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SEXUALITÄT IN DER PROFESSIONELLEN BERATUNG/ PSYCHOTHERAPIE – SELBSTERFAHRUNGSSEMINAR

ES GIBT NOCH FREIE PLÄTZE! Anmeldefrist verlängert bis 6.6.2016

Seminar

Für das SELBSTERFAHRUNGSSEMINAR "SEXUALITÄT IN DER PROFESSIONELLEN BERATUNG/ PSYCHOTHERAPIE" in Wien von Freitag, 24. bis Sonntag, 26. Juni 2016 gibt es noch freie Plätze! Die Anmeldefrist wurde bis 06.06.2016 verlängert!

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IDAHOT, der internationale Tag gegen Homo- und Trans*phobie am 17.Mai!

„Es ist einiges geschafft, doch es liegt noch viel Arbeit vor uns!“

Rainbow Flag

Am 17. Mai 1990 strich die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität von ihrer Liste der psychischen Krankheiten. „Jedoch auch 26 Jahre später, sind Homo- und Trans*phobie noch traurige Realität im Alltag vieler Menschen, die in ihren Lebensentwürfen nicht den traditionellen Vorstellungen von Geschlecht und/oder sexueller Orientierung entsprechen“, so Johannes Wahala, Leiter der Beratungsstellen COURAGE.

Viele Vorurteile und Diskriminierungen halten sich hartnäckig: Oft im alltäglichen Zusammenleben, noch öfter in den Köpfen der Mitmenschen. Als offene physische und/oder psychische Gewalt, zum Teil subtil verpackt als „Witze“, oder institutionalisiert in Gesetzen.

War Homosexualität im Mittelalter noch „Sünde“ oder „wider der Natur“, so glauben heute noch immer viele Menschen, Homosexualität sei eine psychische Störung/Krankheit oder gar pervers und daher heilbar, wenn die derart „Betroffenen“ nur wollten. Auch vor dem Gesetz werden nach wie vor Unterschiede gemacht: So steht z.B. bei der Heirat nicht die Liebe und Verbundenheit von Menschen im Vordergrund, sondern die Frage, ob es sich um eine gleichgeschlechtliche oder gegengeschlechtliche Beziehung handelt, entscheidet, ob das Paar eine „Ehe“ oder eine eingetragene PartnerInnenschaft eingehen darf – mitsamt der 33 rechtlichen Unterschiede als Konsequenz.

Ebenso stoßen Menschen, deren Geschlechts*Empfinden nicht mit ihrem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht übereinstimmt, in unserer Gesellschaft häufig auf Unverständnis, Ablehnung und Hürden, institutionelle wie auch zwischenmenschliche, die es ihnen erschweren, so leben zu können, wie es ihrer persönlich empfundenen Körperwahrnehmung und ihrer individuellen Gender*Identität entspricht.

Dabei gibt sich die Gesellschaft offen und tolerant. Doch der Unterschied zwischen Toleranz und Akzeptanz steckt im Detail: Während die lediglich Tolerierten niemals als gleichwertige Menschen angesehen werden, sind die Akzeptierten Teil der Gesellschaft und gar nicht mehr aus dieser wegzudenken.

„Zu erkennen, dass menschliches Leben vielfältig, facettenreich – und jeder einzelne Mensch für sich wertvoll ist – sehe ich als Grundlage für eine offene Gesellschaft, in der wir ohne Angst verschieden sein können“, gibt sich Wahala überzeugt. „Es ist einiges geschafft, doch es liegt noch viel Arbeit vor uns! – Nicht nur am Internationalen Tag gegen Homo- und Trans*phobie“.

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Lebenswirklichkeiten von lesbischen, schwulen, bisexuellen und trans*- Jugendlichen in Österreich

Podiumsdiskussion am 10.05.2016

Podiumsdiskussion am 10.05.2016 Grüne fordern präventive Gesundheitsarbeit und Stärkung der psychischen Gesundheit von LGBTIQ*-Jugendlichen.

Am 10. Mai 2016 fand im Palais Epstein die Präsentation der Coming Out-Studie des deutschen Jugendinstituts mit anschließender Podiumsdiskussion zu Lebenswirklichkeiten von LGBTIQ*-Jugendlichen in Österreich statt.

„Die Diskussion zeigte eindeutig auf, dass es dringend notwendig ist, sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität im Bildungsbereich und in der Jugendarbeit und Jugendforschung zu thematisieren. LGBTIQ*-Jugendliche sind unsichtbar und leiden darunter. Der Prozess der Pubertät ist schon anstrengend genug und sich auch noch dauernd erklären zu müssen und Ablehnung innerhalb der Familie, des FreundInnenkreises und der Schule zu erfahren, ist sehr schmerzhaft“, berichtet Ewa Dziedzic, Bundesrätin und Grüne LGBTI-Sprecherin.

LGBTIQ* Jugendliche stehen vor den gleichen Aufgaben im Prozess des Erwachsenwerdens wie alle Jugendlichen. Als spezielle Herausforderung kommt allerdings noch dem Coming-out Prozess als Lesbe, Schwuler, Trans* oder die Entdeckung der eigenen Inter*geschlechtlichkeit hinzu. Junge LGBTIQ* Personen werden häufiger Opfer verbaler und körperlicher Aggression in der Schule und nur wenige können sich auf die Unterstützung ihrer Familie und Freund_innen verlassen. Viele Expert*innen, die mit jungen Menschen arbeiten, haben nur geringe, bis gar keine Kenntnisse über die Situation junger LGBTIQ* Personen und die Risikofaktoren, denen sie ausgesetzt sind, wenn sie sich „outen“. Besonders schwierig ist die Situation im ländlichen Raum.

Wie ist der Status Quo in Österreich, welche Strategien, Instrumente und Maßnahmen brauchen wir, um Vorurteile und Diskriminierungen abzubauen und LGBTIQ* Jugendliche auch in der Jugendarbeit, Politik und Bildungsarbeit mitzudenken und sie in ihren Lebensrealitäten abzuholen?

Am Podium diskutierten dazu:

  • Claudia Krell, Jugend-und Geschlechterforscherin, DJI München
  • Johannes Wahala, Beratungsstelle Courage Wien, Graz, Salzburg, Innsbruck
  • Nin Langer, Vorstandsmitglied queerconnexion, Schulprojekt der Hosi Wien
  • Lian Brugger, queer-feministische Initiativen & Kollektive, arbeitsmarktpolitisches Empowermentprojekt für junge Menschen
  • Ewa Dziedzic, Bundesrätin und Grüne Sprecherin für LGBTI Angelegenheiten

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Walk4IDAHOT unter dem Motto "Escape Queerphobia"

Salzburg am 21. Mai 2016

Walk4IDAHOT Am Samstag, dem 21. Mai 2016 geht der walk4IDAHOT in Salzburg bereits in die 4. Runde!

Veranstaltet wird die Demo wiederum von Bernhard Damoser (HOSI Salzburg), den Grünen andersrum, der ÖH Salzburg und der SOHO Salzburg.

Treffpunkt ist um 16 Uhr am Bahnhofsvorplatz, wo die Kundgebung unter dem Motto "Escape Queerphobia" eröffnet wird.

Hier geht’s zur Veranstaltung auf Facebook.

Aufgrund der aktuellen Flüchtlingssituation wird dieses Jahr auf die Situation von schwulen, lesbischen, bisexuellen, transidenten und intersexuellen Menschen hingewiesen, die in ihren Heimatländern verfolgt werden und diese verlassen mussten. Auch im vermeintlich sicheren Europa sind diese Personen nach ihrer Flucht oft mehrfachen Diskriminierungen bzw. Gewalt und Verfolgung ausgesetzt.

Die Route führt über die Arbeiterkammer zum Platzl/Linzergasse, retour zum Schloss Mirabell und über die Franz-Josef-Straße schließlich zur Glockengasse, wo die Abschlusskundgebung stattfinden wird.
Begleitet wird die Kundgebung wieder durch einen Soundwagen mit DJ ChrisAvid und tollen Drag Queens.

Ab ca. 18:30 findet im 3Stein die After-Party statt und alle teilnehmenden Menschen sind herzlich eingeladen, gemeinsam den IDAHOT zu feiern.

Die Veranstalter*innen freuen sich wieder auf zahlreiche Teilnehmer*innen, eine bunte und friedliche DEMO und bleiben ihrem Slogan treu: „Weil es wurst ist, ob DU schwul, lesbisch, hetero, bi, trans*, inter* oder sonst was bist. Weil du MENSCH bist!“

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Lebenswirklichkeiten von lesbischen, schwulen, bisexuellen und trans*- Jugendlichen in Österreich

Podiumsdiskussion

Symbolfoto 10. Mai, 18:00-20:00, Palais Epstein, Dr. Karl-Renner-Ring 3, 1010 Wien

LGBTIQ* Jugendliche stehen vor den gleichen Aufgaben im Prozess des Erwachsenwerdens wie alle Jugendlichen. Als spezielle Herausforderung kommt allerdings noch dem Coming-out Prozess als Lesbe, Schwuler, Trans* oder die Entdeckung der eigenen Inter*geschlechtlichkeit hinzu. Junge LGBTIQ* Personen werden häufiger Opfer verbaler und körperlicher Aggression in der Schule und nur wenige können sich auf die Unterstützung ihrer Familie und Freund_innen verlassen. Viele Expert_innen, die mit jungen Menschen arbeiten, haben nur geringe, bis gar keine Kenntnisse über die Situation junger LGBTIQ* Personen und die Risikofaktoren, denen sie ausgesetzt sind, wenn sie sich „outen“. Besonders schwierig ist die Situation im ländlichen Raum.

Wie ist der Status Quo in Österreich, welche Strategien, Instrumente und Maßnahmen brauchen wir, um Vorurteile und Diskriminierungen abzubauen und LGBTIQ* Jugendliche auch in der Jugendarbeit, Politik und Bildungsarbeit mitzudenken und sie in ihren Lebensrealitäten abzuholen?

Am Podium diskutieren dazu:

  • Claudia Krell, Jugend-und Geschlechterforscherin, DJI München
  • Johannes Wahala, Beratungsstelle Courage Wien, Graz, Salzburg, Innsbruck
  • Nin Langer, Vorstandsmitglied queerconnexion, Schulprojekt der Hosi Wien
  • Lian Brugger, queer-feministische Initiativen & Kollektive, arbeitsmarktpolitisches Empowermentprojekt für junge Menschen
  • Ewa Dziedzic, Bundesrätin und Grüne Sprecherin für LGBTI Angelegenheiten

Moderation: Meri Disoski

Achtung: Einladung gilt in Verbindung mit einem amtlichen Lichtbildausweis als Zutrittsberechtigung für das Palais Epstei.

Rückfragen & Kontakt:
Grüner Klub im Parlament, 01 40110-6697, presse@gruene.at

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Jetzt auch in Salzburg: COURAGE – die Partner*innen-, Familien- & Sexualberatungsstelle

Für alle, die unsere Eröffnungsfeier am Freitag in Salzburg verpasst haben, hier zum Nachlesen...

Courage Salzburg Eröffnungsfeier

von Gabriele Rothuber

Am Freitag, den 15.4. lud das Team der COURAGE Salzburg unter der Leitung von Johannes Wahala zur Eröffnung der barrierefreien Räumlichkeiten in die Getreidegasse 21.

Das Leben von Menschen, deren sexuelle Orientierung[1] oder geschlechtliche Identität[2] oder auch deren Körper nicht den gängigen Normen und Vorstellungen entsprechen, sind auch heute noch vielfältigen Diskriminierungen in Österreich ausgesetzt: sei es im Alltag (etwa Mobbing an Schulen), im Recht (z.B. noch immer keine Gleichstellung der Ehe mit der eingetragenen Partner*innenschaft), in der Medizin (zB geschlechtsverändernde Eingriffe in die Körper neugeborener zwischengeschlechtlicher Kinder oder der Spießroutenlauf von transidenten Menschen, wenn sie ihren Körper dem Wunschgeschlecht anpassen möchten). Diese Personengruppen haben ein deutlich erhöhtes Selbstmordrisiko und benötigen oftmals psychosoziale Unterstützung.

Deshalb freuen wir uns, dass so viele Menschen dieser Einladung gefolgt sind und damit ein klares Zeichen der Wertschätzung unserer Arbeit geleistet haben. Vertreter*innen wichtiger Salzburger Einrichtungen, wie dem Kinderschutzzentrum, dem Gewaltschutzzentrum, der Sexualberatungsstelle, AVOS, dem Institut für Medienbildung, der Lebenshilfe, Menschen aus der Jugendarbeit, der Mädchenarbeit, der Sexualpädagogik und Missbrauchsprävention nutzten den Nachmittag zum kollegialen Austausch.

Eröffnet wurde durch Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer, die die Wichtigkeit einer professionellen Beratung für lesbische, schwule, bisexuelle, transidente und zwischengeschlechtliche Menschen in Salzburg – neben der Pink Bonsai Beratung der HOSI Salzburg – hervorhob und auch die Arbeit dieser beiden Institutionen im Bezug auf Asylsuchende betonte.

Barbara Sieberth, Landtagsabgeordnete der Grünen und Menschenrechtssprecherin im Grünen Landtagsclub ist die menschenrechtsbasierte Arbeit der Courage ein großes Anliegen: das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit etwa, die selbstverständlich auch für LGBTI-Personen gelten müssen.

Weiters waren von Seiten der Politik anwesend Ingrid Riezler-Kainzer als Vertreterin des SPÖ Landtagsclubs, Christine Brandstätter von den Grünen und Klaus Horvat-Unterdorfer von den Grünen Andersrum.

Die COURAGE Beratung gehört zu den 400 Familienberatungsstellen in Österreich. Sie ist eine Schwerpunktberatungsstelle für LGBTI*-Menschen, jedoch auch Anlaufstelle für ALLE Sexualitäten. Unsere Beratung umfasst u.a. Paarkonflikte, Familienplanung, Fragen zur weiblichen und männlichen Sexualität, zur psychosexuellen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, zu Sexualität und „Neue“ Medien, sexueller Gewalt etc.

Das gesamte Team und die Schwerpunkte der jeweiligen Berater*innen finden Sie hier:

COURAGE-TEAM

Beratungszeiten: Mo, Mi, Do 18-20 Uhr

Terminvereinbarung: Tel. 0699/166 166 65

auf dem Foto v.l.n.r.: Ingrid Riezler, Anja Hagenauer, Johannes Wahala, Bernhard Damoser, Gabriele Rothuber, Barbaa Sieberth, Christine Brandstätter

Die Beratungen sind grundsätzlich kostenlos gegen einen freiwilligen Unkostenbeitrag!

[1] d.h. sexuelles Begehren: „zu wem fühle ich mich hingezogen?“ – hetero/homo/bisexuell
[2] das Geschlecht, dem sich ein Mensch zugehörig fühlt – muss nicht mit dem Geburtsgeschlecht übereinstimmen

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Gender Salon: "Vom Kriminal in den Trauungssaal – und immer noch nicht gleichberechtigt"

Wien, 21.04.2016, 18.00–20.00 Uhr, FH Campus Wien, Festsaal, Vortrag von Dr. Helmut Graupner, Rechtsanwalt und Präsident Rechtskomitee Lambda

Gender Salon Die Rechtsentwicklung für LGBTs (Abkürzung für „Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender“, also lesbische, schwule, bisexuelle und Trans*-Personen) in Österreich


Helmut Graupner wirft einen Blick auf die österreichische Rechtslage für homosexuelle Menschen im Lauf der letzten Jahrzehnte. Aufgrund von Gesetzesänderungen in den 1970er-Jahren sind homosexuelle Kontakte generell nicht mehr strafbar, jedoch ist eine Gleichstellung aller Menschen - unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung - auch in Österreich noch immer keine Realität.

Gesetzesänderungen und neue Schutzbestimmungen (z. B. in der Arbeitswelt) werden im Vortrag ebenso Thema sein wie nach wie vor bestehende Problembereiche. Denn noch immer sind nicht alle österreichischen Staatsbürger_innen "vor dem Gesetz gleich".

Programm

18.00 Uhr: Vortrag Dr. Helmut Graupner
20.00 Uhr: Vernetzung bei Erfrischungen

17.30-21.00 Uhr: Büchertisch der Buchhandlung ChickLit

Anmeldung bis 13. April

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WASt Fotowettbewerb "Wien, meine Regenbogenstadt" - mach mit!

WASt Fotowettbewerb

Wien ist Mitglied im internationalen Rainbow Cities Netzwerk (RCN) und die WASt plant das erstes gemeinsames Projekt: Eine internationale Fotoausstellung. In Wien macht die WASt dazu einen Fotowettbewerb: Schick Dein schönstes Foto zum Thema "Wien, meine Regenbogenstadt" an wast@gif.wien.gv.at

Das Gewinnerfoto wird als Bestandteil der internationalen Ausstellung "Rainbow Cities" im Wiener Rathaus, international und online ausgestellt.
Schick Dein Foto digital in druckfähiger Auflösung (300 dpi bei 30*40cm, 4.288 * 2.848 px), gib ihm einen Titel und vergiss nicht, Deinen Namen und eine Kontaktmöglichkeit anzugeben!

Einsendeschluss ist der 27. April 2016.


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SEXabNORM – die alten und neuen Grenzen der Lust

Fachtagung, Wien, 8.-9. April 2016

Symbolfoto Fachtagung Jetzt anmelden und Platz sichern!

Der Umgang unserer Gesellschaft mit Sexualität proklamiert befreiende Enttabuisierung für alle Menschen: Die traditionelle heterosexuelle lebenslange Zweier-Beziehung als normative Vorgabe ist abgeschafft, polyamoröse Lebensabschnittspartnerschaften werden ebenso gelebt wie die Gleichstellung von Homosexualität mit Heterosexualität. Sexualität darf und soll Lust bereiten, egal wie jung oder alt man ist und kein Fetisch ist zu ausgefallen, um nicht in Nachmittagstalkshows erörtert zu werden. Geschlechtergrenzen sind zwar nicht aufgehoben, aber als verhandelbares Kontinuum etabliert und mit Sex 2.0 titelt auch schon der Boulevard. …

Haben wir es mit dieser Entwicklung tatsächlich mit der Befreiung von althergebrachten Normen zu tun? Oder geht es um einen Wertewandel, dessen Ergebnisse aber ebenso feste Erwartungen und zu neuen Normen werdende Imperative sind? Gilt die Befreiung tatsächlich für alle Menschen und lassen wir in Gesellschaft, Beratung und Therapie tatsächlich die freie Entscheidung bei den einzelnen Menschen?

Die Fachtagung „SEXabNORM“ der ÖGS - Österreichischen Gesellschaft für Sexualwissenschaften und der Sexualberatungsstellen stellt Aspekte von Sexualitäten in den Mittelpunkt, die im aktuellen Diskurs über Sexualitäten oft nicht beleuchtet werden: Welche neuen Normen gibt es in den Neosexualitäten? Welche sexuellen (Un-)Kulturen werden gelebt? Gibt es so etwas wie sexuellen Marktwert in der realen und der virtuellen Welt? Wie sieht das Spannungsverhältnis von Lust und Risiko aus? Wie beeinflussen Liebe, Beziehung und Sexualität einander in Langzeitbeziehungen? Wie sieht die tatsächliche Lebenssituation von LGBTIQ-Personen aus, auch angesichts des Paradigmenwechsels im Bereich Genderdysphorie? Welche Rolle spielt Prostitution heute und welche Rahmenbedingungen findet sie vor? Gestehen wir Kindern und Jugendlichen Sexualität zu? Was tun Institutionen für oder gegen die Sexualität von betreuten Menschen und welche Rolle spielt Sexualassistenz hier? Diese und mehr Fragen werden von international renommierten ExpertInnen in Vorträgen erörtert und in zahlreichen Workshops vertieft.

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Frauenrechte sind (auch) Lesbenrechte!

Courage zeigen am Internationalen Frauentag am 8. März 2016

Icon internationales symbol für Frauen „Wir sind leider noch immer nicht dort, wo wir eigentlich schon sein sollten“, kommt Mag. Johannes Wahala, Leiter der Beratungsstelle , anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März 2016 zu einem ernüchternden Ergebnis: „Aber es hat den Anschein, als ob wir unserem Ziel, nämlich der tatsächlichen Gleichberechtigung aller Geschlechter, immer näher kommen“.

Die Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte dürften nicht darüber hinwegtäuschen, dass garantierte Frauenrechte und die Alltagsrealität vieler Frauen oft noch weit auseinanderklaffen. Das gelte insbesondere auch für jene Frauen, die in gleichgeschlechtlichen Beziehungen leben und daher meist doppelt von diskriminierenden Ressentiments und Anfeindungen betroffen sind.

Wahala, selbst ein aktives Mitglied der Zivilgesellschaft, vor allem wenn es um die gesellschaftliche Anerkennung und rechtliche Gleichstellung von unterschiedlichen sexuellen Orientierungen und geschlechtlichen Identitäten geht, weiß um die alltäglichen Diskriminierungen und Ungerechtigkeiten (am Arbeitsplatz, bei der Entlohnung, der Haushaltsarbeit, der Kinderbetreuung, der Bildung und vielen anderen Bereichen des Zusammenlebens). Aber „die Idee, dass alle Menschen, unabhängig von ihrem Geschlecht und ihrer sexuellen Orientierung, die gleichen Rechte genießen können sollen, lässt sich nicht mehr aus unseren Köpfen löschen“, ist Wahala überzeugt, dass sich solche positiven Entwicklungen in einer immer bunter werdenden Gesellschaft nicht aufhalten lassen.

In Anlehnung an ein Zitat von Olympe de Gouges, formuliert Wahala den Anspruch der künftigen Bestrebungen zur Verbesserung der Situation aller Menschen: „Wir müssen es nur wollen“. Damit Gleichberechtigung unabhängig von Geschlecht und Orientierung in der Zukunft eine Selbstverständlichkeit ist und es einer solchen jährlichen Erinnerung nicht mehr bedarf.

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