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Verfassungsgerichtshof hebt Bindestrich-Verbot in Doppelnamen eingetragener PartnerInnen auf

Piktogramm mit Paragrgaphenzeichen In der Vergangenheit haben Behörden - bei der Anwendung des EPG - die Bestimmungen so interpretiert, dass der Doppelname bei gleichgeschlechtlichen Partnerschaften - im Gegensatz zu Doppelnamen bei Ehepaaren - ohne Bindestrich zu bilden und zu führen sei. Der Verfassungsgerichtshof hat nun entschieden, dass dies keine verfassungskonforme Auslegung der gesetzlichen Bestimmung ist. Weil bereits am Vorhandensein oder eben Fehlen eines Bindestriches bei Doppelnamen die sexuelle Orientierung erkennbar und dies eine unzulässige Diskriminierung wäre.

Mag. Johannes Wahala, Leiter der Beratungsstellen ist froh darüber, "dass der homophoben Auslegung in der behördlichen Vollzugspraxis somit ein Riegel vorgeschoben wurde und die Stigmatisierung von gleichgeschlechtlich empfindenden Menschen damit - eine verfassungskonforme Interpretation der gesetzlichen Bestimmungen durch behördliche Organe vorausgesetzt - nicht mehr toleriert wird."

Die Beratungsstellen begrüßen daher die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes hinsichtlich der Verwendung von Bindestrichen für Doppelnamen, nämlich sowohl für gleichgeschlechtliche als auch verschiedengeschlechtliche Paare.

"Dass es dabei lediglich um das Vorhandensein oder eben Fehlen eines einzigen Zeichens - nämlich um den Bindestrich zwischen zwei Familiennamen - geht, zeigt, wie schwierig es manchmal sein kann, homophobe Intoleranz und Diskriminierung von gleichgeschlechtlich empfindenden Menschen aufzuzeigen und sichtbar zu machen", ist Mag. Wahala überzeugt, dass sich im EPG noch weitere homophobe Interpretationsspielräume und eben auch solche diskriminierenden Bestimmungen finden lassen. (gk)


Wir sind G.A.L.A. 2011!

Seit 2000 vergibt die HOSI Linz jährlich den Gay And Lesbian Award (G.A.L.A.) für besondere Verdienste um die rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung von gleichgeschlechtlich l(i)ebenden Menschen und TransGender-Personen in Österreich.

Logo der GALA 2012 Der diesjährige Preisträger heißt Mag. Johannes Wahala. Vereinssprecher der HOSI Linz, Gernot Wartner, zeigt sich erfreut über die Wahl der Jury, immerhin sei es „ein besonders schönes Zeichen der Jury, dass sie dem langjährigen und verdienstvollen Wirken dieses überaus engagierten Menschen mit der Preiszuerkennung Anerkennung und Würdigung zollt“.

Seit rund zwei Jahrzehnten ist Mag. Wahala um die rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung von gleichgeschlechtlich l(i)ebenden und transident empfindenden Menschen bemüht. Mit der von ihm - im Jahr 2000 - gegründeten Beratungsstelle in Wien (und seit 2009 auch in Graz und Innsbruck) bietet Mag. Wahala nicht nur Unterstützung für Hilfesuchende und Weiterbildung für künftige Generationen an, sondern sorgt auch im persönlichen Gespräch mit politisch verantwortlichen EntscheidungsträgerInnen dafür, dass dieses Thema nicht aus dem öffentlichen Diskurs verschwindet.

Die Begründung der Jury im Wortlaut:

„Johannes Wahala ist in der österreichischen Gesellschaft - nicht nur in der lesbisch-schwul-transgender Gemeinschaft - längst ein Markenzeichen. Sein Name steht für seriöse sexualwissenschaftliche Arbeit, für eindrucksvolle Auftritte in den Medien, für einen steten Verbündeten der Community in der gesellschaftspolitischen Debatte und für die Leitung einer erfolgreichen Beratungs- und Bildungseinrichtung. Argumente und Beispielgebung sind seine starken Mittel gegen Ignoranz, Vorurteile und Diskriminierung. Als eine der Galionsfiguren der Lesben- und Schwulenbewegung in Österreich hat er wesentlich dazu beigetragen, dass Homosexualität und andere sexuelle Tabubereiche zum Thema und davon Betroffene zum Gesprächspartner und akzeptierten Mitmenschen werden. Sein Werdegang in der lesbisch-schwul-transGender Bewegung begann schon vor seinem Konflikt mit Erzbischof Schönborn, der dann den Startschuss für Johannes Wahalas neues und noch verstärktes Engagement gegeben hat. Unsere Anerkennung gilt seinem konsequenten Einsatz für die sexuellen Menschenrechte in Wort und Tat."

"Die Anfangsphase der war sehr anstrengend und kräftezehrend, aber unsere Arbeit war notwendig und richtig", ist Mag. Johannes Wahala sichtbar stolz, dieses Jahr den Preis der HOSI Linz zu erhalten. "Die Gesellschaft ist heute ein Stück weit offener als noch vor zwanzig Jahren", ist der diesjährige Preisträger überzeugt, dass sich der Einsatz für gleichgeschlechtlich l(i)ebende Menschen und TransGender-Personen jedenfalls gelohnt hat. Und dass es wichtig ist, sich auch weiterhin für das Ende der Diskriminierung in allen gesellschaftlichen Bereichen einzusetzen und die Akzeptanz aller L(i)ebenskonzepte voranzutreiben.

Als Psycho- und Sexualtherapeut kennt Mag. Johannes Wahala die Frage- und Problemstellungen der Menschen, insbesondere jene der gleichgeschlechtlich L(i)ebenden und TransGender-Personen sehr genau. "Gemeinsam mit den vielen anderen wertvollen Initiativen und zwischenzeitlich auch gut entwickelten Organisationen in diesem Bereich wird es gelingen, die Gesellschaft so weit zu sensibilisieren, dass gleichgeschlechtliche Liebe die gleiche Akzeptanz findet wie gegengeschlechtliche Beziehungskonzepte", so Mag. Johannes Wahala zuversichtlich, dass die gemeinsame Arbeit noch lange nicht zu Ende ist. Ziel sei es, die Vielfalt von Orientierungen und Lebensweisen im Sinne des Diversity-Konzepts als Chance für die Gesamtgesellschaft zu verstehen und zu nutzen.

Das gesamte Team der gratuliert dem diesjährigen G.A.L.A.-Preisträger und Leiter der Beratungsstelle COURAGE, Mag. Johannes Wahala und bedankt sich für das Engagement und die Arbeit der vergangenen Jahre.

Weiterführende Informationen finden Sie hier.


Der Herbst wird bunt!

Foto mit einigen jungen Männern und Frauen Neben der Beratungstätigkeit und der damit verbundene Unterstützung, bietet auch Selbsthilfe- und Selbsterfahrungsgruppen an. Das gemeinsame Thema und die gegenseitige Unterstützung lindert bei vielen Menschen den Leidensdruck, führt zur Erleichterung und ermöglicht neue Sichtweisen und Lösungen. Sie sind Orte der Begegnung, des Austausches und der Kommunikation, denn „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“. (Martin Buber)

Im Herbst starten an der wieder viele neue Gruppen – vielleicht ist auch etwas für Sie dabei:

  • Young*Trans - Psychotherapeutische Gruppe für junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren mit TransGender-Themen
  • TRANS*FAMILY – Selbsthilfegruppe für PartnerInnen sowie Eltern und Angehörige von transidenten Personen
  • QUEER*FAMILY – Begleitete Selbsthilfegruppe für lesbische, schwule, bisexuelle Eltern bzw. Familien mit gleichgeschlechtlichen Partnerinnen und Partnern
  • YOUNG*QUEER – Begleitete Selbsthilfegruppe für junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahre
  • OASE – Therapeutische Gruppe für schwule und bisexuelle Männer
  • SAPPHO – Psychotherapeutische Gruppe für lesbische und bisexuelle Frauen


Courage – nicht nur am Internationalen Tag gegen Homophobie!

Stellungnahme der zum Internationalen Tag gegen Homophobie 2011

Logo mit Stoppt Homo- und Transphobie Es geht nicht darum toleriert zu werden, sondern darum, dass Menschen akzeptieren, dass es unterschiedliche Lebensentwürfe in unserer Gesellschaft gibt und dass keiner dieser Entwürfe besser oder schlechter ist.

Die individuellen Wünsche und Vorstellungen sind bunt und vielfältig. Auch zwischen heterosexuellen Beziehungen gibt es Unterschiede, aber diese werden in der Regel nicht von den Medien herangezogen, um darüber covertauglich zu berichten. Am 17. Mai, dem Internationalen Tag gegen Homophobie (International Day against Homophobia – IDAHO) ist es wichtig, dieses Thema wieder anzusprechen und darauf hinzuweisen, dass es noch viel zu tun gibt...


Frauenrechte sind (auch) Lesbenrechte!

Courage zeigen am Internationalen Frauentag

Bild mit einem Frauenrechts-Symbol Presseaussendung der Beratungsstelle zum Internationalen Frauentag

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Internationalen Frauentages am 8. März 2011 kommt Mag. Johannes Wahala, Leiter der Beratungsstelle , zu einem ernüchternden Ergebnis mit optimistischer Perspektive. „Wir sind leider noch immer nicht dort, wo wir eigentlich schon sein sollten“, bringt Wahala die Entwicklung der Frauenrechte in den vergangenen 100 Jahren auf den Punkt, „aber es hat den Anschein, als ob wir unserem Ziel, nämlich der tatsächlichen Gleichberechtigung aller Geschlechter, immer näher kommen“. Die Errungenschaften des vergangenen Jahrhunderts dürften nicht darüber hinwegtäuschen, dass garantierte Frauenrechte und die Alltagsrealität vieler Frauen oft weit noch auseinanderklaffen. Das gelte insbesondere auch für jene Frauen, die in gleichge-schlechtlichen Beziehungen leben und daher meist doppelt von diskriminierenden Ressen-timents und Anfeindungen betroffen sind.


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