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COURAGE schenkt sich zum Weltfrauentag ein STERNCHEN*

Die COURAGE möchte den Weltfrauentag zum Anlass nehmen, um zur geänderten Schreibweise der COURAGE Stellung zu nehmen.

Bunte Sterne "Was in aller Welt ist mit euch los?", fragte Pippi gereizt. "Ich will euch nur sagen, dass es gefährlich ist, zu lange zu schweigen. Die Zunge verwelkt, wenn man sie nicht gebraucht."

Die Beratungsstellen der als Partner*innen, Familien- und Sexualberatungsstellen und Trans*Gender Kompetenzzentren möchten ALLE Frauen*, Männer* und alle Personen dazwischen gleichermaßen ansprechen. Deshalb hat sich die dazu entschieden, in Zukunft in sämtlichen Texten die Sternchen-Schreibweise zu verwenden. In der derzeitgen Situation empfinden wir, dass diese Schreibweise sich am ehesten eignet, die Binarität der Geschlechter aufzubrechen. Sämtliche Texte auf der Homepage, Facebook, auf Flyern usw. werden bereits seit einigen Wochen sukzessive angepasst und alle neuen Materialien entsprechend produziert.

Wir möchten damit ein klares Zeichen setzen! Viele Menschen können sich mit der Zweigeschlechterlogik nicht identifizieren und möchten sich weder dem einen noch dem anderen Geschlecht zuordnen. Wir wollen auch diese Personen ansprechen, die sich geschlechtlich nicht positionieren können oder wollen. Hier bietet sich die Schreibweise mit Sternchen an. Das Sternchen macht all jene gesellschaftlichen Positionierungen sichtbar, die jenseits von männlich und weiblich existieren.

Uns ist bewusst, dass diese Schreibweise nicht den geltenden Rechtschreibregeln entspricht. Das bereits vielfach verwendete Binnen-I sehen wir als einen Schritt in die richtige Richtung, denn es wirkt Sexismen, die sich in der Sprache ausdrücken, entgegen. Es orientiert sich allerdings am vorherrschenden binären Geschlechtersystem, das für viele Ausdrucksformen von Geschlechtern keinen Platz bietet. Hier soll das Sternchen aufmerksam machen und Platz für eben diese Ausdrucksformen schaffen. Diese Form bietet die Möglichkeit einer kritischen Bezugnahme auf sprachliche Zwei-Genderung (ohne diese grundsätzlich infrage zu stellen) und kann gleichzeitig eine Vielfalt von Positionierungen symbolisieren. In einigen akademischen Kontexten wird diese Variante bereits regelmäßig angewendet. Die neuen Formen irritieren und befördern somit ein Anhalten und Nachdenken über die Wörter und Sprachhandlungen.

In diesem Sinne noch einmal vor allem an alle Lesben, Bi-Frauen*, Women* of Colour, Frauen* mit Beeinträchtigungen, Trans*Frauen und all jene, die sich angesprochen fühlen:

Wir setzen uns besonders für jene Frauen* ein, die sich aus den verschiedensten Gründen außerhalb des immer noch weit verbreiteten „weiblichen Idealbildes“ einordnen oder eingeordnet werden.

Im Sinne von Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminza Ephraims Tochter Langstrumpf möchten wir alle Frauen* ermutigen, ihre Stimmen zu erheben und dabei auch die eigenen Sprachgewohnheiten zu beobachten und ggf. zu überdenken, denn Sprache schafft Wirklichkeit!

Mag. Johannes Wahala
Leiter der WIEN, GRAZ, SALZBURG, INNSBRUCK

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