Homo? Hetero? Bi? Trans?
CHECK IT OUT - FRAG´ DICH COOL!
„Schwuchtel!“, „Homo!“, „Lesbe!“ – diese Schimpfwörter kennen die meisten aus der Schule oder dem Jugendzentrum. Aber: Was weißt Du wirklich über Schwule und Lesben - ihr Alltagsleben, ihre Beziehungen, ihren Sex? Und wie steht´s mit TransGender und Transsexuellen?
Über Sex & Liebe zwischen Männern und Frauen wird ja viel und gerne getratscht und noch mehr geprahlt, aber über andere Formen von Sexualität und Beziehung wird oft geschwiegen - aus Angst, aus Scham - und aus Feigheit.
Aber Sex und Liebe sind so vielfältig und bunt wie das Leben selbst. Jeder Mensch ist einzigartig und hat das Recht, seinen eigenen Weg zu finden - auch DU! Egal, in wen Du gerade verknallt bist und auf wen Du stehst!
Zeig´, dass Du mutiger und cooler bist als die, die einfach nur schimpfen und Vorurteile verbreiten. Etwas nicht zu wissen, ist keine Schande. Den Kopf in den Sand zu stecken, ist dann aber doch …echt uncool!
Deshalb: Komm vorbei, frag´ Dich cool! Alles, was du schon immer über Homo/Hetero/Bi/Trans/… wissen wolltest! Hier findest Du Antworten und Informationen!
Die Beratungsstelle Courage erwartet dich vom 12. – 15. Juni täglich ab 15 Uhr in der Courage-Lounge beim Pride Village am Wiener Rathausplatz.
Es kostet nichts und keiner beißt Dich!
Ein Auto oder eine Flugreise kannst Du nicht gewinnen, aber dafür nimmst Du Wissen mit nach Hause – und Wissen ist cool & macht sexy ;-)
CHECK IT OUT: Homo? Hetero? Bi? Trans? – FRAG´ DICH COOL! ist ein Projekt der Courage in Kooperation mit dem Verein Wiener Jugendzentren
Familien sind ein heißes Eisen
Volles Haus bei Courage-Diskussion: 120 Gäste folgten der Einladung
Dass der Begriff Familie und ihre Funktion in der heutigen Gesellschaft immer wieder neu diskutiert werden, ist nichts Neues. Dass die traditionellen Volksparteien dazu nichts sagen wollen, hingegen schon.
Bereits in der Vorbereitungsphase wurde von vielen Parteien nur zögerlich Diskussionsbereitschaft signalisiert. Während von Seite der FPÖ und des BZÖ kein Interesse bestand, an der Diskussion teilzunehmen, zeigten sich vor allem SPÖ und die Grünen gesprächsbereit. Die für das EPG verantwortliche ÖVP-Ministerin, Dr.in Beatrix Karl entsendete den Leiter ihrer Zivilrechtssektion, Prof. Dr. Georg Kathrein, die SPÖ-Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek, die als einzige Regierungsvertreterin bereits fix zugesagt hatte, ließ sich aufgrund einer kurzfristigen Erkrankung von der Leiterin der Frauen- und Gleichstellungssektion, Frau Mag.a Ines Stilling vertreten. Der Diskussion tat dies aber keinen Abbruch. Im Gegenteil. Die beiden MinisterialbeamtInnen überzeugten mit erfrischender Ehrlichkeit über das Zustandekommen des EPG und die Hintergrundgespräche in Verwaltung und Politik. Dabei zeigten sich die beiden von ihrer pragmatischen Seite: „Mehr war politisch nicht drin“, war die einhellige Meinung aus dem Bundeskanzleramt und dem Justizministerium.
Der Leiter der Beratungsstelle Courage, Mag. Johannes Wahala sprach über seine Erfahrungen im Beratungsalltag und die unterschiedlichen Problem- und Fragestellungen der KlientInnen. Barbara Schlachter, Obfrau von FAmOs (Familien Andersrum Österreich) erzählte über die Lebensrealitäten von Regenbogenfamilien und über Kindererziehung und Kinderwunsch in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften. Die einzige Vertreterin einer politischen Partei, die Europaparlamentarierin Mag.a Ulrike Lunacek von den Grünen gab mit ihren Ausführungen Einblick in den Stand der Gleichstellungsbemühungen auf europäischer Ebene und ihre Erfahrungen mit konservativen VerhandlungspartnerInnen in der österreichischen Politik. Dass dem EPG eine homophobe Grundhaltung zugrunde liegt, wie von den meisten PodiumsteilnehmerInnen behauptet, wollte der Leiter der Zivilrechtssektion, Prof. Dr. Kathrein nicht im Raum stehen lassen. Den Argumenten und Ausführungen des ausgewiesenen Rechtsexperten und Präsidenten des Rechtskomitees LAMBDA, Dr. Helmut Graupner, zu den homophoben Bestimmungen im EPG war jedoch wenig entgegenzusetzen. Und so blieb ein informativer Abend, die Ernüchterung über politische Vorgänge bei der Textierung und Formulierung von Gesetzesbestimmungen und die Aussicht, dass mensch auch mit kleinen Schritten langsam ans Ziel oder zumindestens voran kommt.
Rund 120 interessierte, vor allem junge Gäste lauschten der spannenden Diskussion zwischen den DiskutantInnen und der bestens vorbereiteten Moderatorin Corinna Milborn.
COURAGE verlangt „Akzeptanz statt Toleranz“
Stellungsnahmen zum Internationalen Tag gegen Homophobie am 17. Mai
„Es geht nicht darum toleriert zu werden, sondern darum, dass Menschen akzeptieren, dass es aufgrund unterschiedlicher sexueller Orientierungen unterschiedliche Lebensentwürfe in unserer Gesellschaft gibt“, ist Mag. Johannes Wahala, Leiter der Beratungsstelle Courage, überzeugt, „dass all diese Entwürfe gleichwertig sind“.
Auch im dritten Jahrtausend werden Homosexuelle nicht als das gesehen, wer sie sind: Individuen mit menschlichen Grundbedürfnissen, Wünschen, Sehnsüchten und Vorlieben. Leider werden immer noch gleichgeschlechtlich empfindende Menschen diskriminiert. Oft im alltäglichen Zusammenleben, noch öfter in den Köpfen der Mitmenschen. Weil es in der Zwischenzeit – jedenfalls in den meisten reichen Industriestaaten – nicht politisch korrekt ist, über Homosexualität zu schimpfen, zu lästern, geschieht die Diskriminierung subtiler, und oft unterhalb der Gürtellinie. Am Arbeitsplatz oder in der politischen Diskussion reicht in der Regel das Voranstellen der sexuellen Orientierung vor die Berufs- oder Funktionsbezeichnung, um in einer Gruppe aufzuzeigen, dass es (lediglich) um Toleranz und nicht um Akzeptanz geht: der schwule Kollege, die lesbische Gemeinderätin, … Bei Courage kennt man viele Beispiele, wie sich Diskriminierung von gleichgeschlechtlich empfindenden und l(i)ebenden Menschen im alltäglichen Zusammenleben auswirkt.
„Akzeptanz der Vielfalt anstelle der Toleranz des Anderen. Eine tolerante Gesellschaft erkennt man daran, dass die darin lebenden Menschen die Vielfalt der individuellen Lebensentwürfe als gleichwertig wahrnehmen, akzeptieren und als Bereicherung für sich und die Gesellschaft sehen“, ist Johannes Wahala überzeugt, dass der Unterschied zwischen Toleranz und Akzeptanz im Detail steckt. Während die lediglich Tolerierten niemals als gleichwertige Menschen angesehen werden, sind die Akzeptierten Teil der Gesellschaft und gar nicht mehr aus dieser wegzudenken.
Die lange Zeit geprägten Vorurteile sitzen noch immer tief: War Homosexualität im Mittelalter noch „Sünde“ oder „wider der Natur“, so glauben heute noch immer viele Menschen, Homosexualität sei eine psychische Störung/Krankheit oder gar persvers und daher heilbar, wenn die derart „Betroffenen“ nur wollten. Eine Meinung, die sich schon seit Jahrhunderten hartnäckig hält. Und das, obwohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Diagnose „Homosexualität“ vor über 20 Jahren, nämlich am 17. Mai 1990 aus dem internationalen Diagnoseklassifikationssystem (ICD) gelöscht hat.
Gleichgeschlechtlich Empfindende und L(i)ebende sind – als gleichberechtigte und gleichwertige Individuen – in einer Gesellschaft, die an sich selbst den Anspruch stellt, aufgeklärt zu sein und die Vielfalt fördern zu wollen, zu akzeptieren. Courage fordert daher mehr Courage in der Gesellschaft, allen voran in Politik, Bildung und Wirtschaft. Damit niemand Angst haben muss!
FORDERUNGEN AN DIE BUNDESREGIERUNG:
- Ersatzlose Streichung aller diskriminierenden und homophoben Bestimmungen im EPG
- Pflegeelternschaft für gleichgeschlechtlich lebende Paare in allen Bundesländern
- Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare
- Künstliche Befruchtung für lesbische und alleinstehende Frauen
- Rechtliche Gleichstellung in allen Lebensbereichen für gleichgeschlechtlich empfindende Menschen
- Reform und Öffnung der Ehe für Alle
- Schulische Bildung und Sensibilisierung zum Thema Homo- und Transsexualität sowie Homophobie
Check Deinen Status
Checkpoint Courage: HIV und Syphilis kostenlos testen
Die Beratungsstelle COURAGE freut sich über die Kooperation mit der Aidshilfe Wien (AHW). In den Monaten Mai und Juni dieses Jahres wird die Beratungsstelle an vier Tagen zum Checkpoint COURAGE. Mit dem Gutschein "Check Deinen Status" gibt es den HIV-Schnelltest und den Syphilis-Test kostenlos für MSM (Männer, die Sex mit Männern haben).
Belüg dich nicht selbst >>> Komm zum Test.
Anonym und kostenlos.
WE ARE FAMILY!
Podiumsdiskussion: Österreich und seine Regenbogenfamilien
Vater – Mutter – Kind. Das ist das traditionelle Bild der Familie in den Köpfen vieler Menschen. In unserer Gesellschaft gibt es jedoch noch andere partnerschaftliche Konstellationen, die immer öfter die Kernfunktion der traditionellen Familie übernehmen.
Seit 01.01.2010 sind in Österreich eingetragene PartnerInnenschaften möglich. KritikerInnen im In- und Ausland erkennen im EPG eine homophobe Haltung österreichischer PolitikerInnen. Sie fordern eine Reform jener Regelungen, die lesbischen und schwulen Paaren einen Familiennamen verwehren, sowie die künstliche Befruchtung und die Adoption untersagen. Österreichs PolitikerInnen verleugnen die Realität von Regenbogenfamilien und sprechen gleichgeschlechtlich empfindenden Menschen und Paaren eine verantwortliche Elternschaft ab.
Dass dies ein Vorurteil ist, zeigen weltweit alle zur Verfügung stehenden Studien über die Entwicklung von Kindern in Regenbogenfamilien, so auch jene des renommierten Psychologen und Psychoanalytiker Univ.-Prof. Dr. Udo Rauchfleisch, des Bayrischen Staatsinstituts für Familienforschung an der Universität Bamberg sowie des Bayrischen Staatsinstituts für Frühpädagogik an der Universität München.
Schätzungen in Deutschland sprechen von 30.000 bis 35.000 Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften. Die Elternschaft von Lesben und Schwulen sowie Regenbogenfamilien sind auch in Österreich eine gesellschaftliche Realität. Das zeigt der Beratungsalltag an den Beratungsstellen Courage in Wien, Graz und Innsbruck signifikant, ebenso wie der Kinderwunsch und die Bereitschaft zu einer liebevollen und fürsorglichen Elternschaft gleichgeschlechtlich empfindender Menschen.
Die Beratungsstelle Courage lädt – in Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Sexualforschung (ÖGS) und dem Rechtskomitee Lambda – zu einer Podiumsdiskussion mit PolitikerInnen und FachexpertInnen ein:
Gabriele Heinisch-Hosek
Bundesministerin für Frauen und Öffentlichen Dienst
Mag.a Ulrike Lunacek
MEP, Europasprecherin der Grünen
Hon. Prof. Dr. Georg Kathrein
Bundesministerium für Justiz, Leiter der Zivilrechtssektion
Mag. Johannes Wahala
Leiter Beratungsstelle COURAGE, Präsident der ÖGS
Dr. Helmut Graupner
Präsident des Rechtskomitees LAMBDA, Co-Präsident der ÖGS
Barbara Schlachter
Obfrau FAmOs – Familien Andersrum Österreich
Moderation: Corinna Milborn
Montag, 14. Mai 2012, 19 Uhr
ega, Windmühlgasse 26, 1060 Wien
Eintritt frei.
Erneut Homophobe Entgleisung in der Katholischen Kirche Österreichs
Erneut sorgen Aussagen des Pfarrers von St. Veit am Vogau, Karl Tropper, für Aufsehen. Dieser bezeichnet im aktuellen Pfarrblatt Homosexualität als heilbare Krankheit und legt dem Pfarrblatt außerdem „wissenschaftliche“ Erkenntnisse bei, die diese Aussagen bestätigen sollen. „Diese Aussagen sind humanwissenschaftlich falsch. Sie zeugen von massiver verbaler, psychischer und religiöser antihomosexueller Gewalt. Tropper schürt damit Homophobie und Schwulenhass. Therapien, die eine Veränderung der sexuellen Orientierung zum Ziel haben, sind deshalb nicht nur unmöglich, sondern geradezu antitherapeutisch, unethisch und inhuman, da sie die Menschen nicht zur Selbstfindung führen, sondern zu einer Verleugnung und einem Vorbeileben an ihrer wahren Identität“, so Johannes Wahala, katholischer Theologe, Psychotherapeut und Sexualforscher.
Wahala, der die Familienberatungsstelle Courage für gleichgeschlechtliche und transGender Lebensweisen leitet und Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Sexualforschung ist, stellt klar, „dass aus medizinischer und psychotherapeutischer Sicht Homosexualität nicht heilbar ist“. Dem Rechnung tragend wurde 1987 von der American Psychiatric Association im DSM-III-R und 1991 von der Weltgesundheitsorganisation im ICD-10 Homosexualität als Diagnose einer psychischen Störung ersatzlos gestrichen. „Die heutigen humanwissenschaftlichen Kenntnisse lassen eindeutig erkennen, dass die homosexuelle Orientierung neben der Heterosexualität als eine eigene anthropologisch gegebene Grunddisposition menschlicher Sexualität betrachtet werden muss und als solche keine wie auch immer geartete Affinität zu psychopathologischen Entwicklungen aufweist. Heterosexualität und Homosexualität sind verschiedene Ausprägungen der einen vielgestaltigen Sexualität. Homosexualität ist also nicht krankhaft, abnorm oder gar pervers, sondern eine Entwicklungsvariante und so auch eine Ausdrucksform menschlichen Lebens.“
Erst kürzlich hat Prof. Robert Spitzer von der Columbia Universität seine umstrittene Studie zur „Konversionstherapie“ zurückgezogen, in welcher 200 Probanden befragt wurden, welche an eine „Heilung“ glaubten. „Meine Studie zeigt nur, was Menschen, die diese Therapie gemacht haben, darüber sagen, mehr aber nicht“, so Spitzer jetzt. Er erklärte, dass Versuche, Homosexualität zu unterdrücken, „viel Schaden“ anrichten könnten.
Die Beratungsstelle Courage ist besorgt wegen den Auswirkungen derart diffamierender Aussagen gleichgeschlechtlich empfindenden Menschen gegenüber. „Wir wissen heute, dass die Selbstmordversuchsrate in Österreich bei Homosexuellen siebenmal so hoch ist als bei Heterosexuellen. Hauptursache ist die mangelnde familiäre, soziale und rechtliche Unterstützung! Über 90% aller Selbstmordversuche von gleichgeschlechtlich empfindenden Menschen geschehen im Alter zwischen 15 und 27 Jahren, also während des oft sehr schmerzhaft erlebten Coming-out-Prozesses. Aussagen wie die des katholischen Pfarrer Tropper verstärken die irrationalen Ängste und Vorurteile Homosexueller gegenüber sowie deren gesellschaftliche Diskriminierung und führen dazu, dass Lesben, Schwule und Transgender-Personen im Finden und Empfinden ihrer wahren Identität verstört und behindert werden.“, so Mag. Wahala. „Ich hoffe nicht, dass unsere Jugendlichen der sogenannten „Reparativ- oder Konversionstherapie“ überlassen werden, die Pfarrer Tropper scheinbar propagiert. Einige dieser Jugendlichen kommen nach dieser angeblichen „Umpolung“ schwer depressiv und zum Teil auch paranoid bzw. psychotisch an die Beratungsstelle Courage, weil sie in ihrem Selbstbild total verunsichert und verletzt sind.“
Courage begrüßt hingegen die Distanzierung des Pastoralamtes der Diözese Graz-Seckau, die klare Worte findet: „Ich bin sehr betroffen und auch erschüttert, denn für die Kirche ist es ganz klar, dass die Würde der Person, unabhängig von der sexuellen Ausrichtung gegeben ist.“, so Mag. Johannes Ulz.
ORF-Artikel zum Thema:
http://steiermark.orf.at/news/stories/2529140/
Artikel zu Robert Spitzer:
http://www.queer.de/detail.php?article_id=16297
Rückfragehinweise:
Beratungsstelle Courage
Web: www.courage-beratung.at
Tel.: 01/585 69 66
Mail: info@courage-beratung.at
Die Weisheit im Alter:
80-jähriger US-Professor zieht umstrittene Studie zurück
Der Psychiater Robert Spitzer hat bekannt gegeben, sein Studienergebnis aus dem Jahr 2001 zurückziehen zu wollen. In dieser umstrittenen Studie hatte der ehemalige Professor der Columbia Universität behauptet, Homosexualität sei heilbar. Jahrelang hatten sich insbesondere viele christliche Würdenträger auf diese Studie berufen, ua. der Salzburger Weihbischof Andreas Laun.
Homophobie ist Angst vor sich selbst
Wissenschaftlich bestätigt!
Was in der Psychologie bereits seit Jahren als Binsenweisheit gilt und auch schon seit Langem im Beratungsalltag der Courage angekommen ist, wurde nun in mehreren Studien der American Psychological Association bestätigt: Die Angst vor homosexuell l(i)ebenden Menschen und die damit verbundene Ablehnung der gleichgeschlechtlichen Sexualität hängt sehr stark mit der sozialen Prägung der Menschen zusammen. Besonders wichtig scheint in diesem Zusammenhang die Rolle der Väter und die Autorität der Eltern zu sein.
Europaweite LSBT Studie
Auch deine Erfahrung zählt!
EUROPÄISCHE LSBT-UMFRAGE IM AUFTRAG DER EU-GRUNDRECHTSAGENTUR
Außer gelegentlichen Berichten über Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transpersonen gibt es sehr wenig vergleichbare, EU-weit erhobene Daten über alltägliche Diskriminierungserfahrungen von LSBT-Personen. Als Reaktion auf diese Situation hat die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) die bislang erste EU-weite Online-Befragung in Auftrag gegeben, um sich einen genauen Überblick über die Lebenssituation und Erfahrungswelten von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transpersonen (18 Jahre oder älter) zu verschaffen. Diese Umfrage umfasst die 27 EU-Mitgliedsstaaten (darunter Österreich) und Kroatien.
Da es sich hierbei um die erste EU-weite Umfrage dieser Art handelt, werden ihre Ergebnisse die Weiterentwicklung der Gleichbehandlungspolitik für LSBT-Menschen in der Europäischen Union unterstützen und dabei die Schwerpunkte für die kommenden Jahre festlegen. Auf der Grundlage dieser Untersuchungsergebnisse werden politische Entscheidungsträger sowohl auf nationaler als auch europäischer Ebene – ebenso wie Nichtregierungs- oder zivilgesellschaftliche Organisationen – ihre Strategien und Aktivitäten besser darauf ausrichten können, LSBT-Personen und ihre Gemeinschaften dabei zu unterstützen, dass diese frei von Diskriminierung aufgrund ihrer sexuellen Orientierung bzw. Geschlechtsidentität leben können.
Die Umfrage ist absolut anonym (keine Daten der TeilnehmerInnen und ihrer Internet-Sitzungen werden in irgendeiner Form aufgezeichnet). Die Umfrage wird von Gallup durchgeführt, einem professionellen Umfrage- und Beratungsunternehmen.
Damit den Umfrageergebnissen entsprechendes Gewicht zukommen kann, ist die Teilnahme einer großen und vielfältigen Gruppe von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transpersonen in jedem Land notwendig. Der Erfolg der Umfrage hängt davon ab, dass eine große Zielgruppe erreicht wird. Daher ist es sehr wichtig, dass TeilnehmerInnen den Fragebogen in ihrem LSBT-Freundeskreis weiterverbreiten, sei es per E-Mail, über soziale Netzwerke oder einfach durch eine persönliche Einladung an FreundInnen, sich doch ebenfalls an der Umfrage zu beteiligen.
Frauenrechte sind (auch) Lesbenrechte!
Courage zeigen am Internationalen Frauentag
Presseaussendung der Beratungsstelle Courage zum Internationalen Frauentag
„Wir sind leider noch immer nicht dort, wo wir eigentlich schon sein sollten“, kommt Mag. Johannes Wahala, Leiter der Beratungsstelle Courage, anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März 2012 zu einem ernüchternden Ergebnis: „Aber es hat den Anschein, als ob wir unserem Ziel, nämlich der tatsächlichen Gleichberechtigung aller Geschlechter, immer näher kommen“. Die Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte dürften nicht darüber hinwegtäuschen, dass garantierte Frauenrechte und die Alltagsrealität vieler Frauen oft noch weit auseinanderklaffen. Das gelte insbesondere auch für jene Frauen, die in gleichgeschlechtlichen Beziehungen leben und daher meist doppelt von diskriminierenden Ressentiments und Anfeindungen betroffen sind.
Die gesamte Presseaussendung finden Sie hier.
E-Mail Wien
Bürozeiten: Mo-Do, 9-15h
Beratungszeiten: Di-Fr, 15-20h
Tel. Vorameldung: Mo-Do, 9-15h



