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Lebenswirklichkeiten von lesbischen, schwulen, bisexuellen und trans*- Jugendlichen in Österreich

Podiumsdiskussion am 10.05.2016

Podiumsdiskussion am 10.05.2016 Grüne fordern präventive Gesundheitsarbeit und Stärkung der psychischen Gesundheit von LGBTIQ*-Jugendlichen.

Am 10. Mai 2016 fand im Palais Epstein die Präsentation der Coming Out-Studie des deutschen Jugendinstituts mit anschließender Podiumsdiskussion zu Lebenswirklichkeiten von LGBTIQ*-Jugendlichen in Österreich statt.

„Die Diskussion zeigte eindeutig auf, dass es dringend notwendig ist, sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität im Bildungsbereich und in der Jugendarbeit und Jugendforschung zu thematisieren. LGBTIQ*-Jugendliche sind unsichtbar und leiden darunter. Der Prozess der Pubertät ist schon anstrengend genug und sich auch noch dauernd erklären zu müssen und Ablehnung innerhalb der Familie, des FreundInnenkreises und der Schule zu erfahren, ist sehr schmerzhaft“, berichtet Ewa Dziedzic, Bundesrätin und Grüne LGBTI-Sprecherin.

LGBTIQ* Jugendliche stehen vor den gleichen Aufgaben im Prozess des Erwachsenwerdens wie alle Jugendlichen. Als spezielle Herausforderung kommt allerdings noch dem Coming-out Prozess als Lesbe, Schwuler, Trans* oder die Entdeckung der eigenen Inter*geschlechtlichkeit hinzu. Junge LGBTIQ* Personen werden häufiger Opfer verbaler und körperlicher Aggression in der Schule und nur wenige können sich auf die Unterstützung ihrer Familie und Freund_innen verlassen. Viele Expert*innen, die mit jungen Menschen arbeiten, haben nur geringe, bis gar keine Kenntnisse über die Situation junger LGBTIQ* Personen und die Risikofaktoren, denen sie ausgesetzt sind, wenn sie sich „outen“. Besonders schwierig ist die Situation im ländlichen Raum.

Wie ist der Status Quo in Österreich, welche Strategien, Instrumente und Maßnahmen brauchen wir, um Vorurteile und Diskriminierungen abzubauen und LGBTIQ* Jugendliche auch in der Jugendarbeit, Politik und Bildungsarbeit mitzudenken und sie in ihren Lebensrealitäten abzuholen?

Am Podium diskutierten dazu:

  • Claudia Krell, Jugend-und Geschlechterforscherin, DJI München
  • Johannes Wahala, Beratungsstelle Courage Wien, Graz, Salzburg, Innsbruck
  • Nin Langer, Vorstandsmitglied queerconnexion, Schulprojekt der Hosi Wien
  • Lian Brugger, queer-feministische Initiativen & Kollektive, arbeitsmarktpolitisches Empowermentprojekt für junge Menschen
  • Ewa Dziedzic, Bundesrätin und Grüne Sprecherin für LGBTI Angelegenheiten

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