{"id":7017,"date":"2025-11-06T11:29:54","date_gmt":"2025-11-06T10:29:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.courage-beratung.at\/?p=7017"},"modified":"2025-11-06T14:15:28","modified_gmt":"2025-11-06T13:15:28","slug":"stellungnahme-zum-fall-walter-alias-waltraud","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.courage-beratung.at\/en\/2025\/11\/06\/stellungnahme-zum-fall-walter-alias-waltraud\/","title":{"rendered":"Stellungnahme der COURAGE zum Fall Walter alias Waltraud"},"content":{"rendered":"<section  class='av_textblock_section av-mhnditpy-df5cba3b62b18fe05b9c07b768e4e08c'   itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/BlogPosting\" itemprop=\"blogPost\" ><div class='avia_textblock'  itemprop=\"text\" ><p style=\"text-align: left;\"><strong>Unseri\u00f6se Berichterstattung der KRONEN ZEITUNG und anderer Medien<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Mag. Johannes Wahala, der Leiter der Beratungsstellen COURAGE stellt klar, dass die Person Walter alias Waltraud seitens der Beratungsstelle COURAGE Wien keinerlei Hilfestellungen f\u00fcr eine Personenstand- und Vornamens\u00e4nderung erhalten hat. Die Berichterstattung der KRONE ist unwahr; der Redakteur Christoph Budin hat diesbez\u00fcglich auch nie Kontakt zwecks Recherche mit der COURAGE aufgenommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der Verein COURAGE betreibt \u00f6sterreichweit professionelle psychosoziale Schwerpunkt-beratungsstellen f\u00fcr LGBTIQ-Personen sowie ihre Familien, An- und Zugeh\u00f6rigen nach dem Familienberatungsf\u00f6rderungsgesetz des Bundes (FBFG). Die Aufgabe des Vereins ist die professionelle, anonyme und kostenfreie psychosoziale Beratung bzw. Psychotherapie f\u00fcr LGBTIQ-Personen, also queere Lebensweisen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die professionellen Berater*innen der COURAGE verf\u00fcgen \u00fcber fundierte Kenntnisse im Bereich gleichgeschlechtliche, bisexuelle, pansexuelle, transgender und intergeschlechtliche Lebensweisen, die einerseits dem heutigen Stand der Human- und Sexualwissenschaften entsprechen und andererseits die besonderen Lebensbedingungen und die daraus resultierenden Lebenssituationen von LGBTIQ-Personen ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das multiprofessionelle Team der COURAGE besteht aus Berater*innen der Fachbereiche Partner*innen-, Familien-, Lebens- und Sexualberatung, Psycho- und Sexualtherapie, klinische Psychotherapie, Sozialarbeit, Sexualp\u00e4dagogik, Psychiatrie und Rechtswissenschaften. Alle Berater*innen sind examinierte Fachkr\u00e4fte und als solche vom Bundeskanzleramt, Referat Familienberatung und Familienf\u00f6rderung, als professionelle Berater*innen im Sinne des FBFG des Bundes anerkannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Beratungsstellen COURAGE haben sich im Themenbereich Geschlechtsdysphorie bzw. Genderinkongruenz spezialisiert und sind somit f\u00fcr transident bzw. genderdysphorisch empfindende Menschen sowie ihren Familien, Angeh\u00f6rigen und relevanten Umfeldern zu wichtigen professionellen Anlaufstellen geworden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Laut internationalen Studien leiden weltweit ca. 0,7-0,8 % an einer Geschlechtsinkongruenz, also einem deutlichen und l\u00e4nger anhaltenden Missempfinden verursacht von der Diskrepanz zwischen der individuellen Genderidentit\u00e4t und dem zugewiesenen Geburtsgeschlecht. Bez\u00fcglich einer medizinischen Transition bei der Diagnose \u201eGeschlechtsinkongruenz\u201c (WHO, ICD-11, HA60) orientieren sich die Beratungsstellen COURAGE klar an den Standards of Care Version 8 der World Professional Association for Transgender Health (WPATH, 2022), den Diagnosemanualen DSM-5 (APA, 2013), ICD-11 (WHO, 2022), den \u00d6sterreichischen Behandlungsempfehlungen f\u00fcr Erwachsene (BMG, 2015) und f\u00fcr Kinder und Jugendliche (BMG, 2017), der\u00a0 deutschen S3-Leitlinie zur Diagnostik, Beratung und Behandlung bei Geschlechtsinkongruenz und Geschlechtsdysphorie im Erwachsenenalter sowie der S2k-Leitlinie zur Geschlechtsinkongruenz und Geschlechtsdysphorie im Kindes- und Jugendalter der deutschen Gesellschaften f\u00fcr Sexualwissenschaften und Sexualmedizin.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Person Walter alias Waltraud war am 24.09.2024 in der Beratungsstelle COURAGE in Wien vorstellig mit der Absicht einer psychotherapeutischen Stellungnahme f\u00fcr eine Personenstand- und Vornamens\u00e4nderung. Die Person \u00fcbergab der Beraterin eine klinisch-psychologische Stellungnahme mit der Diagnose Geschlechtsinkongruenz nach WHO, ICD-11. Diese wurde jedoch vom zust\u00e4ndigen Standesamt nicht anerkannt, da in der klinisch-psychologischen Stellungnahme eine Personenstand- und Vornamens\u00e4nderung nicht ausdr\u00fccklich bef\u00fcrwortet wurde. Die Beraterin der COURAGE verwies die Person wieder an die klinische Psychologin zur\u00fcck, sagte jedoch auch, dass sie die Angelegenheit mit dem Leiter der COURAGE, Johannes Wahala, besprechen werde. Faktum ist, dass die Beratungsstelle COURAGE Wien der Person weder eine psychotherapeutische Stellungnahme f\u00fcr eine Personenstand- und Vornamens\u00e4nderung geschrieben und ausgeh\u00e4ndigt noch der Person eine Hilfestellung f\u00fcr einen Psychiater gegeben hat. Zu einem vereinbarten Folgetermin ist die Person Walter P. nicht mehr erschienen. Die Aussage des Wiener Landtagsabgeordneten Leo Lugner (FP\u00d6) in den genannten Medien (05.11.2025), dass \u201eder Verein &#8218;Courage&#8216; selbst ma\u00dfgeblich an der Geschlechts\u00e4nderung von &#8218;Frau Waltraud&#8216; beteiligt\u201c war, ist daher falsch.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Klarstellung: In den Beratungsstellen COURAGE wird bei dem Anliegen einer Personenstand- und\/oder Vornamens\u00e4nderung eine ausf\u00fchrliche Diagnostik gemacht, die mehrere Sitzungen mit einer transkundigen Fachperson in Anspruch nimmt. Danach wird die Diagnostik in einer Fallkonferenz besprochen. Erst wenn sich die Diagnostik mit einer an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit best\u00e4tigt, wird eine Stellungnahme ausgestellt. Bei medizinischer Indikation ist laut den Behandlungsempfehlungen des Gesundheitsministeriums bez\u00fcglich einer Geschlechtsinkongruenz eine vorherige dreifache Diagnostik gefordert, n\u00e4mlich eine klinisch-psychologische, eine psychiatrische und eine psychotherapeutische Diagnostik.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Beratungsstellen COURAGE wissen sich unmissverst\u00e4ndlich Empfehlungen f\u00fcr den Behandlungsprozess bei Geschlechtsinkongruenz des Bundesministeriums f\u00fcr Gesundheit sowie den internationalen Standards of Care klar verpflichtet. Nur so kann tats\u00e4chlich leidenden Menschen geholfen und Missbrauch vorgebeugt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Da die Beratungsstellen COURAGE tagt\u00e4glich mit dem tats\u00e4chlichen Leiden queerer Menschen konfrontiert sind, bitten wir alle Medien, von solchen unseri\u00f6sen Berichterstattungen Abstand zu nehmen, da diese in der Gesellschaft emotionalisieren und zu noch gr\u00f6\u00dferem Leid und \u00c4ngsten von Betroffenen und deren Familien f\u00fchren.<\/p>\n<\/div><\/section>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mag. 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