkräfte in den Schwerpunkten der und haben besondere Kenntnisse sowohl im Sinne der heutigen Sexual- und Humanwissenschaften als auch der besonderen Lebensbedingungen und den daraus resultierenden Lebensstilen von LGBTIQ Personen.

Durch die Förderung der und die bundesweite Absicherung der -Schwerpunktthemen wird seitens der Politik der Vielfalt menschlicher Lebensweisen in Österreich respektvoll Rechnung getragen.

Ab 1. Oktober 2015:
Beratungsstelle SALZBURG
5020 Salzburg, Gabelsbergerstrasse 26 (im HOSI Zentrum)
Beratungszeiten: Mo, Mi, Do 17-20h
Telefonische Voranmeldung: Mo - Do, 9 - 15 Uhr
Tel.: 0669 / 166 166 65, Mail: salzburg@courage-beratung.at

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EHE FÜR ALLE? - EHE FÜR ALLE!

Statement zur Aufhebung des Eheverbots für gleichgeschelechtliche Paare

Symbolfoto Heterosexualität und Homosexualität sind verschiedenen Ausprägungen der einen vielgestaltigen menschlichen Sexualität und somit Entwicklungsvarianten und Ausdrucksformen menschlichen Lebens und menschlicher Liebesfähigkeit. Das ist wissenschaftlich zur Genüge erforscht. Diesen humanwissenschaftlichen Kenntnissen hat die Politik Rechnung zu tragen!

Die EHE FÜR ALLE würde der Homophobie und antihomosexuellen Gewalt einen Gutteil ihres Nährbodens entziehen!

In Österreich dürfen derzeit verschiedengeschlechtliche Paare eine „Ehe“ eingehen – gleichgeschlechtliche Paare (nur) eine „Eingetragene Partnerschaft“; heterosexuelle Paare haben in ihren Dokumenten einen „Familien“namen – homosexuelle einen „Nach“namen. Welche Botschaften gibt die Politik damit den Menschen in unserem Land – auch jenen Menschen, die aus anderen Kulturen kommen? Die Botschaft ist: Homosexuelle Paare sind nicht nur nicht gleichwertig, sondern minderwertig. Das schürt die Homophobie und vielfältige Formen von antihomosexueller Gewalt, die es leider in Österreich immer noch gibt!

Solche entwertende Botschaften, die auf Vorurteilen und Zerrbildern basieren, unter-graben das Selbstbild und das Selbstwertgefühl gleichgeschlechtlich empfinden-der Menschen massiv, da sie diese negativen Botschaften oft verinnerlichen! Noch immer wagen sich zwei Drittel gleichgeschlechtlich empfindender Menschen nicht, öffentlich die Hand ihrer Partnerin / ihres Partners zu halten. Noch immer ist die Suizid-versuchsrate bei Homosexuellen siebenmal so hoch als bei Heterosexuellen; bei über 90 Prozent handelt es sich um Jugendliche im Alter zwischen 15 und 25 Jahren. Was tun wir diesen Jugendlichen an?!

Der Beratungsalltag der COURAGE – einer Beratungsstelle für gleichgeschlechtliche und transgender Lebensweisen – zeigt deutlich, wie sehr Lesben und Schwule unter den noch immer vorhandenen Vorurteilen und Zerrbildern, unter der Angst vor Diskriminierung und Ächtung bis hin zu antihomosexueller Gewalt leiden.

Der Beratungsalltag der COURAGE zeigt auch, wie sehr sich Lesben und Schwule aufgrund der derzeitigen Gesetzeslage als Paare zweiter Klasse erleben, weil man ihnen klar signalisiert, dass Ihre Partnerschaften, ihre Liebe und ihre Familien weniger wert sind – auf jeden Fall nicht gleichwertig mit den heterosexuellen Paaren und Familien.

Gesetze schaffen Wirklichkeiten! Die EHE FÜR ALLE würde in Österreich eine Realität der Akzeptanz und des Respekts gegenüber gleichgeschlechtlich empfindenden Menschen, ihren Partnerschaften und ihren Familien schaffen und fördern! Wir können von anderen Ländern und Kulturen nicht etwas einfordern – Thema Integration, was wir selber nicht leben und garantieren: Nämlich die Würde und den Respekt vor jedweder Person – unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung bzw. geschlechtlichen Identität. Bei der EHE FÜR ALLE geht es letztlich um ein Grund- und Menschenrecht, um die Grundfesten unserer Demokratie!

Jede Lebensgemeinschaft, in der Menschen zueinander JA sagen, einander unterstützen, füreinander sorgen und Verantwortung übernehmen, einander respektvoll begegnen, Intimität teilen etc. ist für unsere Gesellschaft eine Bereicherung und muss vor dem Gesetz gleich behandelt und gleichwertig gefördert und geschützt werden!

In unserer heutigen Gesellschaft gilt es, die Fähigkeit zur Intimität zu fördern. Das ist die Voraussetzung dafür, dass es in unserer Gesellschaft überhaupt tiefergehende Partnerschaften und Familienformen gibt. Dabei ist die Einzigkeit und Einmaligkeit eines jeden Menschen in den Blick zu nehmen und nicht die sexuelle Orientierung!

Mag. Johannes Wahala
Leiter der Beratungsstellen Wien, Graz, Salzburg, Innsbruck

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Es ist Zeit!

Schon zehntausende ÖsterreicherInnen für Ehe gleich!

Kampagnenlogo Nach dem überwältigenden Votum der irischen Bevölkerung im Mai hat das Rechtskomitee Lambda (RKL) – auf Anregung des Vereines Vielfalt – eine überparteiliche BürgerInneninitiative zur Aufhebung des Eheverbotes für gleichgeschlechtliche Paare auch in Österreich gestartet, an der mittlerweile knapp 40 Organisationen beteiligt sind.

Denn derzeit sind die deutschsprachigen Länder und Italien die einzigen westeuropäischen Länder, in denen es noch keine völlige Gleichstellung von Homosexuellen bei der Ehe gibt, während auch in den USA durch den Spruch des Supreme Court im Juni bereits das Eheverbot gefallen ist.

Auch in Österreich ist die Bevölkerung bereits zu 73% für die Gleichstellung.

Im Juni und Juli wurden daher im Rahmen von „Ehe gleich!“ in ganz Österreich insgesamt 14.431 schriftliche Unterstützungserklärungen gesammelt, und am 5. August 2015 dem Parlament übergeben. Seit dem 13. August 2015 ist nun die Online-Unterzeichnung auf der Parlamentshomepage möglich, in den letzten drei Wochen haben dort bereits knapp 25.000 ÖsterreicherInnen online unterschrieben.

unterstützt die natürlich und selbstverständlich die Kampagne. Denn "Gesetze schaffen Wirklichkeiten! Die EHE FÜR ALLE würde in Österreich eine Realität der Akzeptanz und des Respekts gegenüber gleichgeschlechtlich empfindenden Menschen, ihren Partnerschaften und ihren Familien schaffen und fördern!", so Mag. Johannes Wahala, Leiter Beratungsstellen Courage Wien, Graz und Innsbruck.

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SEXabNORM – die alten und neuen Grenzen der Lust

Fachtagung, Wien, 8.-9. April 2016

Symbolfoto Fachtagung Jetzt anmelden und Platz sichern!

Der Umgang unserer Gesellschaft mit Sexualität proklamiert befreiende Enttabuisierung für alle Menschen: Die traditionelle heterosexuelle lebenslange Zweier-Beziehung als normative Vorgabe ist abgeschafft, polyamoröse Lebensabschnittspartnerschaften werden ebenso gelebt wie die Gleichstellung von Homosexualität mit Heterosexualität. Sexualität darf und soll Lust bereiten, egal wie jung oder alt man ist und kein Fetisch ist zu ausgefallen, um nicht in Nachmittagstalkshows erörtert zu werden. Geschlechtergrenzen sind zwar nicht aufgehoben, aber als verhandelbares Kontinuum etabliert und mit Sex 2.0 titelt auch schon der Boulevard. …

Haben wir es mit dieser Entwicklung tatsächlich mit der Befreiung von althergebrachten Normen zu tun? Oder geht es um einen Wertewandel, dessen Ergebnisse aber ebenso feste Erwartungen und zu neuen Normen werdende Imperative sind? Gilt die Befreiung tatsächlich für alle Menschen und lassen wir in Gesellschaft, Beratung und Therapie tatsächlich die freie Entscheidung bei den einzelnen Menschen?

Die Fachtagung „SEXabNORM“ der ÖGS - Österreichischen Gesellschaft für Sexualwissenschaften und der Sexualberatungsstellen stellt Aspekte von Sexualitäten in den Mittelpunkt, die im aktuellen Diskurs über Sexualitäten oft nicht beleuchtet werden: Welche neuen Normen gibt es in den Neosexualitäten? Welche sexuellen (Un-)Kulturen werden gelebt? Gibt es so etwas wie sexuellen Marktwert in der realen und der virtuellen Welt? Wie sieht das Spannungsverhältnis von Lust und Risiko aus? Wie beeinflussen Liebe, Beziehung und Sexualität einander in Langzeitbeziehungen? Wie sieht die tatsächliche Lebenssituation von LGBTIQ-Personen aus, auch angesichts des Paradigmenwechsels im Bereich Genderdysphorie? Welche Rolle spielt Prostitution heute und welche Rahmenbedingungen findet sie vor? Gestehen wir Kindern und Jugendlichen Sexualität zu? Was tun Institutionen für oder gegen die Sexualität von betreuten Menschen und welche Rolle spielt Sexualassistenz hier? Diese und mehr Fragen werden von international renommierten ExpertInnen in Vorträgen erörtert und in zahlreichen Workshops vertieft.

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CHECK IT OUT 2015!

Workshop-Offensive für mehr Respekt und gegen Homo- & Transphobie

Logo Check it out Homo? Hetero? Bi? Trans? – Jeder Mensch hat unabhängig von seiner geschlechtlichen Identität und sexuellen Orientierung das Recht auf Respekt und darauf, seine Identität und Liebe offen zu leben. Tagtäglich werden Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans*Gender-Personen jedoch diskriminiert und im schlimmsten Fall Opfer psychischer und körperlicher Gewalt.

Vorurteile, Zerrbilder und Ängste abbauen
Viele Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans*Gender-Personen sowie deren Angehörige sind in einem hohen Maß offenen und auch verdeckten Diskriminierungen ausgesetzt: Seien es Schwulen- oder Lesbenwitze, die permanente Konfrontation mit unhaltbaren homo- und transphoben Ansichten im Alltag, verbale Beschimpfungen, Mobbing in der Schule, im Jugendzentrum oder in der Lehre, bis hin zu direkten Drohungen und Anfeindungen. „Die Ergebnisse einer EU-weiten Studie zeigen, dass in Österreich 89 % der Lesben, Schwulen und Trans*Gender-Personen in der Schule aufgrund ihrer Sexualität oder geschlechtlichen Identität mit Mobbing oder Beleidigungen konfrontiert waren. Die Mehrheit verheimlicht immer noch während der Schulzeit ihre sexuelle Orientierung, vermutlich aus Angst vor Diskriminierung. Dem müssen wir dringend entgegenwirken“, erläutert die Wiener Stadträtin Sandra Frauenberger. Gerade bei Jugendlichen sind die Auswirkungen der zahlreichen Diskriminierungsformen fatal. „Über 90 Prozent aller Selbstmordversuche von gleichgeschlechtlich empfindenden Menschen geschehen im Alter zwischen 15 und 27 Jahren, also während des oft sehr schmerzhaft erlebten Coming-out-Prozesses“, formuliert Mag. Johannes Wahala, Leiter der Beratungsstelle , seine Besorgnis.

Grund für diskriminierende Einstellungen und Verhaltensweisen sind Vorurteile, Zerrbilder und Ängste. Ablehnung und Feindseligkeit wurzeln häufig in Unkenntnis und Unsicherheit. Durch die Vermittlung von Wissen und ein wirkliches Kennenlernen des angeblich angstmachenden Anderen, kann ein grundlegendes Umdenken bewirkt und Diskriminierung abgebaut werden. Respekt für vielfältige Lebens- und Liebesformen soll dadurch gefördert werden.

Wissensbörse für Jugendliche zum Thema Homo- & Bisexualität,
Trans*Gender & Intersexualität

Die Beratungsstelle setzt es sich gemeinsam mit ihren KooperationspartnerInnen im Jugendprojekt CHECK IT OUT! daher zum Ziel, durch jugendgerechte Aufklärung gewaltfreie Räume zu schaffen. Vom 17. bis 19. Juni 2015 (am Wiener Rathausplatz in der -Lounge im Rahmen des Pride Village) findet eine umfassende Wissensbörse und Workshop-Offensive für Schulklassen und Jugendgruppen statt, um durch gezielte Aufklärung Homo- und Transphobie abzubauen.

Bildungskampagne zum Abbau von homo- und transphoben Vorurteilen und Zerrbildern
In den Workshops werden Jugendliche ab 14 Jahren über die Themen Homo- und Bisexualität, Trans*Gender und Trans*Identitäten, sowie über alles was mit diesen Themenkreisen verbunden ist, wie etwa Queerness, Partnerschaften und Sexualität, sowie Regenbogenfamilien, informiert. Die ReferentInnen holen die Jugendlichen in ihren Lebenswelten ab. Interaktiv werden die vielen Vorurteile und Zerrbilder in Hinsicht auf Schwule, Lesben, Bisexuelle und Trans*Gender-Personen auf ihre Wirklichkeit überprüft. Schwerpunkt ist die Sensibilisierung der Jugendlichen, die erst ein selbstbewusstes Auftreten gegen Homo- & Transphobie, sowie den Einsatz für Respekt und das Leben von Vielfalt ermöglicht. Zielsetzung des Jugendprojekts CHECK IT OUT! ist es, die leider noch immer weit verbreiteten homo- & transphoben Einstellungen und die daraus resultierenden Diskriminierungen, sowie Gewalt gegen Homosexuelle und Trans*Gender-Personen zu mindern.

Starke Allianz und Kooperation gegen Homo- und Transphobie
Das Projekt CHECK IT OUT!, das unter dem Ehrenschutz von Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek steht, ist Ergebnis einer breiten Allianz gegen Homo- & Transphobie, hinter der viele PartnerInnen, allen voran das Schulprojekt queerconnexion der HOSI Wien, stehen. Um eine möglichst gewaltfreie und auf dem Prinzip der Akzeptanz von Vielfalt basierende Gesellschaft aufzubauen, muss der Abbau von Vorurteilen bei den Jugendlichen ansetzen. Ziel ist es nicht, die Jugendlichen zu „bekehren“ oder von irgendetwas zu überzeugen, sondern die Normalisierung und Gleichwertigkeit aller sexuellen Orientierungen und Lebensweisen zu fördern. Eine wichtige Signalfunktion haben dabei auch die vielen UnterstützerInnen aus Wirtschaft und Politik. So wird CHECK IT OUT! auch vom Programm Vielfalter, das von Western Union initiiert wurde, gefördert.

Antidiskriminierungsarbeit, Gewaltprävention & Sexualaufklärung
In der Wissensbörse des Jugendprojekts CHECK IT OUT! werden für den Abbau von Vorurteilen Antidiskriminierungsarbeit, Gewaltprävention, Emanzipatorische Sexualpädagogik, Sexualaufklärung und Politische Bildung eingesetzt. So sollen sachliche Informationen vermittelt, sowie Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans*Gender-Personen und deren Lebensbedingungen und Lebensformen sichtbar gemacht werden. Vorurteile und Zerrbilder werden kritisch reflektiert und somit abgebaut.

Ziel des Jugendprojekts ist es, Vorstellungen von Homosexualität und Trans*Identitäten erkennen und hinterfagen zu lernen. Auch eigene homoerotische Anteile und die damit verbundenen Ängste werden thematisiert, die oft Grundlage zu heftigen Abwehrprozessen gegen gleichgeschlechtlich Liebende und Lebende sind. Vorurteile und Klischees können durch persönliche Begegnung abgebaut werden.

Mit CHECK IT OUT! wird eine weitere wichtige Wissenskampagne für die Gleichwertigkeit der verschiedenen Ausdrucksformen menschlicher Sexualitäten und geschlechtlichen Identitäten sowie den damit verbundenen unterschiedlichen Lebensformen innerhalb der Gesellschaft gestaltet. „Es gilt weiterhin einen klaren und deutlichen Standpunkt gegen jegliche Form von Diskriminierung einzunehmen und ein offenes, gleichberechtigtes Miteinander einzufordern. Vorurteile gehören hinterfragt und aufgebrochen – im Klassen-zimmer, am Ausbildungsplatz, bei der Berufswahl und am Arbeitsplatz. Es geht um Chancengerechtigkeit - egal welches Geschlecht wir haben und unabhängig davon wen wir lieben – und darum, Vielfalt und Diversität als Chance zu begreifen und ihre Potentiale gemeinsam erkunden und nutzen zu können“, betont Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Jeder Mensch ist einmalig und Menschen bereichern sich in ihren Einzigartigkeiten, in ihrer Kreativität und Vielfältigkeit. Jeder Mensch hat das Recht auf Respekt und auf ein diskriminierungsfreies und erfülltes Leben.

Die Workshops
Die kostenlosen Workshops dauern maximal 2 Stunden und können von Schulklassen oder Jugendgruppen gebucht werden.


Buchung & Rückfragehinweise:

Beratungsstelle COURAGE
Tel.: 01/ 585 69 66
Mail: info@courage-beratung.at

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Die Universelle Menschenrechtsprüfung

UPR-Universal Periodic Review

Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen prüft seit 2008 systematisch die Menschenrechtslage in allen 192 Mitgliedsstaaten. Ziel ist die Verbesserung der Menschenrechtssituation in jedem Mitgliedsstaat. Im Zuge des Verfahrens sind nicht nur die Regierung, sondern auch mit Menschenrechten befasste zivilgesellschaftliche Organisationen eingeladen, Stellungnahmen an den UN-Menschenrechtsrat zu übermitteln.

Unter dem Arbeitstitel „Gleichgeschlechtliche Lebensweisen in Österreich“ hat Dr. Helmut Graupner vom RKL in Kooperation mit der Beratungsstelle und der ÖGS einen Bericht zur aktuellen Situation von Lesben, Schwulen und Bisexuellen in Österreich für den diesjährigen UPR-Bericht erarbeitet. Zusammen mit anderen Organisationen wurde dieser Bericht dann zu einem Gesamtbericht über „Sexual and Reproductive Health and Rights“ zusammengefasst.

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20. November: Trans*Gender Day of Remembrance

COURAGE fordert rechtliche und gesellschaftliche Anerkennung von Trans*Menschen

Symbolfoto TransGender Der internationale Transgender Day of Remembrance erinnert an die vielen Opfer transphober Gewalt und Diskriminierung. Auch in Österreich haben Trans*Menschen tagtäglich mit Transphobie und Diskriminierung zu kämpfen.

Die Lebensrealitäten von Trans*Gender-Personen in Österreich sind auch im 3. Jahrtausend noch immer sehr schwierig und oft von einem hohen Leidensdruck begleitet:

• Viele verdrängen ihre wahre Identität aus Angst vor Ausgrenzung und Diskriminierung.
• Noch immer gibt es massive Vorurteile und Zerrbilder.
• Die Selbstmordversuchsrate ist noch höher als bei gleichgeschlechtlich empfindenden Menschen (hier ist sie siebenmal höher als bei Heterosexuellen).
• In Schule und Ausbildungen ist das Thema weitgehend verdrängt.

Trans*Gender Personen und insbesondere trans*ident empfindende Menschen sind vielfältigen Formen transphober aber auch homophober Gewalt ausgesetzt. In dem sie oft auch von ihrem äußeren Erscheinungsbild die traditionelle Geschlechter-Dichotomie und den damit verbundenen Geschlechtsrollenzuschreibungen für einen noch großen Teil der Öffentlichkeit in Frage stellen, sind sie einem besonderes hohem Gewaltpotential ausgesetzt; insbesondere im Coming-Out-Prozess und vor der Hormontherapie, wo vielfach noch das äußere Erscheinungsbild nicht dem angestrebten Wunschgeschlecht entspricht.

Transphobie ist in unserer Gesellschaft in all ihren Facetten omnipräsent. Transphobe Gewalt hat viele Gesichter:

• verbale Gewalt in Form von Hänseleien, Beleidigungen, Beschimpfungen, Entwertungen etc.;
• psychische Gewalt im Sinne von „nicht normal“, „pervers“, „krankhaft“, „wider die Natur“ etc.;
• offene physische Gewalt: trans*ident empfindende Menschen sind häufig körperlicher Gewalt ausgesetzt, vom Anrempeln bis zum Zusammenschlagen;
• sexuelle Gewalt vor allem durch das Angreifen der primären und sekundären Geschlechtsorgane und dem Zwang zu sexuellen Handlungen im abgelehnten Geschlecht;
• berufliche Gewalt in Form von Chancenlosigkeit bei Bewerbungen und Jobsuche, Diskriminierungen durch KollegInnen, Mobbing aufgrund des Coming-Outs etc.;
• strukturelle Gewalt durch Versicherungs- oder Gesundheitssysteme;
• materielle Gewalt (wie Sachbeschädigung, Diebstahl, Raub, etc.);
• rechtliche Gewalt: vielfach gibt es bei Exekutive und bei Behörden noch Unverständnis und Ablehnung in Form von Entwertungen;
• religiöse und/oder kulturelle Gewalt in Form von „wider die Natur“, massive Pathologisierung, Stigmatisierungen und Ausgrenzungen;
• „mediale Gewalt“ (die Darstellung in den Medien ist keine direkte Form der Gewalt, jedoch eine teilweise absichtlich verzerrte Darstellung von Trans*Identen zur Bedienung eines Stereotyps).

All diese Formen transphober Gewalt sind noch immer vorhanden. Ihnen muss durch eine verstärkte Aufklärungs- und Bildungsarbeit - basierend auf den heutigen humanwissenschaftlichen Kenntnissen - begegnet werden. Dazu müssen bestehende Vorurteile aufgedeckt und mit den Lebensrealitäten trans*ident empfindender Menschen konfrontiert sowie transphobe Gewaltformen sichtbar gemacht werden.

Hintergrund
Der Transgender Day of Remembrance erinnert seit 1999 an jene Menschen, die wegen ihrer Transgeschlechtlichkeit ermordet wurden. Am 28. November 1998 wurde in den USA die Trans*Frau Rita Hester ermordet. Am darauffolgenden Freitag versammelten sich über 250 Menschen, um ihrer Trauer und Wut über den Mord Ausdruck zu verleihen. Diese Mahnwache war der Ausgangspunkt des dann jährlich am 20. November stattfindenden „TDoR- Transgender Day of Remembrance“.

Weiterführende Informationen:

Gruppenangebote Wien:
Gruppenangebote Graz:

Gruppenangebote Salzburg:

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Trans*Gender – Trans*Identitäten – Inter*Sex

Symbolfoto TransGender Thementag, Samstag, 15. November 2014, 9 – 18 Uhr

Trans*Gender, In*Between, Gender*Bending, Trans*Sexualität, Trans*Identitäten, Inter*Sex, Cross*Dressing, Drag*Queens, Drag*Kings… Alle diese Begriffe bezeichnen Personen, die in unterschiedlichster Weise nicht den gängigen Vorstellungen von Geschlecht und/oder Geschlechtsidentität folgen wollen bzw. folgen können, sondern andere Wege gehen.

Unsere Gesellschaft gibt sich bezüglich der Vielfalt von Lebensweisen heute eher liberal und offen. Die Alltagserfahrungen zeigen jedoch, dass es noch immer nicht einfach ist, jenseits der vorherrschenden Geschlechtspolarität zu leben.

Personen, die sich nicht den gängigen Geschlechtermodellen zuordnen können/wollen, beziehungsweise den Wunsch haben, als Angehörige/r des anderen Geschlechts zu leben und anerkannt zu werden, sind in ihrer Entwicklung aufgrund des vorherrschenden Heterosexismus oft sehr verunsichert, verängstigt und einsam und nicht selten suizidgefährdet.

Ziel des Thementages ist es, sich dem Thema aus verschiedenen Perspektiven zu nähern und in diesem Bereich zu sensibilisieren. Wie können wir in unserem Verantwortungsbereich offen mit dem Thema umgehen, einen geschützten Rahmen schaffen, in dem Vertrauen herrscht und Kinder / Jugendliche sich gesund entwickeln können?


Modul 1: Was ist eigentlich Trans*Gender, Trans*Identität, …
Mag. Johannes Wahala, Beratungsstelle COURAGE

Modul 2: Gendersensible Kinder- und Jugendarbeit

Mag.a Sabine Ziegelwanger & Dr. Clemens Hammer, ÖGS-Österreichische Gesellschaft für Sexualforschung

Modul 3: Behandlung von transident empfindenden Kindern & Jugendlichen
Mag. Johannes Wahala, Beratungsstelle COURAGE

Modul 4: Konkret werden: Fallbeispiele & Fragen
Mag. Johannes Wahala, Beratungsstelle COURAGE

Kosten: Euro 24,-

Eine Koopertionsveranstaltung der und wienXtra-institut für freizeitpädagogik.

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Strategien gegen Homo- & Transphobie

Grafik gegen Homophobie Thementag, Samstag, 11. Oktober 2014, 9 - 18 Uhr

An diesem Thementag geht es um ein adäquates pädagogisches Eingreifen bei verdecktem/offenem Mobbing, Diskriminierungen und antihomo- sowie antitranssexueller Gewalt. Sich gleichgeschlechtlich bzw. transident entwickelnde Kinder und Jugendliche brauchen gut informierte, vorurteilsfreie BetreuerInnen, die mit Gefühlen des „Anders“-Seins, der Heimatlosigkeit und Fremdheit sowohl in der eigenen Familie als auch in der peer-group vertraut sind und damit adäquat umgehen können. Junge Schwule, Lesben, Bisexuelle, Trans*Gender und Inter*Sex Personen sind in ihrer Entwicklung aufgrund des vorherrschenden Heterosexismus oft sehr verunsichert, verängstigt und einsam und nicht selten suizidgefährdet (Selbstmordversuchsrate sieben Mal höher als bei heterosexuellen Jugendlichen).

Ziel des Thementag ist es, sich dem Thema aus verschiedenen Perspektiven zu nähern, im Bereich gleichgeschlechtlicher und transidenter Entwicklungen und Lebensweisen zu sensibilisieren. Wie können wir in unserem Verantwortungsbereich offen mit dem Thema umgehen, einen geschützten Rahmen schaffen, in dem Vertrauen herrscht und Kinder / Jugendliche sich gesund entwickeln können? Wie kann Homo- und Transphobie und die daraus entstehenden Formen von Gewalt unter Jugendlichen abgebaut werden?

Modul 1: Was genau ist Homo- & Transphobie?

Mag. Johannes Wahala, Beratungsstelle COURAGE

Modul 2: Homo- & Transphobie in Schule und Jugendarbeit
Mag. Wolfgang Wilhelm, Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche und transgender Lebensweisen (WASt)

Modul 3: Psychosoziale Auswirkungen: Was macht Homo- & Transphobie mit Menschen?

Dr.in Patricia Bohrn, Beratungsstelle COURAGE

Modul 4: Gesetzliche Rahmenbedingungen –Strategien gegen Homo- & Transphobie
Dr. Helmut Graupner, Rechtskomitee Lambda

Kosten: Euro 24,-

Eine Koopertionsveranstaltung der und wienXtra-institut für freizeitpädagogik.

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In Memoriam Nationalratspräsidentin Mag.a BARBARA PRAMMER

1954 - † 2. August 2014

Foto Barbara Prammer und Johannes Wahala Tief betroffen über den Tod von Nationalratspräsidentin Mag.a Barbara Prammer bedankt sich das Team der Beratungsstellen für Ihre unermüdlich couragierte Unterstützung. Danke, liebe Barbara!

„Mit Barbara Prammer verlieren wir nicht nur eine engagierte und couragierte Mitstreiterin im Einsatz für die Grund- und Menschenrechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen, Trans*Gender und Inter*Sex Personen, sondern eine langjährige und zuverlässige Unterstützerin der Beratungsstellen . Barbara Prammer hat sich wie kaum eine andere Persönlichkeit der österreichischen Politik beherzt und überzeugt für die Vielfalt der Lebens- und Liebesformen in unserer Gesellschaft eingesetzt. Dass Menschenrechte im wahrsten Sinne unteilbar sind und deren Verwirklichung zu den Grundsäulen einer demokratischen Gesellschaft gehört, dafür ist Barbara Prammer als Mensch und Politikerin eine Garantin in unserem Land gewesen.“, erklärt Mag. Johannes Wahala, Leiter der Beratungsstellen .

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CHECK IT OUT!

Workshop-Offensive für mehr Respekt und gegen Homo- & Transphobie

Projekt-Sujet Homo? Hetero? Bi? Trans? – Jeder Mensch hat unabhängig von seiner geschlechtlichen Identität und sexuellen Orientierung das Recht auf Respekt und darauf, seine Identität und Liebe offen zu leben. Täglich werden Lesben, Schwule, Bisexuelle und TransGender-Personen jedoch diskriminiert und im schlimmsten Fall Opfer psychischer und körperlicher Gewalt.

Vorurteile, Zerrbilder und Ängste abbauen
Viele Lesben, Schwule, Bisexuelle und TransGender-Personen sowie deren Angehörige sind in einem hohen Maß offenen und auch verdeckten Diskriminierungen ausgesetzt. „Die Ergebnisse einer EU-weiten Studie zeigen, dass in Österreich 89 % der Lesben, Schwulen und Transgender-Personen in der Schule mit Mobbing oder Beleidigungen konfrontiert waren. Die Mehrheit verheimlicht während der Schulzeit ihre sexuelle Orientierung, vermutlich aus Angst vor Diskriminierung“, erläutert die Wiener Stadträtin Sandra Frauenberger. Grund für diskriminierende Verhaltensweisen sind Vorurteile, die häufig in Unkenntnis wurzeln. Durch Wissensvermittlung kann ein Umdenken bewirkt und Diskriminierung abgebaut werden.

Wissensbörse für Jugendliche zum Thema Homo- & Bisexualität, Transgender & Intersexualität
Die Beratungsstelle setzt es sich gemeinsam mit ihren KooperationspartnerInnen im Jugendprojekt CHECK IT OUT! zum Ziel, durch Aufklärung gewaltfreie Räume zu schaffen. Von 11. bis 13. Juni 20014 findet am Wiener Rathausplatz im Rahmen des Pride Village eine Workshop-Offensive für Schulklassen und Jugendgruppen statt. Täglich werden von 10 bis 18 Uhr Workshops angeboten, die von je zwei professionellen ReferentInnen der und der peerconnexion der HOSI-Wien durchgeführt werden. Die Workshops können im Vorfeld von Schulklassen und Jugendgruppen kostenfrei gebucht werden.

Bildungskampagne zum Abbau von homo- und transphoben Vorurteilen und Zerrbildern
In den Workshops werden Jugendliche ab 14 Jahren über die Themen Homo- und Bisexualität, TransGender und Transidentitäten, sowie über Queerness, Partnerschaften und Regenbogenfamilien informiert. Die ReferentInnen holen die Jugendlichen in ihren Lebenswelten ab. Interaktiv werden Vorurteile und Zerrbilder überprüft. Schwerpunkt ist die Sensibilisierung der Jugendlichen, die erst ein selbstbewusstes Auftreten gegen Homo- & Transphobie. Ziel von CHECK IT OUT! ist es, die leider noch immer weit verbreiteten homo- & transphoben Einstellungen und die daraus resultierenden Diskriminierungen, sowie Gewalt gegen Homosexuelle und TransGender-Personen zu mindern. „Vorurteile gehören hinterfragt und aufgebrochen – im Klassenzimmer, am Ausbildungsplatz, bei der Berufswahl und am Arbeitsplatz. Es geht um Chancengerechtigkeit - egal welches Geschlecht wir haben und unabhängig davon wen wir lieben – und darum, Vielfalt und Diversität als Chance zu begreifen und ihre Potentiale gemeinsam erkunden und nutzen zu können“, betont Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek.

Starke Allianz und Kooperation gegen Homo- und Transphobie
CHECK IT OUT! steht unter dem Ehrenschutz von Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek, der Wiener Stadträtin Sandra Frauenberger und dem Wiener Stadttrat Christian Oxonitsch steht, und ist eine Allianz hinter der 18 Organisationen stehen, wie die peerconneXion der HOSI Wien. Eine wichtige Signalfunktion haben auch die vielen UnterstützerInnen aus Wirtschaft und Politik. So wird CHECK IT OUT! auch vom Programm Vielfalter, das von Western Union initiiert wurde, und von SPÖ, Grünen und NEOS, gefördert.


Buchungen ab sofort möglich
Die kostenlosen Workshops dauern maximal 2 Stunden und können unter www.courage-beratung.at von Schulklassen oder Jugendgruppen gebucht werden. Für Jugendliche und Interessierte, die sich individuell Informieren wollen, ist die Lounge vom 11. – 13. Juni täglich ab 10 Uhr besetzt.

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Psychosoziale Versorgung in Österreich schwer gefährdet!

Familienberatungsstellen droht der finanzielle Kollaps

Symbolfoto Vielfalt Im Internationalen Jahr der Familien droht das Aus für die seit vierzig Jahren bestehenden Familienberatungsstellen Österreichs. Durch ein Budgetloch von über 2,8 Millionen Euro herrscht eine fatale finanzielle Situation, die die Gewährleistung der psychosozialen Versorgung der Menschen in Österreich massivst bedroht. Der „Dachverband Familienberatung“ fordert daher die sofortige Schließung des Finanzlochs.

2013 wurden in den insgesamt 420 Familienberatungsstellen in Österreich flächendeckend 234.00 Kinder, Jugendliche, Frauen, Männer, Paare und Familien beraten und betreut. Heuer muss das Familien- und Jugendministerium laut Vorgaben des Finanzministers 70 Millionen Euro einsparen. Seit 2007 hat es trotz Index-Steigerung und Erhöhung der Lohnkosten für Familienberatungsstellen keine Budgeterhöhung mehr gegeben.

Die Auswirkungen der prekären finanziellen Situation: In Zeiten der Wirtschaftskrise in der durch Burn Out, drohenden Verlust des Arbeitsplatzes, Arbeitslosigkeit, und daraus resultierenden schwerwiegenden Belastungssituationen in Familien ein stark vermehrter Bedarf nach professioneller, psychosozialer Betreuung besteht, müssen Beratungszeiten stark gekürzt werden. Kompetente Beraterinnen und Berater wandern aufgrund von Niedrighonorarsätzen, die seit 1996 nicht erhöht wurden, zunehmend ab. Die Folge: extrem lange Wartelisten. So musste ein 13-Jähriges Mädchen nach sexuellem Missbrauch ein halbes Jahr auf einen Betreuungsplatz in einer entsprechenden Einrichtung warten. Sollte das Finanzloch nicht behoben werden, müssen 20.000 Beratungsstunden eingespart werden.

In Familienberatungsstellen finden Familien, Paare, Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche kostenfreie, anonyme Unterstützung und Beratung in vielfältigen Krisen wie bei Erziehungsproblemen, Paarkonflikten, Trennungen, Kindesmisshandlungen, schulischen Problemen, Arbeitslosigkeit, Behinderung, Migration, Mobbing, psychischen Problemen, Gewalt, Sucht etc. Spezialisierte Beratungsstellen für gleichgeschlechtliche und transgender Menschen, sowie Beratungsstellen für Menschen mit Migrationshintergrund sind unerlässlich – und nun aufgrund der katastrophalen finanziellen Situation vom Zusperren bedroht. Das Finanzloch von 2,8 Millionen Euro muss sofort gedeckt werden – sonst steht die umfassende, psychosoziale Versorgung in Österreich auf dem Spiel.

Rückfragehinweis:
Dachverband Familienberatung
Mag. Johannes Wahala, Mediensprecher

Email: j.wahala@courage-beratung.at
Telefon: 01/ 585 69 60

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Bisexualität - doppelte Lust oder doppelter Frust?

The bisexual pride flag „Bisexualität verdoppelt die Chancen auf ein Rendezvous am Samstag-Abend“, sagt Woody Allen. Doppelte Lust attestiert ihnen die Sensationspresse. Von doppeltem Frust berichten viele Bisexuelle. Diese halben Wahrheiten ergeben ein zerrissenes Bild.

Zwischen allen Stühlen, Gefühlen und Betten finden sich Frauen und Männer wieder, die beide Geschlechter lieben. Tatsächlich gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten, so zu leben. Wer für beide Geschlechter gleich empfindet, sieht sich im Spannungsfeld schwer vereinbarer Bedürfnisse. Dabei kann die sexuelle Vielfalt überaus bereichernd wirken. Über Wohl und Weh entscheidet nicht die sexuelle Orientierung, sondern wie man mit ihr lebt. Halbherzige Homosexuelle jedenfalls sind sie ganz und gar nicht. Sie fühlen sich weder als verklemmte Lesben und Homos, noch als zu allem bereite, experimentierfreundige Heteras und Heteros. Das unbekannte Terrain der gleichgeschlechtlichen Liebe löst Ängste aus, nicht nur bei den PartnerInnen. Die Ungläubigkeit einer in hetero- und homosexuell geteilten Welt setzt den Bisexuellen mächtig zu. Verwirrung bleibt – wo immer jemand zwischen den Geschlechtern l(i)ebt.

Der Konflikt Bisexualität und gesellschaftliche Normen löst bei einigen Zweifel an der Fähigkeit aus, ihre Geschlechtsrolle zu erfüllen. Zweifellos kann das Etikett „bi“ für viele der erste Schritt ins schwule oder lesbische Leben sein. Das bisexuelle Verhalten aber macht notwendigerweise noch keine bisexuelle Identität aus. Es gibt eine Gruppe von Menschen, die auf beide Geschlechter festgelegt sind. Damit bleibt eine zahlenmäßig nicht erfasste Gruppe, die nicht nur gelegentlich zwischen Mann und Frau wählt. Wer keine dauerhafte Bindung anstrebt, kann durch die größere Auswahl bereichert werden – wenn er seine Neigung akzeptiert und durch Erziehung oder Umfeld nicht in Gewissensqualen getrieben wird. Wer hingegen die Nähe zu einem einzigen Menschen als Beziehungsideal empfindet, findet sich in der Zwickmühle: Das Ideal steht im Widerspruch zu den eigenen Bedürfnissen. Der Stellenwert bisexueller Liebe richtet sich daher nach den Wertvorstellungen der Beteiligten – und die sind ebenso unterschiedlich wie die Menschen.

Im Zeitalter von „Aids“ hat es so manche Medienkampagne nicht verabsäumt, bisexuelle Männer als „Aids-Bringer“ ins Gerede zu bringen. Es bedurfte mühevoller Aufklärungsarbeit, dass auch hier gilt: Nicht die sexuelle Orientierung, sondern die Sexualpraktik, sprich: das Verhalten, ist für Übertragungen verantwortlich. Nicht nur durch die unbegründete Aids-Panik sondern auch durch das fehlende Netz an Unterstützung (z.B. Selbsthilfegruppen) leiden Bisexuelle an derselben sozialen Unterdrückung wie Homosexuelle. Das Dasein als Stiefkind der starren sexuellen Kategorien muss daher zunehmend aufgegeben werden. Bisexuelle wollen ebenfalls nicht mehr länger im Windschatten der Homosexualität stehen.

Ähnlich wie zu Beginn der Frauen-, Schwulen- und Lesbenbewegung bildet sich allmählich ein bisexuelles Selbstverständnis heraus, dass sich im folgenden Motto zusammenfassen lässt: „Wir sind keine Weltenwanderer, sondern wir haben eine eigene!“ (TF)

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COURAGE trauert um Helga Pankratz (1959 – 2014)

Foto von Helga Pankratz Mit Betroffenheit, Ehrfurcht und in tiefer Trauer verabschieden sich die MitarbeiterInnen der Beratungsstelle von Helga Pankratz, die am 26. Jänner 2014 – nur wenige Tage vor ihrem 55. Geburtstag – an einem Krebsleiden verstorben ist.

„Mit Helga Pankratz verliert die heimische Lesben-, Schwulen- und TransGender-Community sowie die österreichische Frauenbewegung eine engagierte und couragierte Frau. Helga trat entschieden für die Gleichstellung der Geschlechter, der sexuellen Orientierungen und der geschlechtlichen Identitäten ein. Sie ist für viele Menschen zu einem Vorbild für den Einsatz und Respekt der Vielfalt des menschlichen Lebens geworden.“, erklärt Johannes Wahala, Leiter der Beratungsstelle . „Die Begegnungen mit Helga haben mich immer wieder motiviert, für das einzustehen, woran ich glaube. Helga war in Zeiten der beginnenden Liberalisierung unserer Gesellschaft ein beherzter Stachel.“, so Johannes Wahala.

1981 war sie Mitbegründerin der Lesbengruppe und 1983 der schwul-lesbischen Jugendgruppe im Verein Homosexuelle Initiative Wien. Von März 2001 bis März 2004 war sie auch Obfrau der HOSI-Wien. Sie rief das LGBT Schulbesuchsprojekt „peerconnexion“ ins Leben und förderte die Aktivitäten der LGBT Sportvereine. Im Jahr 2000 wurde sie mit dem Gay And Lesbian Award (G.A.L.A.) der HOSI Linz für besondere Verdienste um die rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen in Österreich ausgezeichnet.

Die verabschiedet sich von Helga Pankratz mit einem ehrlichen DANKE! und im tiefem Respekt für Ihr Lebenswerk!

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VERFASSUNGSGERICHTSHOF: Samenspendeverbot für lesbische Paare ist verfassungswidrig!

Dr. Graupner: „Ein großer Tag für den österreichischen Rechtsstaat“

Symbolfoto 2 Mütter mit Kind Das Rechtskomitee LAMBDA (RKL), feiert den fünften großen Erfolg seiner EP-Klagsoffensive (EP = Eingetragene Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare). In einer weltweit bahnbrechenden Entscheidung hat der Verfassungsgerichtshof die gesetzliche Beschränkung der medizinisch unterstützten Fortpflanzung auf verschiedengeschlechtliche Ehen und Lebensgemeinschaften aufgehoben.

Nach dem Bindestrich bei Doppelnamen, der nachträglichen Annahme eines Doppelnamens, der Zeremonie samt JA-Wort und Trauzeugen sowie dem Amtsraumzwang hat der Verfassungsgerichtshof nun die Gleichstellung von Ehe und EP angeordnet. Für das Verbot der Samenspende bei lesbischen Paaren sehen die VerfassungsrichterInnen keinen Grund. Auch die traditionelle Familie ist nicht tangiert, wenn der Kinderwunsch gleichgeschlechtlicher Paare erfüllt wird. Symbolträchtig fällten die Verfassungsrichter ihr bahnbrechendes Urteil am 10. Dezember 2013, dem Internationalen Tag der Menschenrechte.

In seiner Erkenntnis bekräftigt der Verfassungsgerichtshof, dass auch gleichge-schlechtliche Paare (mit Kindern) Familie sind (VfGH 10.12.2013, G 16/2013, G 44/2013, par. 36). Der Ausschluss lesbischer Paare von Samenspenden könne auch nicht mit dem Schutz der verschiedengeschlechtlichen Familie gerechtfertigt werden, weil gleichgeschlechtliche Partnerschaften „nicht in einem Substitutionverhältnis zu Ehen und verschiedengeschlechtlichen Lebensgemeinschaften (stehen) sondern (…) zu diesen hinzu(treten); sie vermögen diese daher auch nicht zu gefährden“ (par. 54).

Auch gleichgeschlechtlichen Paaren kommt das Menschenrecht auf Fortpflanzung zu (Art. 8 EMRK). Dr. Graupner. „Die Entscheidung des VfGH ist die weltweit erste, mit der ein Höchstgericht den Ausschluss lesbischer Paare von medizinisch unterstützter Fortpflanzung als Menschenrechtsverletzung erkennt“.

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Grazer Menschenrechtspreis 2013 an COURAGE Beraterin!

Foto Susanne Ecker gratuliert Kollegin Mag.a Susanna Ecker ganz herzlich zur Verleihung des Grazer Menschenrechtspreises 2013!

Die Rechtsanwältin und Mitarbeiterin der Graz, Mag.a Susanna Ecker, wurde heuer am internationalen Tag der Menschenrechte (10.12.2013) von der Stadt Graz für ihr hohes Engagement im Rahmen ihrer rechtlichen Beratungen und Unterstützungen sowie der öffentlichen Bewusstseinsbildung schwieriger Lebensumstände von benachteiligten Personen(-gruppen) mit dem Menschenrechtspreis ausgezeichnet.

Mag.a Susanna Ecker arbeitet selbstständig in ihrer eigenen Kanzlei, bietet in mehreren sozialen Einrichtungen Beratungen zu unterschiedlichen Rechtsthemen an und engagiert sich auch politisch als Vorstandssprecherin der Grazer Grünen für die Durchsetzung der Menschenrechte. Als Mitarbeiterin der Graz führt sie niederschwellige und leicht verständliche Rechtsgespräche zu LGTB-Themen.

Besonders aufgrund ihres geradlinigen, unkomplizierten Auftretens, ihrer Herzlichkeit sowie ihrem mutigen und couragierten Einsatz für ihre KlientInnen wird sie von ihren KollegInnen geschätzt und ist unverzichtbarer Teil des Teams geworden.

ist sehr stolz darauf, Mag.a Susanna Ecker im Team zu haben und freut sich mit ihr über die Honorierung ihres Einsatzes, nicht zuletzt gegen die Diskriminierungen homo- und transsexueller Menschen!

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Shoppen für mehr COURAGE!

Die neue Art des Spendens

Spendenshop Logo Seit ihrer Gründung im Jahre 2000 haben die COURAGE-Beratungsstellen in Wien, Graz und Innsbruck an die 15.000 Menschen beraten und begleitet. Die Menschen, die zu uns kommen, erhalten diese Unterstützung und Hilfestellung kostenlos. Dies ist nur deshalb möglich, weil die COURAGE zum größten Teil über öffentliche Budgetmittel finanziert wird. COURAGE ist aber auch auf Spenden und Zuwendungen angewiesen. Ihre Spende hilft uns, unsere Beratungsangebote auch in Zukunft aufrecht zu erhalten und Menschen in schwierigen Lebenslagen zu unterstützen.

Wir möchten Ihnen eine innovative Art des Spendens vorstellen: Im -Spendenshop unter www.shop2help.net/courage können Sie beim Shoppen im Internet spenden - ganz ohne Mehrkosten!

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Studie:

Kinderwunsch schwuler Männer

Grafik Männer mit Kind Zurzeit wird an der Universität Trier ein Forschungsprojekt zum Thema „Kinderwunsch schwuler Männer“ durchgeführt.

Partnerschaften gleichgeschlechtlicher Paare werden zunehmend akzeptiert und sind inzwischen auch legalisiert. Doch der Elternschaft homosexueller Menschen wird immer noch mit einiger Skepsis begegnet – zuweilen auch von Lesben und Schwulen selbst.

Vor diesem Hintergrund soll untersucht werden, wie schwule, kinderlose Männer im Alter zwischen 18 und 40 Jahren zu den Themen Kinderwunsch und Elternschaft stehen und was ihre diesbezügliche Einstellung beeinflusst.

Diese Studie basiert auf einem Online-Fragebogen. Um mit diesem eine möglichst große und repräsentative Anzahl schwuler, kinderloser Männer zu erreichen, bitten die StudienautorInnen um Unterstützung.

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And the GRAZIA 2013 goes to … COURAGE!

Preisurkunde

Am 15. Mai jeden Jahres wird der internationale „Tag der Familie“ gefeiert und geehrt. Auch die Stadt Graz in Kooperation mit dem Kinderschutz-Zentrum Graz und dem Katholischen Familienverband Steiermark verleiht diesem „Tag der Familie“ eine besondere Bedeutung. Mit dem Preis GRAZIA werden an diesem Tag jene Personen und Gruppen geehrt, die sich in Graz „für Kinder stark gemacht haben“.

In der Kategorie gemeinnützige Organisationen ging der 3. Platz heuer an die Beratungsstelle . Die GRAZIA, der Kinderschutzpreis der Stadt Graz, wurde am 18. Juni 2013 vom Grazer Bürgermeister Mag. Nagl, der Bürgermeisterstellvertreterin Mag.a Dr.in Schröck, Sissy Potzinger vom katholischen Familienverband, Stadtrat Eisel-Eiselsberg und Mag.a Pregartner vom Kinderschutz-Zentrum überreicht.

„Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung unserer Arbeit“, so Mag. Johannes Wahala, Leiter der . „Vor wenigen Jahren wäre es noch unmöglich gewesen, dass eine Organisation wie die , die sich um die Anliegen von LGBT-Personen kümmert, einen solchen Preis erhält. Es ist gut, dass sich langsam aber sicher etwas bewegt.“

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Neue Broschüre der Stadt Wien zum Thema „Trans*Identitäten"

Cover der Broschüre Die Stadt Wien ergreift Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation von Transgender-Personen.

Dazu gehört, dass es in Wien seit Februar 2013 ausreicht, bei der Personenstandsänderung ein psychotherapeutisches Gutachten vorzuweisen. Bisher war ein psychiatrisches oder klinisch-psychologisches Gutachten notwendig. Weiters wurde Österreichs erste Broschüre zu "Trans*Identitäten" herausgebracht. Die Broschüre bietet Basisinformationen zum Thema. Sie ist vor allem für das Umfeld von Transgender-Personen hilfreich. Zudem erläutert sie die rechtliche Situation, klärt über medizinische Behandlungsaspekte auf und sensibilisiert das soziale Umfeld.

„Die neue Broschüre der Stadt Wien zum Thema „Trans*Identitäten“ ist fachlich hervorragend, informativ und sprachlich sehr sensibel verfasst. In ihr kommt der Respekt und die Wertschätzung gegenüber Transgender-Personen und transident empfindenden Menschen deutlich zum Ausdruck. Damit zeigt die Wiener Stadtregierung, dass sie sich glaubhaft für die Vielfalt der Lebensweisen einsetzt“, freut sich Mag. Johannes Wahala, Leiter der Beratungsstelle , über die längst fällige Bündelung von Informationen zu dem Thema.

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SEX 2.0 - SEXUALITÄTEN, INTIMITÄTEN UND BEZIEHUNGEN IM ZEITALTER NEUER MEDIEN

& ÖGS laden am 19. und 20. April zur Fachtagung

Sujet der Fachtagung Sex 2.0 Seit der Einführung und Etablierung des Internets befinden sich unsere Gesellschaften in einem rasanten Transformationsprozess: World Wide Web und neue Medien haben Beziehungsstrukturen einschneidend und gravierend verändert. Sexualitäten, Intimitäten und Beziehungen werden zu immer bedeutsameren Erlebniswelten in den neuen Medien.

Sexualität bezieht sich z.B. nicht mehr nur auf „reales“ Sexualverhalten. Menschen können über Chaträume anonym über ihre sexuellen Wünsche und Phantasien „sprechen“, sich zu schnellen sexuellen Kontakten verabreden. Vor dem Bildschirm kann Sexualität ohne körperliche Berührungen erlebt werden. Pornographien allen Genres werden produziert, konsumiert und weitergereicht. „Sexuelle Minoritäten“ mit speziellen Vorlieben finden heute die "Nadel im Heuhaufen" via Internet.

Die neuen Medien verändern aber nicht nur unsere Sexualität(en), sondern auch Beziehungsdynamiken und Kontaktverhalten vieler NutzerInnen: Immer mehr Beziehungen kommen über das Internet zustande und werden über geografische und zeitliche Distanzen gelebt. In so mancher Beziehung werden Handys und soziale Plattformen zu Kontrollinstrumenten.

Was machen Mädchen und Jungen, Frauen und Männer im und mit dem Internet, was macht das Internet mit ihnen? Ist die virtuelle Erfahrung mit Sex im Internet eine Möglichkeit der Orientierung im Sinne des Probehandelns oder schränkt sie individuelle Fantasieräume ein? Wie verändern die neuen Medien unseren Blick auf Körper und Körperkulturen? Bricht die Konfrontation mit Sex im Internet notwendige Tabus auf oder verwischt sie die Grenze zwischen Fantasie und Realität und führt gar zu mehr sexueller Gewalt? Welche Chancen und Gefahren ergeben sich daraus für Kinder und Jugendliche, die schon früh durch die neuen Medien sozialisiert werden? Wie stark ist der Einfluss des Internets auf Sexualität und Beziehung der „Generation Porno“?

Die Fachtagung SEX 2.0 – SEXUALITÄTEN, INTIMITÄTEN UND BEZIEHUNGEN IM ZEITALTER NEUER MEDIEN bietet Möglichkeiten zum Diskurs und Austausch neuester humanwissenschaftlicher Erkenntnisse und Entwicklungen. Es werden die im World Wide Web neu konstruierten (Beziehungs-)Räume und Neosexualitäten dargestellt, hinterfragt und analysiert.

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„ES FÜHLT SICH IMMER BESSER AN!“

Coming Out-Treff in Graz für Frauen jeden Alters

Piktogramm Gruppe Graz Rosalila PantherInnen und -Graz bieten Angebot für Frauen jeden Alters

In einer Gruppe ermöglicht der Austausch mit Frauen in ähnlicher Situation Erleichterung darüber nicht alleine zu sein, unter Anleitung einer Beraterin gibt es Anregungen zum einander kennen lernen und Reflexion der eigenen Geschichte, in Gemeinschaft Unternehmungen zu planen und ein Ankommen in der eigenen Selbstakzeptanz zu erleben.

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TransGender – Transsexualität/ Transidentität/Gender-Dysphorie

Neuer Lehrgang 2013

Piktogramm TransGender , die Österreichische Gesellschaft für Sexualforschung – ÖGS und die Interdisziplinäre ExpertInnengruppe „Psychotherapie und Transidentität” im ÖBVP starten 2013 einen neuen Lehrgang unter dem Titel "TransGender – Transsexualität/ Transidentität/Gender-Dysphorie".

Der Lehrgang richtet sich an PsychotherapeutInnen, dipl. SozialarbeiterInnen, PsychologInnen, Paar- und FamilienberaterInnen, PädagogInnen, Lebens- und SozialberaterInnen, MediatorInnen etc.

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11. Oktober: Internationaler Coming Out Day

COMING OUT – ein lebenslanger Prozess

Du bist nicht allein! Die meisten Menschen können sich sehr gut an ihre ersten sexuellen Erfahrungen und Gehversuche erinnern. Bis ins hohe Alter schwärmen Menschen von den aufregenden und schönen ersten sexuellen Kontakten, dem ersten Kuss, dem „ersten Mal“, dem ersten Gefühl des Verliebtseins während ihrer Pubertät. Jener Zeit, in der die Menschen ihre Sexualität zum ersten Mal bewusst spüren und ein Gefühl dafür entwickeln, wie wichtig der Austausch von körperlicher Zuneigung und Zärtlichkeiten für uns Menschen ist.

Viele Menschen leiden jedoch darunter, dass sie ihre sexuellen Wünsche, Vorlieben und Sehnsüchten nicht aussprechen, geschweige denn leben können. Vor allem gleichgeschlechtlich empfindende Menschen und Transgender-Personen stehen unter einem hohen (psychischen) Druck. Trotz einer immer toleranter werdenden Gesellschaft, wird gleichgeschlechtliche Liebe nach wie vor nicht als gleichberechtigt, als Selbstverständlichkeit akzeptiert.

Heterosexuell empfindende Menschen müssen sich in der Regel nicht vor/bei ihren Mitmenschen, ihren ArbeitskollegInnen, im FreundInnenkreis als „heterosexuell“ outen, zu ihrer sexuellen Orientierung oder Identität Rede und Antwort stehen, da viele Menschen Heterosexualität als gegeben („normal“, „gottgewollt“, „natürlich“) voraussetzen. Für gleichgeschlechtlich empfindende Menschen und Transgender-Personen ist es daher umso schwerer, in ihrem Bekannten- und FreundInnenkreis, ihrem sozialen Umfeld über ihre Sexualität, ihre Empfindungen und Gefühle zu sprechen.

Viele gleichgeschlechtlich empfindende Menschen und Transgender-Personen nehmen zum ersten Mal während ihrer Pubertät bewusst wahr, dass sie „anders“ sind. Das ist der Beginn eines Prozesses, den die meisten Menschen unter der Bezeichnung „Coming out“ kennen. Für viele gleichgeschlechtlich empfindende Menschen und Transgender-Personen ist der Prozess des Coming-Outs eine wichtige Entwicklung in ihrem Leben. Den Mut zu finden, mit seinen nächsten Mitmenschen, Freundinnen und Freunden offen darüber zu sprechen, wie man sich selbst definiert, welche Vorlieben man hat und welchen Lebensstil man bevorzugt, ist kein einfaches Unterfangen. Schon ältere, als „erwachsen“ geltende Menschen haben damit ein Problem, offen über ihre Gefühle und Empfindungen zu sprechen; es ist daher verständlich, wenn junge, insbesondere gleichgeschlechtlich empfindende Menschen und Transgender-Personen Schwierigkeiten haben, ein gesundes Verständnis für ihre eigene Sexualität und Identität zu entwickeln, ein entsprechendes Verhältnis zu sich, ihrem Körper, ihren Gefühlen und ihren Sehnsüchten aufzubauen.

Viele gleichgeschlechtlich empfindende Menschen und Transgender-Personen, insbesondere Jugendliche fühlen (oder fühlten) sich mit diesen schwierigen Entwicklungen in ihrer Pubertät allein gelassen. Sie sind damit überfordert, ihre eigene Identität zu finden und sich selbst zu definieren. „Sich gleichgeschlechtlich entwickelnde Kinder merken bereits sehr früh, dass sie anders sind als die Anderen. Das beschäftigt sie sehr stark. Wenn dann auch noch von außen ständig Signale kommen, dass ihr Verhalten falsch ist, entsteht beim Kind das permanente Gefühl, Erwartungen nicht erfüllen zu können. Mehr und mehr entwickeln sie ein Gefühl der Heimatlosigkeit und der Entfremdung von der eigenen Familie, da sie sich in ihrem Fühlen und Verhalten nicht zuordnen können und sich zunehmend als Außenseiter fühlen.“, erzählt Mag. Johannes Wahala, Leiter der Beratungsstelle .

Aus Angst verletzt zu werden, Freundinnen und Freunde zu verlieren oder Ablehnung von geliebten Menschen zu erfahren, wenn diese von der eigenen sexuellen Orientierung oder Identität wissen, verschweigen viele Menschen ihre Gefühle gegenüber ihrem FreundInnenkreis, ihren Eltern und ihrem sozialen Umfeld. Einige entwickeln aus Angst, nicht als „normal“ zu gelten, eine Abneigung gegen gleichgeschlechtlich empfindende Menschen und Transgender-Personen. Das kann sogar so weit gehen, dass derart verunsicherte Menschen Gewalt gegen gleichgeschlechtlich empfindende Menschen und Transgender-Personen ausüben, selbst diskriminierend ihrer eigenen Sexualität und Identität gegenüber stehen. Für die gesunde Entwicklung eines Menschen ist es jedoch wichtig, sich der eigenen Gefühle und Empfindungen bewusst zu sein, die eigene Sexualität und Identität sowie diesbezügliche Neigungen, Vorstellungen, Sehnsüchte zu akzeptieren (und nicht bloss zu tolerieren).

Eine österreichische Studie zum Selbstmordrisiko im Zusammenhang mit der sexuellen Orientierung kam zum Schluss, dass das Selbstmordrisiko bei gleichgeschlechtlich empfindenden Menschen etwa siebenmal so hoch ist wie bei Heterosexuellen. Fast jeder dritte Suizidversuch in Österreich wird von einem gleichgeschlechtlich empfindenden Menschen begangen. Hauptursache dafür ist die mangelnde soziale Unterstützung, vor allem durch die eigenen Eltern und das engste soziale Umfeld. Über 90 Prozent aller Selbstmordversuche von gleichgeschlechtlich empfindenden Menschen geschehen im Alter zwischen 15 und 27 Jahren, also während des oft als sehr schmerzhaft erlebten Coming-out-Prozesses.

In einer Gesellschaft, in der zwar Nacktheit und Pornographie im Überfluss vorhanden ist, aber Sexualität nach wie vor eines der größten Tabuthemen darstellt, sind eben auch Eltern, Angehörige und der FreundInnenkreis mit solchen Prozessen der identitätsstiftenden Selbstfindung überfordert, können nicht damit umgehen, wenn ihre Kinder, ihre Angehörgien, ihre Freundinnen und Freunde nicht der gesellschaftlich geprägten Norm entsprechen und darunter leiden, dass sie sich „anders“ fühlen. Und sind sprachlos, verharren in Schweigsamkeit, weil auch sie nicht anzusprechen gelernt haben, was gleichgeschlechtlich empfindende Menschen und Transgender-Personen in solchen schwierigen Situationen bedürfen. „Kinder und Jugendliche haben oft Angst, von ihren Eltern abgelehnt oder verstoßen zu werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Eltern ihren Kindern sagen, dass sie immer zu ihnen stehen werden und sie ihr Sohn bzw. ihre Tochter bleiben.“, rät Mag. Wahala.

Die -Beratungsstellen in Wien, Graz und Innsbruck setzen hier an und bieten sowohl Unterstützung für gleichgeschlechtlich empfindende Menschen und Transgender-Personen als auch für deren Eltern, Angehörige, Lehrerinnen und Lehrer, Freundinnen und Freunde, Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen. Jeder Mensch, der sich eingesteht, professionelle Unterstützung in diesem Lebensbereich zu brauchen, wird vom multiprofessionellen Team willkommen geheißen. Die unterstützt und begleitet kostenlos Menschen, die sich ihres „Anderssein“ bewusst sind. Sie bietet konkrete Hilfe für all jene, die sich über ihre Sexualität, ihre sexuelle Orientierung und Identität im Unklaren sind, an sich und ihrer „gesellschaftlichen Normalität“ zweifeln. Die Beraterinnen und Berater der begleiten Menschen auf deren Weg des Coming-out-Prozesses, bei deren Entwicklung eines gesunden Verhältnisses zur eigenen Person, der eigenen Sexualität und Identität. Das ermöglicht den Menschen, sich angstfrei zu entwickeln und sich verstanden, nicht mehr alleine zu fühlen.


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Neu an der COURAGE GRAZ: Kostenlose Rechtsberatung

Justitia

Mit der Rechtsanwältin Mag.a jur. Susanna Ecker konnte für die GRAZ eine erfahrene und engagierte Juristin gewonnen werden. Ab sofort bietet die GRAZ nun auch kostenlose und anonyme Rechtsberatung und Hilfe vor allem für Lesben, Schwule, Bisexuelle, TransGender-Personen und ihre Angehörigen bei allen Fragen im Zusammenhang mit LGBT-Themen.

Die Rechtsberatung an der GRAZ findet jeden zweiten Dienstag in der Zeit von 19 – 20 Uhr statt.

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Neue Gruppen braucht das Land!

Gruppenfoto Im Herbst 2012 starten wieder viele neue Gruppen an der COURAGE Wien

Neben der Beratungstätigkeit und der damit verbundene Unterstützung, bietet auch Selbsthilfe- und Selbsterfahrungsgruppen an. Das gemeinsame Thema und die gegenseitige Unterstützung lindert bei vielen Menschen den Leidensdruck, führt zur Erleichterung und ermöglicht neue Sichtweisen und Lösungen. Sie sind Orte der Begegnung, des Austausches und der Kommunikation, denn „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“. (Martin Buber)

Ab 4.9.: YOUNG*TRANS - Psychotherapeutische Gruppe für junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren mit TransGender-Themen

NEU ab 25.9.: TRANS*IDENTITIES - Psychotherapeutische Gruppe für erwachsene Menschen mit TransGender-Themen

Ab 26.9.: YOUNG*QUEER - Begleitete Selbsthilfegruppe für junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahre

Ab 4.10.: SAPPHO - Psychotherapeutische Gruppe für lesbische und bisexuelle Frauen

Ab 8.10.: OASE - Therapeutische Gruppe für schwule und bisexuelle Männer

Ab 25.10.: TRANS*FAMILY - Selbsthilfegruppe für PartnerInnen sowie Eltern und Angehörige von transidenten Personen

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Revolutionäres Heilmittel gegen Homophobie

Die Beratungsstelle bringt nach 10-jähriger Entwicklungszeit ein Heilmittel gegen Homophobie auf den Markt. HOMOPHOBEXforte enthält die Wirk- und Inhaltsstoffe Akzeptanz, Respekt und Gleichwertigkeit.

Logo des neuen Medikaments Die Beratungsstelle hat nach langjährigen Anstrengungen nun den Stein der Weisen im Bereich der Homophobie-Forschung entdeckt. In der Vergangenheit war es üblich, nach mehr Toleranz zu verlangen. Im Lichte der aktuellen Forschungsergebnisse erscheint diese Forderung jedoch überholt und antiquiert. Denn wie sich nun herausgestellt hat, muss ein adäquates Heilmittel vor allem eine Kombination aus Akzeptanz, Respekt und Gleichwertigkeit enthalten.

HOMOPHOBEXforte, so der Name dieses bahnbrechenden Heilmittels, ist ohne Verschreibung erhältlich und hilft vor allem gegen Homo- und Transphobie, aber auch bei Diskriminierungszwang, Mobbingsucht und Gewaltbereitschaft. Die neue Rezeptur kommt ganz ohne den Wirkstoff Toleranz aus, denn viele Menschen haben vor allem diesen Inhaltsstoff nicht oder nur schwer (v)ertragen können. HOMOPHOBEXforte wirkt zwar nicht sehr schnell, dafür nachhaltig und zuverlässig im Kopf der Betroffenen, Ängstlichen und Leidenden. Langfristige Auswirkungen dieses Präparats sind die Verminderung von individuellen Ängsten, die Abnahme von Wut und Aggressionen, die Entwicklung eines positiveren und erweiterten Selbstbildes sowie eine offene, auf gegenseitigen Respekt aufbauende Gesellschaft.

Was wie eine humorvolle Aktion im Rahmen der Regenbogenparade wirkt, hat einen ernsten Hintergrund: Auch im dritten Jahrtausend werden Homosexuelle und TransGender-Personen oft nicht als das gesehen, wer sie sind: Individuen mit menschlichen Grundbedürfnissen, Wünschen, Sehnsüchten und Vorlieben. Nach wie vor werden sie diskriminiert. Oft im alltäglichen Zusammenleben, noch öfter in den Köpfen der Mitmenschen. Weil es in der Zwischenzeit – jedenfalls in den meisten reichen Industriestaaten – nicht politisch korrekt ist, über Homosexualität zu schimpfen und zu lästern, geschieht die Diskriminierung subtiler und oft unterhalb der Gürtellinie. Am Arbeitsplatz oder in der politischen Diskussion reicht in der Regel das Voranstellen der sexuellen Orientierung vor die Berufs- oder Funktionsbezeichnung, um in einer Gruppe aufzuzeigen, dass es (lediglich) um Toleranz und nicht um Akzeptanz geht: der schwule Kollege, die lesbische Gemeinderätin, … Dass es einer solchen bewusstseinsbildenden Aufklärungsarbeit bedarf, zeigen die Statistiken: Die Selbstmordversuchsrate bei Homosexuellen in Österreich ist siebenmal höher als bei Heterosexuellen. Hauptursache ist die mangelnde familiäre, soziale und rechtliche Unterstützung. Über 90% aller Selbstmordversuche von gleichgeschlechtlich empfindenden Menschen geschehen im Alter zwischen 15 und 27 Jahren, also während des oft sehr schmerzhaft erlebten Coming-out-Prozesses.

Die lange Zeit geprägten Vorurteile sitzen noch immer tief: War Homosexualität im Mittelalter noch „Sünde“ oder „wider der Natur“, so glauben heute noch immer viele Menschen, Homosexualität sei eine psychische Störung/Krankheit oder gar pervers und daher heilbar, wenn die derart „Betroffenen“ nur wollten. Eine Meinung, die sich schon seit Jahrhunderten hartnäckig hält. Und das, obwohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Diagnose „Homosexualität“ vor über 20 Jahren, nämlich am 17. Mai 1990 aus dem internationalen Diagnoseklassifikationssystem (ICD) ersatzlos gestrichen hat.

„Akzeptanz der Vielfalt anstelle der Toleranz des Anderen. Eine tolerante Gesellschaft erkennt man daran, dass die darin lebenden Menschen die Vielfalt der individuellen Lebensentwürfe als gleichwertig wahrnehmen, akzeptieren und als Bereicherung für sich und die Gesellschaft sehen“, ist Mag. Johannes Wahala, Leiter der Beratungsstelle überzeugt, dass der Unterschied zwischen Toleranz und Akzeptanz im Detail steckt. HOMOPHOBEXforte soll darauf aufmerksam machen. Denn während die lediglich Tolerierten niemals als gleichwertige Menschen angesehen werden, sind die Akzeptierten Teil der Gesellschaft und gar nicht mehr aus dieser wegzudenken.

Gleichgeschlechtlich Empfindende und L(i)ebende müssen in einer Gesellschaft, die an sich selbst den Anspruch stellt, aufgeklärt zu sein und die Vielfalt zu fördern, als das akzeptiert werden, was sie sind, nämlich gleichberechtigte und gleichwertige Individuen. Nicht mehr und nicht weniger. fordert daher mehr Courage in der Gesellschaft, allen voran in Politik, Bildung und Wirtschaft. Damit niemand Angst haben muss!

HOMOPHOBEXforte ist ab sofort unter info@courage-beratung.at erhältlich. Bei Fragen oder Nebenwirkungen wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an den Hersteller.

Fotos von der Markteinführung finden Sie hier.

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Homo? Hetero? Bi? Trans?

CHECK IT OUT - FRAG´ DICH COOL!

CHECK IT OUT: Homo? Hetero? Bi? Trans? „Schwuchtel!“, „Homo!“, „Lesbe!“ – diese Schimpfwörter kennen die meisten aus der Schule oder dem Jugendzentrum. Aber: Was weißt Du wirklich über Schwule und Lesben - ihr Alltagsleben, ihre Beziehungen, ihren Sex? Und wie steht´s mit TransGender und Transsexuellen?

Über Sex & Liebe zwischen Männern und Frauen wird ja viel und gerne getratscht und noch mehr geprahlt, aber über andere Formen von Sexualität und Beziehung wird oft geschwiegen - aus Angst, aus Scham - und aus Feigheit.

Aber Sex und Liebe sind so vielfältig und bunt wie das Leben selbst. Jeder Mensch ist einzigartig und hat das Recht, seinen eigenen Weg zu finden - auch DU! Egal, in wen Du gerade verknallt bist und auf wen Du stehst!

Zeig´, dass Du mutiger und cooler bist als die, die einfach nur schimpfen und Vorurteile verbreiten. Etwas nicht zu wissen, ist keine Schande. Den Kopf in den Sand zu stecken, ist dann aber doch …echt uncool!

Deshalb: Komm vorbei, frag´ Dich cool! Alles, was du schon immer über Homo/Hetero/Bi/Trans/… wissen wolltest! Hier findest Du Antworten und Informationen!

Die Beratungsstelle erwartet dich vom 12. – 15. Juni täglich ab 15 Uhr in der -Lounge beim Pride Village am Wiener Rathausplatz.

Es kostet nichts und keiner beißt Dich!

Ein Auto oder eine Flugreise kannst Du nicht gewinnen, aber dafür nimmst Du Wissen mit nach Hause – und Wissen ist cool & macht sexy ;-)


CHECK IT OUT: Homo? Hetero? Bi? Trans? – FRAG´ DICH COOL! ist ein Projekt der in Kooperation mit dem Verein Wiener Jugendzentren

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Familien sind ein heißes Eisen

Volles Haus bei -Diskussion: 120 Gäste folgten der Einladung

Dass der Begriff Familie und ihre Funktion in der heutigen Gesellschaft immer wieder neu diskutiert werden, ist nichts Neues. Dass die traditionellen Volksparteien dazu nichts sagen wollen, hingegen schon.

Bereits in der Vorbereitungsphase wurde von vielen Parteien nur zögerlich Diskussionsbereitschaft signalisiert. Während von Seite der FPÖ und des BZÖ kein Interesse bestand, an der Diskussion teilzunehmen, zeigten sich vor allem SPÖ und die Grünen gesprächsbereit. Die für das EPG verantwortliche ÖVP-Ministerin, Dr.in Beatrix Karl entsendete den Leiter ihrer Zivilrechtssektion, Prof. Dr. Georg Kathrein, die SPÖ-Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek, die als einzige Regierungsvertreterin bereits fix zugesagt hatte, ließ sich aufgrund einer kurzfristigen Erkrankung von der Leiterin der Frauen- und Gleichstellungssektion, Frau Mag.a Ines Stilling vertreten. Der Diskussion tat dies aber keinen Abbruch. Im Gegenteil. Die beiden MinisterialbeamtInnen überzeugten mit erfrischender Ehrlichkeit über das Zustandekommen des EPG und die Hintergrundgespräche in Verwaltung und Politik. Dabei zeigten sich die beiden von ihrer pragmatischen Seite: „Mehr war politisch nicht drin“, war die einhellige Meinung aus dem Bundeskanzleramt und dem Justizministerium.

Der Leiter der Beratungsstelle , Mag. Johannes Wahala sprach über seine Erfahrungen im Beratungsalltag und die unterschiedlichen Problem- und Fragestellungen der KlientInnen. Barbara Schlachter, Obfrau von FAmOs (Familien Andersrum Österreich) erzählte über die Lebensrealitäten von Regenbogenfamilien und über Kindererziehung und Kinderwunsch in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften. Die einzige Vertreterin einer politischen Partei, die Europaparlamentarierin Mag.a Ulrike Lunacek von den Grünen gab mit ihren Ausführungen Einblick in den Stand der Gleichstellungsbemühungen auf europäischer Ebene und ihre Erfahrungen mit konservativen VerhandlungspartnerInnen in der österreichischen Politik. Dass dem EPG eine homophobe Grundhaltung zugrunde liegt, wie von den meisten PodiumsteilnehmerInnen behauptet, wollte der Leiter der Zivilrechtssektion, Prof. Dr. Kathrein nicht im Raum stehen lassen. Den Argumenten und Ausführungen des ausgewiesenen Rechtsexperten und Präsidenten des Rechtskomitees LAMBDA, Dr. Helmut Graupner, zu den homophoben Bestimmungen im EPG war jedoch wenig entgegenzusetzen. Und so blieb ein informativer Abend, die Ernüchterung über politische Vorgänge bei der Textierung und Formulierung von Gesetzesbestimmungen und die Aussicht, dass mensch auch mit kleinen Schritten langsam ans Ziel oder zumindestens voran kommt.

Rund 120 interessierte, vor allem junge Gäste lauschten der spannenden Diskussion zwischen den DiskutantInnen und der bestens vorbereiteten Moderatorin Corinna Milborn.

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COURAGE verlangt „Akzeptanz statt Toleranz“

Stellungsnahmen zum Internationalen Tag gegen Homophobie am 17. Mai

Grafik gegen Homophobie „Es geht nicht darum toleriert zu werden, sondern darum, dass Menschen akzeptieren, dass es aufgrund unterschiedlicher sexueller Orientierungen unterschiedliche Lebensentwürfe in unserer Gesellschaft gibt“, ist Mag. Johannes Wahala, Leiter der Beratungsstelle , überzeugt, „dass all diese Entwürfe gleichwertig sind“.

Auch im dritten Jahrtausend werden Homosexuelle nicht als das gesehen, wer sie sind: Individuen mit menschlichen Grundbedürfnissen, Wünschen, Sehnsüchten und Vorlieben. Leider werden immer noch gleichgeschlechtlich empfindende Menschen diskriminiert. Oft im alltäglichen Zusammenleben, noch öfter in den Köpfen der Mitmenschen. Weil es in der Zwischenzeit – jedenfalls in den meisten reichen Industriestaaten – nicht politisch korrekt ist, über Homosexualität zu schimpfen, zu lästern, geschieht die Diskriminierung subtiler, und oft unterhalb der Gürtellinie. Am Arbeitsplatz oder in der politischen Diskussion reicht in der Regel das Voranstellen der sexuellen Orientierung vor die Berufs- oder Funktionsbezeichnung, um in einer Gruppe aufzuzeigen, dass es (lediglich) um Toleranz und nicht um Akzeptanz geht: der schwule Kollege, die lesbische Gemeinderätin, … Bei kennt man viele Beispiele, wie sich Diskriminierung von gleichgeschlechtlich empfindenden und l(i)ebenden Menschen im alltäglichen Zusammenleben auswirkt.

„Akzeptanz der Vielfalt anstelle der Toleranz des Anderen. Eine tolerante Gesellschaft erkennt man daran, dass die darin lebenden Menschen die Vielfalt der individuellen Lebensentwürfe als gleichwertig wahrnehmen, akzeptieren und als Bereicherung für sich und die Gesellschaft sehen“, ist Johannes Wahala überzeugt, dass der Unterschied zwischen Toleranz und Akzeptanz im Detail steckt. Während die lediglich Tolerierten niemals als gleichwertige Menschen angesehen werden, sind die Akzeptierten Teil der Gesellschaft und gar nicht mehr aus dieser wegzudenken.

Die lange Zeit geprägten Vorurteile sitzen noch immer tief: War Homosexualität im Mittelalter noch „Sünde“ oder „wider der Natur“, so glauben heute noch immer viele Menschen, Homosexualität sei eine psychische Störung/Krankheit oder gar persvers und daher heilbar, wenn die derart „Betroffenen“ nur wollten. Eine Meinung, die sich schon seit Jahrhunderten hartnäckig hält. Und das, obwohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Diagnose „Homosexualität“ vor über 20 Jahren, nämlich am 17. Mai 1990 aus dem internationalen Diagnoseklassifikationssystem (ICD) gelöscht hat.

Gleichgeschlechtlich Empfindende und L(i)ebende sind – als gleichberechtigte und gleichwertige Individuen – in einer Gesellschaft, die an sich selbst den Anspruch stellt, aufgeklärt zu sein und die Vielfalt fördern zu wollen, zu akzeptieren. fordert daher mehr Courage in der Gesellschaft, allen voran in Politik, Bildung und Wirtschaft. Damit niemand Angst haben muss!

FORDERUNGEN AN DIE BUNDESREGIERUNG:

  • Ersatzlose Streichung aller diskriminierenden und homophoben Bestimmungen im EPG
  • Pflegeelternschaft für gleichgeschlechtlich lebende Paare in allen Bundesländern
  • Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare
  • Künstliche Befruchtung für lesbische und alleinstehende Frauen
  • Rechtliche Gleichstellung in allen Lebensbereichen für gleichgeschlechtlich empfindende Menschen
  • Reform und Öffnung der Ehe für Alle
  • Schulische Bildung und Sensibilisierung zum Thema Homo- und Transsexualität sowie Homophobie

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WE ARE FAMILY!

Podiumsdiskussion: Österreich und seine Regenbogenfamilien

Piktogramm Regenbogenfamilien Vater – Mutter – Kind. Das ist das traditionelle Bild der Familie in den Köpfen vieler Menschen. In unserer Gesellschaft gibt es jedoch noch andere partnerschaftliche Konstellationen, die immer öfter die Kernfunktion der traditionellen Familie übernehmen.

Seit 01.01.2010 sind in Österreich eingetragene PartnerInnenschaften möglich. KritikerInnen im In- und Ausland erkennen im EPG eine homophobe Haltung österreichischer PolitikerInnen. Sie fordern eine Reform jener Regelungen, die lesbischen und schwulen Paaren einen Familiennamen verwehren, sowie die künstliche Befruchtung und die Adoption untersagen. Österreichs PolitikerInnen verleugnen die Realität von Regenbogenfamilien und sprechen gleichgeschlechtlich empfindenden Menschen und Paaren eine verantwortliche Elternschaft ab.

Dass dies ein Vorurteil ist, zeigen weltweit alle zur Verfügung stehenden Studien über die Entwicklung von Kindern in Regenbogenfamilien, so auch jene des renommierten Psychologen und Psychoanalytiker Univ.-Prof. Dr. Udo Rauchfleisch, des Bayrischen Staatsinstituts für Familienforschung an der Universität Bamberg sowie des Bayrischen Staatsinstituts für Frühpädagogik an der Universität München.

Schätzungen in Deutschland sprechen von 30.000 bis 35.000 Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften. Die Elternschaft von Lesben und Schwulen sowie Regenbogenfamilien sind auch in Österreich eine gesellschaftliche Realität. Das zeigt der Beratungsalltag an den Beratungsstellen in Wien, Graz und Innsbruck signifikant, ebenso wie der Kinderwunsch und die Bereitschaft zu einer liebevollen und fürsorglichen Elternschaft gleichgeschlechtlich empfindender Menschen.

Die Beratungsstelle lädt – in Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Sexualforschung (ÖGS) und dem Rechtskomitee Lambda – zu einer Podiumsdiskussion mit PolitikerInnen und FachexpertInnen ein:


Gabriele Heinisch-Hosek
Bundesministerin für Frauen und Öffentlichen Dienst

Mag.a Ulrike Lunacek
MEP, Europasprecherin der Grünen

Hon. Prof. Dr. Georg Kathrein
Bundesministerium für Justiz, Leiter der Zivilrechtssektion

Mag. Johannes Wahala
Leiter Beratungsstelle COURAGE, Präsident der ÖGS

Dr. Helmut Graupner
Präsident des Rechtskomitees LAMBDA, Co-Präsident der ÖGS

Barbara Schlachter
Obfrau FAmOs – Familien Andersrum Österreich

Moderation: Corinna Milborn

Montag, 14. Mai 2012, 19 Uhr
ega, Windmühlgasse 26, 1060 Wien

Eintritt frei.

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Erneut Homophobe Entgleisung in der Katholischen Kirche Österreichs

Erneut sorgen Aussagen des Pfarrers von St. Veit am Vogau, Karl Tropper, für Aufsehen. Dieser bezeichnet im aktuellen Pfarrblatt Homosexualität als heilbare Krankheit und legt dem Pfarrblatt außerdem „wissenschaftliche“ Erkenntnisse bei, die diese Aussagen bestätigen sollen. „Diese Aussagen sind humanwissenschaftlich falsch. Sie zeugen von massiver verbaler, psychischer und religiöser antihomosexueller Gewalt. Tropper schürt damit Homophobie und Schwulenhass. Therapien, die eine Veränderung der sexuellen Orientierung zum Ziel haben, sind deshalb nicht nur unmöglich, sondern geradezu antitherapeutisch, unethisch und inhuman, da sie die Menschen nicht zur Selbstfindung führen, sondern zu einer Verleugnung und einem Vorbeileben an ihrer wahren Identität“, so Johannes Wahala, katholischer Theologe, Psychotherapeut und Sexualforscher.

Wahala, der die Familienberatungsstelle für gleichgeschlechtliche und transGender Lebensweisen leitet und Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Sexualforschung ist, stellt klar, „dass aus medizinischer und psychotherapeutischer Sicht Homosexualität nicht heilbar ist“. Dem Rechnung tragend wurde 1987 von der American Psychiatric Association im DSM-III-R und 1991 von der Weltgesundheitsorganisation im ICD-10 Homosexualität als Diagnose einer psychischen Störung ersatzlos gestrichen. „Die heutigen humanwissenschaftlichen Kenntnisse lassen eindeutig erkennen, dass die homosexuelle Orientierung neben der Heterosexualität als eine eigene anthropologisch gegebene Grunddisposition menschlicher Sexualität betrachtet werden muss und als solche keine wie auch immer geartete Affinität zu psychopathologischen Entwicklungen aufweist. Heterosexualität und Homosexualität sind verschiedene Ausprägungen der einen vielgestaltigen Sexualität. Homosexualität ist also nicht krankhaft, abnorm oder gar pervers, sondern eine Entwicklungsvariante und so auch eine Ausdrucksform menschlichen Lebens.“

Erst kürzlich hat Prof. Robert Spitzer von der Columbia Universität seine umstrittene Studie zur „Konversionstherapie“ zurückgezogen, in welcher 200 Probanden befragt wurden, welche an eine „Heilung“ glaubten. „Meine Studie zeigt nur, was Menschen, die diese Therapie gemacht haben, darüber sagen, mehr aber nicht“, so Spitzer jetzt. Er erklärte, dass Versuche, Homosexualität zu unterdrücken, „viel Schaden“ anrichten könnten.

Die Beratungsstelle ist besorgt wegen den Auswirkungen derart diffamierender Aussagen gleichgeschlechtlich empfindenden Menschen gegenüber. „Wir wissen heute, dass die Selbstmordversuchsrate in Österreich bei Homosexuellen siebenmal so hoch ist als bei Heterosexuellen. Hauptursache ist die mangelnde familiäre, soziale und rechtliche Unterstützung! Über 90% aller Selbstmordversuche von gleichgeschlechtlich empfindenden Menschen geschehen im Alter zwischen 15 und 27 Jahren, also während des oft sehr schmerzhaft erlebten Coming-out-Prozesses. Aussagen wie die des katholischen Pfarrer Tropper verstärken die irrationalen Ängste und Vorurteile Homosexueller gegenüber sowie deren gesellschaftliche Diskriminierung und führen dazu, dass Lesben, Schwule und Transgender-Personen im Finden und Empfinden ihrer wahren Identität verstört und behindert werden.“, so Mag. Wahala. „Ich hoffe nicht, dass unsere Jugendlichen der sogenannten „Reparativ- oder Konversionstherapie“ überlassen werden, die Pfarrer Tropper scheinbar propagiert. Einige dieser Jugendlichen kommen nach dieser angeblichen „Umpolung“ schwer depressiv und zum Teil auch paranoid bzw. psychotisch an die Beratungsstelle , weil sie in ihrem Selbstbild total verunsichert und verletzt sind.“

begrüßt hingegen die Distanzierung des Pastoralamtes der Diözese Graz-Seckau, die klare Worte findet: „Ich bin sehr betroffen und auch erschüttert, denn für die Kirche ist es ganz klar, dass die Würde der Person, unabhängig von der sexuellen Ausrichtung gegeben ist.“, so Mag. Johannes Ulz.


ORF-Artikel zum Thema:
http://steiermark.orf.at/news/stories/2529140/

Artikel zu Robert Spitzer:
http://www.queer.de/detail.php?article_id=16297

Rückfragehinweise:
Beratungsstelle
Web: www.courage-beratung.at
Tel.: 01/585 69 66
Mail: info@courage-beratung.at

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Die Weisheit im Alter:

80-jähriger US-Professor zieht umstrittene Studie zurück

Der Psychiater Robert Spitzer hat bekannt gegeben, sein Studienergebnis aus dem Jahr 2001 zurückziehen zu wollen. In dieser umstrittenen Studie hatte der ehemalige Professor der Columbia Universität behauptet, Homosexualität sei heilbar. Jahrelang hatten sich insbesondere viele christliche Würdenträger auf diese Studie berufen, ua. der Salzburger Weihbischof Andreas Laun.

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Homophobie ist Angst vor sich selbst

Wissenschaftlich bestätigt!

Foto: Ludovic Bertron (CC BY 2.0)

Was in der Psychologie bereits seit Jahren als Binsenweisheit gilt und auch schon seit Langem im Beratungsalltag der angekommen ist, wurde nun in mehreren Studien der American Psychological Association bestätigt: Die Angst vor homosexuell l(i)ebenden Menschen und die damit verbundene Ablehnung der gleichgeschlechtlichen Sexualität hängt sehr stark mit der sozialen Prägung der Menschen zusammen. Besonders wichtig scheint in diesem Zusammenhang die Rolle der Väter und die Autorität der Eltern zu sein.

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Europaweite LSBT Studie

Auch deine Erfahrung zählt!

LGBT LOGO EUROPÄISCHE LSBT-UMFRAGE IM AUFTRAG DER EU-GRUNDRECHTSAGENTUR

Außer gelegentlichen Berichten über Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transpersonen gibt es sehr wenig vergleichbare, EU-weit erhobene Daten über alltägliche Diskriminierungserfahrungen von LSBT-Personen. Als Reaktion auf diese Situation hat die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) die bislang erste EU-weite Online-Befragung in Auftrag gegeben, um sich einen genauen Überblick über die Lebenssituation und Erfahrungswelten von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transpersonen (18 Jahre oder älter) zu verschaffen. Diese Umfrage umfasst die 27 EU-Mitgliedsstaaten (darunter Österreich) und Kroatien.

Da es sich hierbei um die erste EU-weite Umfrage dieser Art handelt, werden ihre Ergebnisse die Weiterentwicklung der Gleichbehandlungspolitik für LSBT-Menschen in der Europäischen Union unterstützen und dabei die Schwerpunkte für die kommenden Jahre festlegen. Auf der Grundlage dieser Untersuchungsergebnisse werden politische Entscheidungsträger sowohl auf nationaler als auch europäischer Ebene – ebenso wie Nichtregierungs- oder zivilgesellschaftliche Organisationen – ihre Strategien und Aktivitäten besser darauf ausrichten können, LSBT-Personen und ihre Gemeinschaften dabei zu unterstützen, dass diese frei von Diskriminierung aufgrund ihrer sexuellen Orientierung bzw. Geschlechtsidentität leben können.

Die Umfrage ist absolut anonym (keine Daten der TeilnehmerInnen und ihrer Internet-Sitzungen werden in irgendeiner Form aufgezeichnet). Die Umfrage wird von Gallup durchgeführt, einem professionellen Umfrage- und Beratungsunternehmen.

Damit den Umfrageergebnissen entsprechendes Gewicht zukommen kann, ist die Teilnahme einer großen und vielfältigen Gruppe von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transpersonen in jedem Land notwendig. Der Erfolg der Umfrage hängt davon ab, dass eine große Zielgruppe erreicht wird. Daher ist es sehr wichtig, dass TeilnehmerInnen den Fragebogen in ihrem LSBT-Freundeskreis weiterverbreiten, sei es per E-Mail, über soziale Netzwerke oder einfach durch eine persönliche Einladung an FreundInnen, sich doch ebenfalls an der Umfrage zu beteiligen.

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Frauenrechte sind (auch) Lesbenrechte!

Courage zeigen am Internationalen Frauentag am 8. März 2016

Icon internationales symbol für Frauen „Wir sind leider noch immer nicht dort, wo wir eigentlich schon sein sollten“, kommt Mag. Johannes Wahala, Leiter der Beratungsstelle , anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März 2016 zu einem ernüchternden Ergebnis: „Aber es hat den Anschein, als ob wir unserem Ziel, nämlich der tatsächlichen Gleichberechtigung aller Geschlechter, immer näher kommen“.

Die Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte dürften nicht darüber hinwegtäuschen, dass garantierte Frauenrechte und die Alltagsrealität vieler Frauen oft noch weit auseinanderklaffen. Das gelte insbesondere auch für jene Frauen, die in gleichgeschlechtlichen Beziehungen leben und daher meist doppelt von diskriminierenden Ressentiments und Anfeindungen betroffen sind.

Wahala, selbst ein aktives Mitglied der Zivilgesellschaft, vor allem wenn es um die gesellschaftliche Anerkennung und rechtliche Gleichstellung von unterschiedlichen sexuellen Orientierungen und geschlechtlichen Identitäten geht, weiß um die alltäglichen Diskriminierungen und Ungerechtigkeiten (am Arbeitsplatz, bei der Entlohnung, der Haushaltsarbeit, der Kinderbetreuung, der Bildung und vielen anderen Bereichen des Zusammenlebens). Aber „die Idee, dass alle Menschen, unabhängig von ihrem Geschlecht und ihrer sexuellen Orientierung, die gleichen Rechte genießen können sollen, lässt sich nicht mehr aus unseren Köpfen löschen“, ist Wahala überzeugt, dass sich solche positiven Entwicklungen in einer immer bunter werdenden Gesellschaft nicht aufhalten lassen.

In Anlehnung an ein Zitat von Olympe de Gouges, formuliert Wahala den Anspruch der künftigen Bestrebungen zur Verbesserung der Situation aller Menschen: „Wir müssen es nur wollen“. Damit Gleichberechtigung unabhängig von Geschlecht und Orientierung in der Zukunft eine Selbstverständlichkeit ist und es einer solchen jährlichen Erinnerung nicht mehr bedarf.

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Gruppen & Mehr

Gruppenfoto Neben der Beratungstätigkeit und der damit verbundene Unterstützung, bietet Courage auch Selbsthilfe- und Selbsterfahrungsgruppen an.

Das gemeinsame Thema und die gegenseitige Unterstützung lindert bei vielen Menschen den Leidensdruck, führt zur Erleichterung und ermöglicht neue Sichtweisen und Lösungen. Sie sind Orte der Begegnung, des Austausches und der Kommunikation, denn „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“. (Martin Buber)

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Bildung & Mehr

© kabliczech - Fotolia.com Weiterbildungsprogramm Herbst 2013

Die unterstützt nicht nur jene Menschen, die sich mit einem Anliegen an die Beratungsstelle wenden, sondern auch jene, die in ihrem beruflichen Alltag mit solchen Anliegen zu tun haben. Seminare zu unseren Schwerpunktthemen sind daher ein wichtiger Teil unserer Arbeit im Bereich der Erwachsenen-, Fort- und Weiterbildung.

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Verfassungsgerichtshof hebt Bindestrich-Verbot in Doppelnamen eingetragener PartnerInnen auf

Piktogramm mit Paragrgaphenzeichen In der Vergangenheit haben Behörden - bei der Anwendung des EPG - die Bestimmungen so interpretiert, dass der Doppelname bei gleichgeschlechtlichen Partnerschaften - im Gegensatz zu Doppelnamen bei Ehepaaren - ohne Bindestrich zu bilden und zu führen sei. Der Verfassungsgerichtshof hat nun entschieden, dass dies keine verfassungskonforme Auslegung der gesetzlichen Bestimmung ist. Weil bereits am Vorhandensein oder eben Fehlen eines Bindestriches bei Doppelnamen die sexuelle Orientierung erkennbar und dies eine unzulässige Diskriminierung wäre.

Mag. Johannes Wahala, Leiter der Beratungsstellen ist froh darüber, "dass der homophoben Auslegung in der behördlichen Vollzugspraxis somit ein Riegel vorgeschoben wurde und die Stigmatisierung von gleichgeschlechtlich empfindenden Menschen damit - eine verfassungskonforme Interpretation der gesetzlichen Bestimmungen durch behördliche Organe vorausgesetzt - nicht mehr toleriert wird."

Die Beratungsstellen begrüßen daher die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes hinsichtlich der Verwendung von Bindestrichen für Doppelnamen, nämlich sowohl für gleichgeschlechtliche als auch verschiedengeschlechtliche Paare.

"Dass es dabei lediglich um das Vorhandensein oder eben Fehlen eines einzigen Zeichens - nämlich um den Bindestrich zwischen zwei Familiennamen - geht, zeigt, wie schwierig es manchmal sein kann, homophobe Intoleranz und Diskriminierung von gleichgeschlechtlich empfindenden Menschen aufzuzeigen und sichtbar zu machen", ist Mag. Wahala überzeugt, dass sich im EPG noch weitere homophobe Interpretationsspielräume und eben auch solche diskriminierenden Bestimmungen finden lassen. (gk)

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Wir sind G.A.L.A. 2011!

Seit 2000 vergibt die HOSI Linz jährlich den Gay And Lesbian Award (G.A.L.A.) für besondere Verdienste um die rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung von gleichgeschlechtlich l(i)ebenden Menschen und TransGender-Personen in Österreich.

Logo der GALA 2012 Der diesjährige Preisträger heißt Mag. Johannes Wahala. Vereinssprecher der HOSI Linz, Gernot Wartner, zeigt sich erfreut über die Wahl der Jury, immerhin sei es „ein besonders schönes Zeichen der Jury, dass sie dem langjährigen und verdienstvollen Wirken dieses überaus engagierten Menschen mit der Preiszuerkennung Anerkennung und Würdigung zollt“.

Seit rund zwei Jahrzehnten ist Mag. Wahala um die rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung von gleichgeschlechtlich l(i)ebenden und transident empfindenden Menschen bemüht. Mit der von ihm - im Jahr 2000 - gegründeten Beratungsstelle in Wien (und seit 2009 auch in Graz und Innsbruck) bietet Mag. Wahala nicht nur Unterstützung für Hilfesuchende und Weiterbildung für künftige Generationen an, sondern sorgt auch im persönlichen Gespräch mit politisch verantwortlichen EntscheidungsträgerInnen dafür, dass dieses Thema nicht aus dem öffentlichen Diskurs verschwindet.

Die Begründung der Jury im Wortlaut:

„Johannes Wahala ist in der österreichischen Gesellschaft - nicht nur in der lesbisch-schwul-transgender Gemeinschaft - längst ein Markenzeichen. Sein Name steht für seriöse sexualwissenschaftliche Arbeit, für eindrucksvolle Auftritte in den Medien, für einen steten Verbündeten der Community in der gesellschaftspolitischen Debatte und für die Leitung einer erfolgreichen Beratungs- und Bildungseinrichtung. Argumente und Beispielgebung sind seine starken Mittel gegen Ignoranz, Vorurteile und Diskriminierung. Als eine der Galionsfiguren der Lesben- und Schwulenbewegung in Österreich hat er wesentlich dazu beigetragen, dass Homosexualität und andere sexuelle Tabubereiche zum Thema und davon Betroffene zum Gesprächspartner und akzeptierten Mitmenschen werden. Sein Werdegang in der lesbisch-schwul-transGender Bewegung begann schon vor seinem Konflikt mit Erzbischof Schönborn, der dann den Startschuss für Johannes Wahalas neues und noch verstärktes Engagement gegeben hat. Unsere Anerkennung gilt seinem konsequenten Einsatz für die sexuellen Menschenrechte in Wort und Tat."

"Die Anfangsphase der war sehr anstrengend und kräftezehrend, aber unsere Arbeit war notwendig und richtig", ist Mag. Johannes Wahala sichtbar stolz, dieses Jahr den Preis der HOSI Linz zu erhalten. "Die Gesellschaft ist heute ein Stück weit offener als noch vor zwanzig Jahren", ist der diesjährige Preisträger überzeugt, dass sich der Einsatz für gleichgeschlechtlich l(i)ebende Menschen und TransGender-Personen jedenfalls gelohnt hat. Und dass es wichtig ist, sich auch weiterhin für das Ende der Diskriminierung in allen gesellschaftlichen Bereichen einzusetzen und die Akzeptanz aller L(i)ebenskonzepte voranzutreiben.

Als Psycho- und Sexualtherapeut kennt Mag. Johannes Wahala die Frage- und Problemstellungen der Menschen, insbesondere jene der gleichgeschlechtlich L(i)ebenden und TransGender-Personen sehr genau. "Gemeinsam mit den vielen anderen wertvollen Initiativen und zwischenzeitlich auch gut entwickelten Organisationen in diesem Bereich wird es gelingen, die Gesellschaft so weit zu sensibilisieren, dass gleichgeschlechtliche Liebe die gleiche Akzeptanz findet wie gegengeschlechtliche Beziehungskonzepte", so Mag. Johannes Wahala zuversichtlich, dass die gemeinsame Arbeit noch lange nicht zu Ende ist. Ziel sei es, die Vielfalt von Orientierungen und Lebensweisen im Sinne des Diversity-Konzepts als Chance für die Gesamtgesellschaft zu verstehen und zu nutzen.

Das gesamte Team der gratuliert dem diesjährigen G.A.L.A.-Preisträger und Leiter der Beratungsstelle COURAGE, Mag. Johannes Wahala und bedankt sich für das Engagement und die Arbeit der vergangenen Jahre.

Weiterführende Informationen finden Sie hier.

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Happy IDAHOT? - Noch lange nicht!

Stellungnahme der zum Internationalen Tag gegen Homo- & Transphobie, 17. Mai 2013

Logo mit Stoppt Homo- und Transphobie Auch heutzutage werden Homosexuelle noch nicht als das gesehen, (wer oder) was sie sind: Individuen mit menschlichen Grundbedürfnissen, Wünschen, Sehnsüchten und Vorlieben. „Der Homosexuelle“ (meist in der männlichen Form) als Stereotyp hat auch in einer aufgeklärten Gesellschaft noch nicht ausgedient. Immer noch werden Menschen in gleichgeschlechtlichen Beziehungen diskriminiert. Oft im alltäglichen Zusammenleben, noch öfter in den Köpfen der Mitmenschen...

... Dass dies oft hinter Vorgehaltender Hand geschieht – jedenfalls in den meisten reichen Industriestaaten – hängt damit zusammen, dass es gesellschaftspolitisch unerwünscht („politisch nicht korrekt“) ist, über Homosexualität zu schimpfen, zu lästern. Daher geschieht die Diskriminierung subtiler, und jedenfalls unterhalb der Gürtellinie. Am Arbeitsplatz oder in der politischen Diskussion reicht in der Regel das Voranstellen der sexuellen Orientierung vor die Berufs- oder Funktionsbezeichnung, um in einer Gruppe aufzuzeigen, dass es (lediglich) um Toleranz und nicht um Akzeptanz geht: der schwule Kollege, die lesbische Gemeinderätin, … Bei kennt man viele Beispiele, welchen Diskriminierungen gleichgeschlechtlich empfindende und l(i)ebende Menschen im Alltag ausgesetzt sind.

„Es geht nicht, darum toleriert zu werden, sondern darum, dass Menschen akzeptieren, dass es unterschiedliche Lebensentwürfe in unserer Gesellschaft gibt“, weiß Mag. Johannes Wahala, Leiter der Beratungsstelle , „und dass keiner dieser Entwürfe besser oder schlechter ist“. Die individuellen Wünsche und Vorstellungen sind bunt und vielfältig. Auch zwischen heterosexuellen Beziehungen gibt es Unterschiede, aber diese werden in der Regel nicht von den Medien herangezogen, um darüber covertauglich zu berichten. Am Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie (International Day against Homophobia and Transphobia – IDAHO) ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass es noch viel zu tun gibt. „Wenn ich Zeitungen lese, scheint es in der Mehrzahl der Berichte um das Zurschaustellen der Homosexuellen zu gehen“, fasst Mag. Wahala die Berichterstattung zusammen. Oftmals wird ausschließlich männliche Homosexualität dargestellt. „Eine schiefe Optik. Und darüber hinaus in einem eigenartigen Licht“, meint Mag. Wahala. Weibliche Homosexualität werde jedenfalls anders dargestellt und wahrgenommen als männliche. Auch innerhalb der gleichgeschlechtlich lebenden Gemeinschaft ist die Rezeption von Homosexualität oftmals unterschiedlich. Während Lesben froh darüber sein können, nicht am Titelcover eines Wochenmagazins als „Leidende“ dargestellt zu werden, unterliegt weibliche Homosexualität einer wesentlich stärkeren gesellschaftlichen Tabuisierung als männliche. „Lesben werden doppelt diskriminiert“, erklärt Mag. Wahala, warum es wichtig ist, dass auch weibliche Homosexualität in den Fokus der medialen und letztlich auch gesellschaftlichen Wahrnehmung rückt. Denn viele Menschen haben nach wie vor (nicht nur homophobe, sondern auch romantisierende) Zerrbilder und Vorurteile im Kopf. Dies führt von alltäglichen (mehr oder weniger subtilen) Sticheleien zu ausgeprägten Aversionen, zur Befürwortung von Diskriminierungen, Gutheißen von staatlicher Repression, bis hin zu Hass und körperlicher Gewalt. Das liege vor allem daran, dass die politische und mediale Instrumentalisierung von Vorurteilen oft nicht als solche erkannt wird.

„Akzeptanz der Vielfalt anstelle der Toleranz des Andersartigen. Eine tolerante Gesellschaft erkennt man daran, dass die darin lebenden Menschen die Vielfalt der individuellen Lebensentwürfe positiv wahrnehmen, akzeptieren und als Bereicherung für sich und die Gesellschaft sehen“, ist Mag. Wahala überzeugt, dass der 17. Mai erst dann wirklich gefeiert werden kann, wenn auch in diesem Bereich des gesellschaftlichen Zusammenlebens – unabhängig von der sexuellen Orientierung und der geschlechtlichen Identität des Individuums – Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit herrschen. Denn der Unterschied zwischen Toleranz und Akzeptanz steckt im Detail. Während die lediglich Tolerierten niemals als gleichwertige Menschen angesehen werden, sind die Akzeptierten Teil der Gesellschaft und gar nicht mehr aus dieser wegzudenken. Auch im dritten Jahrtausend sitzen die lange Zeit geprägten Vorurteile gegen Homosexuelle Menschen und Trans*Gender Personen noch tief: War Homosexualität im Mittelalter noch „Sünde“ oder „wider der Natur“, so glauben heute noch immer viele Menschen, Homosexualität und Transidentität seien eine psychische Störung/Krankheit. Besonders in fundamentalistisch-religiösen Milieus mehren sich wieder die Versuche „Heiltherapien“ anzubieten.

An diesem Punkt setzt auch die großangelegte Aufklärungskampagne der , HOMOPHOBEXforte – Wir heilen Dich! an. So gilt es nicht mehr, Homosexualität zu heilen, sondern die Homophobie. HOMOPHOBEXforte, so der Name des Heilmittels, ist ohne Verschreibung erhältlich und hilft vor allem gegen Homo- und Transphobie, aber auch bei Diskriminierungszwang, Mobbingsucht und Gewaltbereitschaft. Die neue Rezeptur kommt ganz ohne den Wirkstoff Toleranz aus. HOMOPHOBEXforte wirkt zwar nicht sehr schnell, dafür nachhaltig und zuverlässig im Kopf der Betroffenen, Ängstlichen und Leidenden. Langfristige Auswirkungen dieses Präparats sind die Verminderung von individuellen Ängsten, die Abnahme von Wut und Aggressionen, die Entwicklung eines positiveren und erweiterten Selbstbildes sowie eine offene, auf gegenseitigen Respekt aufbauende Gesellschaft. Die Kampagne wirkt zwar wie eine lustige Aktion, hat aber einen ernsten Hintergrund. Es gilt zu bedenken, dass sich das „Krankheitsbild“ Homosexualität – wie auch Transidentäten – noch hartnäckig hält, und das obwohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Diagnose „Homosexualität“ vor über 20 Jahren, nämlich am 17. Mai 1990 aus dem internationalen Diagnoseklassifikationssystem (ICD) ersatzlos gestrichen hat.

Gleichgeschlechtlich Empfindende und L(i)ebende wollen – als gleichberechtigte und gleichwertige Individuen – in einer Gesellschaft, die an sich selbst den Anspruch stellt, aufgeklärt zu sein und die Vielfalt fördern zu wollen, akzeptiert werden. fordert daher in ihrer täglichen Arbeit, und vor allem auch am Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie, mehr in der Gesellschaft, allen voran in Politik, Bildung und Wirtschaft.

– nicht nur am Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie!

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Gleiche Rechte und gleiche Pflichten – natürlich am Standesamt!

Erklärung und Forderungen der parteiunabhängigen Homosexuellenorganisationen Österreichs zum Partnerschaftsgesetz

Österreichs Lesben- und Schwulenorganisationen kämpfen seit Jahrzehnten für die Gleichberechtigung und rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare, die in unserer Gesellschaft ebenso klar Verantwortung miteinander und füreinander übernehmen wie heterosexuelle Paare. Genau deshalb müssen lesbische und schwule ÖsterreicherInnen für ihre Partnerschaften die gleichen Rechte und Pflichten erhalten wie ihre heterosexuellen MitbürgerInnen, und das natürlich auch am Standesamt! Das haben sowohl die SPÖ (durch Parteitagsbeschlüsse) als auch die ÖVP (vgl. Perspektivengruppe) bereits anerkannt!

Lesen Sie hier die gesamte Erklärung und Forderungen der parteiunabhängigen Homosexuellenorganisationen Österreichs zum Partnerschaftsgesetz vom 13. November 2009!

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Beratungsstelle Courage bringt Beschwerde gegen Bischof Fischer bei der Ethikkommission ein

begrüßt Rücknahme der Ernennung von Gerhard Wagner zum Linzer Weihbischof und bringt Beschwerde gegen Bischof Fischer bei der Ethikkommission ein.

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Courage fordert Ende homophober Gewalt in der Katholischen Kirche Österreichs

Wahala: „Das ist eine Treibjagd, die menschenverachtend ist. Homosexualität ist nicht heilbar! Ich kenne keine wirklich geheilten Homosexuellen."

Scharf kritisiert der katholische Theologe, Psychotherapeut und Sexualforscher Johannes Wahala die Aussagen des designierten Linzer Weihbischofs Gerhard Maria Wagner über Homosexualität in der jüngsten Ausgabe von Profil. „Diese Aussagen sind humanwissenschaftlich falsch. Sie zeugen von massiver verbaler, psychischer und religiöser antihomosexueller Gewalt. Wagner schürt damit die Homophobie und vor allem den Schwulenhass rechtsradikaler Kreise. Zusammen mit den Aussagen der Bischöfe Fischer und Laun kann man derzeit von einer Treibjagd gegen gleichge-schlechtlich empfindende und l(i)ebende Menschen in der katholischen Kirche reden, da keiner der österreichischen Bischöfe solchen menschenverachtenden Aussagen Einhalt gebietet und somit Homosexuelle scheinbar in der katholischen Kirche zum Freiwild geworden sind."

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Mag. Johannes Wahala zu Gast bei "Talk of Town" auf PULS 4

Mag. Johannes Wahala, Leiter der Beratungsstelle , war am Donnerstag, 19. März 2008, zu Gast bei Manuela Raidl zum Thema „Kondome in Afrika: Torpediert der Pontifex die Aids-Aufklärung?“

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Courage goes FM4

Gründer und Leiter Mag. Johannes Wahala war am Montag, 24. November 2008 zu Gast bei Gerald Votova in der FM4-Sendung Connected.

Studiogespräch über die Beratungsstelle , die Lebenssituation von jungen Schwulen/Lesben/Bisexuellen & TransGender-Personen:

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Wider die Vernunft und Menschlichkeit

Johannes Wahala zum neuen Vatikandokument über Homosexualität

Mag. Johannes Wahala, Vorsitzender der Österreichischen Gesellschaft für Sexualforschung und Leiter der Beratungsstelle für gleichgeschlechtliche und transgender Lebensweisen zum neuen Vatikandokument über Homosexualität.

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