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IDAHOT, der internationale Tag gegen Homo- und Trans*phobie am 17.Mai!

„Es ist einiges geschafft, doch es liegt noch viel Arbeit vor uns!“

Rainbow Flag

Am 17. Mai 1990 strich die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität von ihrer Liste der psychischen Krankheiten. „Jedoch auch 26 Jahre später, sind Homo- und Trans*phobie noch traurige Realität im Alltag vieler Menschen, die in ihren Lebensentwürfen nicht den traditionellen Vorstellungen von Geschlecht und/oder sexueller Orientierung entsprechen“, so Johannes Wahala, Leiter der Beratungsstellen COURAGE.

Viele Vorurteile und Diskriminierungen halten sich hartnäckig: Oft im alltäglichen Zusammenleben, noch öfter in den Köpfen der Mitmenschen. Als offene physische und/oder psychische Gewalt, zum Teil subtil verpackt als „Witze“, oder institutionalisiert in Gesetzen.

War Homosexualität im Mittelalter noch „Sünde“ oder „wider der Natur“, so glauben heute noch immer viele Menschen, Homosexualität sei eine psychische Störung/Krankheit oder gar pervers und daher heilbar, wenn die derart „Betroffenen“ nur wollten. Auch vor dem Gesetz werden nach wie vor Unterschiede gemacht: So steht z.B. bei der Heirat nicht die Liebe und Verbundenheit von Menschen im Vordergrund, sondern die Frage, ob es sich um eine gleichgeschlechtliche oder gegengeschlechtliche Beziehung handelt, entscheidet, ob das Paar eine „Ehe“ oder eine eingetragene PartnerInnenschaft eingehen darf – mitsamt der 33 rechtlichen Unterschiede als Konsequenz.

Ebenso stoßen Menschen, deren Geschlechts*Empfinden nicht mit ihrem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht übereinstimmt, in unserer Gesellschaft häufig auf Unverständnis, Ablehnung und Hürden, institutionelle wie auch zwischenmenschliche, die es ihnen erschweren, so leben zu können, wie es ihrer persönlich empfundenen Körperwahrnehmung und ihrer individuellen Gender*Identität entspricht.

Dabei gibt sich die Gesellschaft offen und tolerant. Doch der Unterschied zwischen Toleranz und Akzeptanz steckt im Detail: Während die lediglich Tolerierten niemals als gleichwertige Menschen angesehen werden, sind die Akzeptierten Teil der Gesellschaft und gar nicht mehr aus dieser wegzudenken.

„Zu erkennen, dass menschliches Leben vielfältig, facettenreich – und jeder einzelne Mensch für sich wertvoll ist – sehe ich als Grundlage für eine offene Gesellschaft, in der wir ohne Angst verschieden sein können“, gibt sich Wahala überzeugt. „Es ist einiges geschafft, doch es liegt noch viel Arbeit vor uns! – Nicht nur am Internationalen Tag gegen Homo- und Trans*phobie“.

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