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11. Oktober: Internationaler Coming Out Day

COMING OUT – ein lebenslanger Prozess

Flagge Viele Menschen leiden darunter, dass sie ihre sexuellen Wünsche, Vorlieben und Sehnsüchte nicht aussprechen, geschweige denn leben können. Vor allem gleichgeschlechtlich empfindende Menschen und transidente Personen stehen unter einem hohen (psychischen) Druck. Trotz einer immer toleranter werdenden Gesellschaft, wird gleichgeschlechtliche Liebe nach wie vor nicht als gleichberechtigt oder als Selbstverständlichkeit akzeptiert.

Heterosexuell empfindende Menschen müssen sich in der Regel nicht vor/bei ihren Mitmenschen, ihren ArbeitskollegInnen, im FreundInnenkreis als „heterosexuell“ outen, zu ihrer sexuellen Orientierung oder Identität Rede und Antwort stehen, da viele Menschen Heterosexualität als gegeben („normal“, „gottgewollt“, „natürlich“) voraussetzen. Für gleichgeschlechtlich empfindende Menschen und transidente Personen ist es daher umso schwerer, in ihrem Bekannten- und Freund*innenkreis, ihrem sozialen Umfeld über ihre Sexualität, ihre Empfindungen und Gefühle zu sprechen.

Viele gleichgeschlechtlich empfindende Menschen und transidente Personen nehmen zum ersten Mal während ihrer Pubertät bewusst wahr, dass sie „anders“ sind. Das ist der Beginn eines Prozesses, den die meisten Menschen unter der Bezeichnung „Coming out“ kennen. Für viele gleichgeschlechtlich empfindende Menschen und transidente Personen ist der Prozess des Coming-Outs eine wichtige Entwicklung in ihrem Leben. Den Mut zu finden, mit seinen nächsten Mitmenschen, Freund*innen offen darüber zu sprechen, wie man sich selbst definiert, welche Vorlieben man hat und welchen Lebensstil man bevorzugt, ist kein einfaches Unterfangen.

In einer Gesellschaft, in der zwar Nacktheit und Pornographie im Überfluss vorhanden ist, aber Sexualität nach wie vor eines der größten Tabuthemen darstellt, sind eben auch Eltern, Angehörige und der Freund*innenkreis mit solchen Prozessen der identitätsstiftenden Selbstfindung häufig überfordert, können oft nicht damit umgehen, wenn ihre Kinder, ihre Angehörgien, ihre Freund*innen nicht der gesellschaftlich geprägten Norm entsprechen und darunter leiden, dass sie sich „anders“ fühlen. „Kinder und Jugendliche haben oft Angst, von ihren Eltern abgelehnt oder verstoßen zu werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Eltern ihren Kindern sagen, dass sie immer zu ihnen stehen werden und sie ihr Sohn bzw. ihre Tochter bleiben.“, rät Mag. Wahala.

Die Beratungsstelle COURAGE bietet sowohl Unterstützung für gleichgeschlechtlich empfindende Menschen und transidente Personen als auch für deren Eltern, Angehörige, Lehrer*innen, Freund*innen, Arbeitskolleg*innen. Jeder Mensch, der sich eingesteht, professionelle Unterstützung in diesem Lebensbereich zu brauchen, wird vom multiprofessionellen Team der Beratungsstelle COURAGE willkommen geheißen. Die Beratungsstelle COURAGE unterstützt und begleitet kostenlos Menschen, die sich ihres „Anderssein“ bewusst sind. Sie bietet konkrete Hilfe für all jene, die sich über ihre Sexualität, ihre sexuelle Orientierung und Identität im Unklaren sind, an sich und ihrer „gesellschaftlichen Normalität“ zweifeln. Die Berater*innen der COURAGE begleiten Menschen auf deren Weg des Coming-out-Prozesses, bei deren Entwicklung eines gesunden Verhältnisses zur eigenen Person, der eigenen Sexualität und Identität. Das ermöglicht den Menschen, sich angstfrei zu entwickeln und sich verstanden, nicht mehr alleine zu fühlen.

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