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CHECK IT OUT 2015!

Workshop-Offensive für mehr Respekt und gegen Homo- & Transphobie

Logo Check it out Homo? Hetero? Bi? Trans? – Jeder Mensch hat unabhängig von seiner geschlechtlichen Identität und sexuellen Orientierung das Recht auf Respekt und darauf, seine Identität und Liebe offen zu leben. Tagtäglich werden Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans*Gender-Personen jedoch diskriminiert und im schlimmsten Fall Opfer psychischer und körperlicher Gewalt.

Vorurteile, Zerrbilder und Ängste abbauen
Viele Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans*Gender-Personen sowie deren Angehörige sind in einem hohen Maß offenen und auch verdeckten Diskriminierungen ausgesetzt: Seien es Schwulen- oder Lesbenwitze, die permanente Konfrontation mit unhaltbaren homo- und transphoben Ansichten im Alltag, verbale Beschimpfungen, Mobbing in der Schule, im Jugendzentrum oder in der Lehre, bis hin zu direkten Drohungen und Anfeindungen. „Die Ergebnisse einer EU-weiten Studie zeigen, dass in Österreich 89 % der Lesben, Schwulen und Trans*Gender-Personen in der Schule aufgrund ihrer Sexualität oder geschlechtlichen Identität mit Mobbing oder Beleidigungen konfrontiert waren. Die Mehrheit verheimlicht immer noch während der Schulzeit ihre sexuelle Orientierung, vermutlich aus Angst vor Diskriminierung. Dem müssen wir dringend entgegenwirken“, erläutert die Wiener Stadträtin Sandra Frauenberger. Gerade bei Jugendlichen sind die Auswirkungen der zahlreichen Diskriminierungsformen fatal. „Über 90 Prozent aller Selbstmordversuche von gleichgeschlechtlich empfindenden Menschen geschehen im Alter zwischen 15 und 27 Jahren, also während des oft sehr schmerzhaft erlebten Coming-out-Prozesses“, formuliert Mag. Johannes Wahala, Leiter der Beratungsstelle , seine Besorgnis.

Grund für diskriminierende Einstellungen und Verhaltensweisen sind Vorurteile, Zerrbilder und Ängste. Ablehnung und Feindseligkeit wurzeln häufig in Unkenntnis und Unsicherheit. Durch die Vermittlung von Wissen und ein wirkliches Kennenlernen des angeblich angstmachenden Anderen, kann ein grundlegendes Umdenken bewirkt und Diskriminierung abgebaut werden. Respekt für vielfältige Lebens- und Liebesformen soll dadurch gefördert werden.

Wissensbörse für Jugendliche zum Thema Homo- & Bisexualität,
Trans*Gender & Intersexualität

Die Beratungsstelle setzt es sich gemeinsam mit ihren KooperationspartnerInnen im Jugendprojekt CHECK IT OUT! daher zum Ziel, durch jugendgerechte Aufklärung gewaltfreie Räume zu schaffen. Vom 17. bis 19. Juni 2015 (am Wiener Rathausplatz in der -Lounge im Rahmen des Pride Village) findet eine umfassende Wissensbörse und Workshop-Offensive für Schulklassen und Jugendgruppen statt, um durch gezielte Aufklärung Homo- und Transphobie abzubauen.

Bildungskampagne zum Abbau von homo- und transphoben Vorurteilen und Zerrbildern
In den Workshops werden Jugendliche ab 14 Jahren über die Themen Homo- und Bisexualität, Trans*Gender und Trans*Identitäten, sowie über alles was mit diesen Themenkreisen verbunden ist, wie etwa Queerness, Partnerschaften und Sexualität, sowie Regenbogenfamilien, informiert. Die ReferentInnen holen die Jugendlichen in ihren Lebenswelten ab. Interaktiv werden die vielen Vorurteile und Zerrbilder in Hinsicht auf Schwule, Lesben, Bisexuelle und Trans*Gender-Personen auf ihre Wirklichkeit überprüft. Schwerpunkt ist die Sensibilisierung der Jugendlichen, die erst ein selbstbewusstes Auftreten gegen Homo- & Transphobie, sowie den Einsatz für Respekt und das Leben von Vielfalt ermöglicht. Zielsetzung des Jugendprojekts CHECK IT OUT! ist es, die leider noch immer weit verbreiteten homo- & transphoben Einstellungen und die daraus resultierenden Diskriminierungen, sowie Gewalt gegen Homosexuelle und Trans*Gender-Personen zu mindern.

Starke Allianz und Kooperation gegen Homo- und Transphobie
Das Projekt CHECK IT OUT!, das unter dem Ehrenschutz von Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek steht, ist Ergebnis einer breiten Allianz gegen Homo- & Transphobie, hinter der viele PartnerInnen, allen voran das Schulprojekt queerconnexion der HOSI Wien, stehen. Um eine möglichst gewaltfreie und auf dem Prinzip der Akzeptanz von Vielfalt basierende Gesellschaft aufzubauen, muss der Abbau von Vorurteilen bei den Jugendlichen ansetzen. Ziel ist es nicht, die Jugendlichen zu „bekehren“ oder von irgendetwas zu überzeugen, sondern die Normalisierung und Gleichwertigkeit aller sexuellen Orientierungen und Lebensweisen zu fördern. Eine wichtige Signalfunktion haben dabei auch die vielen UnterstützerInnen aus Wirtschaft und Politik. So wird CHECK IT OUT! auch vom Programm Vielfalter, das von Western Union initiiert wurde, gefördert.

Antidiskriminierungsarbeit, Gewaltprävention & Sexualaufklärung
In der Wissensbörse des Jugendprojekts CHECK IT OUT! werden für den Abbau von Vorurteilen Antidiskriminierungsarbeit, Gewaltprävention, Emanzipatorische Sexualpädagogik, Sexualaufklärung und Politische Bildung eingesetzt. So sollen sachliche Informationen vermittelt, sowie Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans*Gender-Personen und deren Lebensbedingungen und Lebensformen sichtbar gemacht werden. Vorurteile und Zerrbilder werden kritisch reflektiert und somit abgebaut.

Ziel des Jugendprojekts ist es, Vorstellungen von Homosexualität und Trans*Identitäten erkennen und hinterfagen zu lernen. Auch eigene homoerotische Anteile und die damit verbundenen Ängste werden thematisiert, die oft Grundlage zu heftigen Abwehrprozessen gegen gleichgeschlechtlich Liebende und Lebende sind. Vorurteile und Klischees können durch persönliche Begegnung abgebaut werden.

Mit CHECK IT OUT! wird eine weitere wichtige Wissenskampagne für die Gleichwertigkeit der verschiedenen Ausdrucksformen menschlicher Sexualitäten und geschlechtlichen Identitäten sowie den damit verbundenen unterschiedlichen Lebensformen innerhalb der Gesellschaft gestaltet. „Es gilt weiterhin einen klaren und deutlichen Standpunkt gegen jegliche Form von Diskriminierung einzunehmen und ein offenes, gleichberechtigtes Miteinander einzufordern. Vorurteile gehören hinterfragt und aufgebrochen – im Klassen-zimmer, am Ausbildungsplatz, bei der Berufswahl und am Arbeitsplatz. Es geht um Chancengerechtigkeit - egal welches Geschlecht wir haben und unabhängig davon wen wir lieben – und darum, Vielfalt und Diversität als Chance zu begreifen und ihre Potentiale gemeinsam erkunden und nutzen zu können“, betont Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Jeder Mensch ist einmalig und Menschen bereichern sich in ihren Einzigartigkeiten, in ihrer Kreativität und Vielfältigkeit. Jeder Mensch hat das Recht auf Respekt und auf ein diskriminierungsfreies und erfülltes Leben.

Die Workshops
Die kostenlosen Workshops dauern maximal 2 Stunden und können von Schulklassen oder Jugendgruppen gebucht werden.


Buchung & Rückfragehinweise:

Beratungsstelle COURAGE
Tel.: 01/ 585 69 66
Mail: info@courage-beratung.at

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